BeSweet-Referenz/-ota()
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Dieser Artikel ist ein Unterkapitel der BeSweet-Referenz. Er beschäftigt sich mit dem -ota()-Abschnitt. OTA steht für »overall track adjustment«. Hauptsächliches Einsatzgebiet ist die Normalisierung von Audioströmen und das Einfügen von Delays.
| Syntax
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Inhaltsverzeichnis |
Normalisierungsparameter
-norm <Level>
Normalisiert die Datei vor dem Encoding (Pre-Gain-Normalisierung) auf einen bestimmen Prozentwert, wobei ein 2-Pass-Verfahren zum Einsatz kommt. Im ersten Durchgang wird die Datei nach dem höchsten Pegel durchsucht. Aus diesem und dem angegebenen <Level> errechnet sich der passende Gain-Wert, der im zweiten Durchgang während des Encodings angewendet wird.
<Level> ist eine Fließkommazahl zwischen 0 und 1, wobei 1 für 100 % steht, also die maximal mögliche Normalisierung.
-norm 0.97
-g {<dB>|max|peak}
Erhöht oder senkt die Lautstärke der Datei vor dem Encoding (Pre-Gain) um einen festen Dezibel-Wert. 5db z. B. hebt alle Samples um 5 dB an, -5db senkt um 5 dB ab.
-g -5db
max arbeitet mit dem höchsten Wert, der den Ton noch nicht verzerrt, und ist identisch zu -norm 1.
-g max
peak nimmt den Wert, der im Peak-Chunk der Quellwave angegeben ist. Existiert dieser Wert nicht oder ist die Quelldatei keine Wave, verhält sich peak genauso wie max.
-g peak
Im Vergleich zu Azids -g-Funktion arbeitet OTAs -g etwas langsamer, dafür aber genauer, und normalisiert beim Einsatz einer Listendatei alle Quellen insgesamt, so dass in der Zieldatei keine Sprünge in der Lautstärke auftreten können.
-G <Level>
Normalisiert die Datei nach dem Encoding (Post-Gain-Normalisierung) auf einen bestimmten Prozentwert. Der Wert wird als Fließkommazahl zwischen 0 und 1 angegeben, wobei 1 für 100 %, also die maximal mögliche Normalisierung, steht.
Sollte die Zieldatei nicht MP2, MP3 oder Vorbis sein, verhält sich -G genauso wie -norm. Das funktioniert leider nicht bei AAC. Für dieses Format muss immer ausdrücklich Pre-Gain (-g oder -norm) definiert werden.
-G 0.97
-hybridgain
Kombiniert einen festen Pre-Gain-Wert und Post-Gain-Normalisierung, abhängig vom Format der Quell- und Zieldatei.
| Quelldatei | Dialog Normalization | Pre-Gain bei Dynamikkompression (Azids -c)
| ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| keine | leicht | normal | schwer | invers | ||
| 6-Kanal-AC3 | ein | 7 dB | 8 dB | 10 dB | 14 dB | 5 dB |
| Stereo-AC3 | aus | 0 dB | 0 dB | 0 dB | 0 dB | 0 dB |
Die obigen Pre-Gain-Werte gelten nur für Stereo-Zieldateien. Handelt es sich beim Ziel um eine Multikanal-Datei, beträgt der Pre-Gain-Wert in jedem Fall 0 dB.
Nach dem Encoding wird die Datei per Post-Gain auf 97 % normalisiert. Für MP3 wird außerdem Lames scale-Schalter auf 1 gesetzt.
Ist die Quelldatei keine AC3 oder das Zielformat nicht MP2, MP3 oder Vorbis, verhält sich -hybridgain genauso wie -g max. Das funktioniert leider nicht bei AAC. Für dieses Format muss immer ausdrücklich Pre-Gain (-g oder -norm) definiert werden.
Delay-Parameter
-d <ms>
Fügt am Anfang der Zieldatei die angegebene Anzahl Millisekunden an Stille ein oder schneidet (bei negativen Werten) soviel am Anfang der Datei weg.
-d 112
-d -80
-e <ms>
Fügt am Ende der Zieldatei die angegebene Anzahl Millisekunden an Stille ein.
-e 1600
-sc <Auflösung>
Setzt die minimale Sampleauflösung für Delay-Operationen. Wird von AacMachine benutzt, um vollständige AAC-Frames als Delay einzufügen.
Samplefrequenz- und Bildrate-Parameter
-fs <Hz>
Übergeht BeSweets automatische Samplefrequenz-Erkennung und erzwingt den angegebenen Hertz-Wert.
-fs 44100
Diese Funktion wandelt keine Samplefrequenzen um! BeSweet geht dann nur ohne weitere Prüfung davon aus, die Quelldatei hätte die angegebene Frequenz. Nützlich ist das für Quelldateien mit unbekannter Samplefrequenz, z. B. PCM-Dateien.
-r <Quell-fps> <Ziel-fps>
Konvertiert den Ton in eine andere Bildrate. Dabei ändern sich Tonhöhe und Länge der Audiospur. Die Funktion wird beispielsweise für NTSC-nach-PAL-Konvertierungen benötigt, also dann, wenn man die Bildrate des Videos ändert.
Die Werte sind Integer-Zahlen, wobei BeSweet die letzten drei Ziffern als Nachkommastellen behandelt. Das folgende Beispiel würde demnach eine Konvertierung von 23,976 fps auf 25,000 fps bewirken.
-r 23976 25000
Die Konvertierung funktioniert bei 6-Kanal-Zieldateien nur eingeschränkt. Möglich ist lediglich die Erzeugung von 5.1-AC3s und separaten Mono-Waves.
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