Welchen Audio codec nehmen?

  • Hallöle,

    ich hab schon ein wenig rumgestöbert finde aber nicht den richtigen thread...

    ich möchte ein divx erstelllen. bei video codecs steht auch ganz einfach divx 5.xxx aber bei dem audio codecs erkenn ich nicht welcher der richtige ist...

    ich habe folgede zur auswahl

    ccitt alaw ACM
    ccitt ulaw ACM
    DSP TrueSpeech (TM) ACM
    GSM 6.10 ACM
    IMA ADPCM ACM
    Intervideo Audio Encoder DShow
    MPEG Layer 3 ACM
    Microsoft ADPCM ACM
    WM Speech Encode DMO DShow
    PCM ACM converter
    ACELP.Net ACM
    IAC2 ACM
    Microsoft G.723.1 ACM
    WMAudio Encoder DMO DShow
    Windows Media Audio V1 ACM
    Windows Media Audio V2 ACM


    Nun zu meinem Prob ich hab schon 2 oder 3 usprobiert, aber immer wenn ich es dann im mediaplayer öffnen will bzw im divx player standalone probier habe ich keinen sound.

    Ich meine mich zu erinnern das bei divx die audio spur im mp3 format war. oder ac3 wenn man mehrkanal will. aber ich habe kein mp3 in der auswahl. muß ich den codec gesondert laden?


    danke im voraus

    ErTzU

    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!


    Das Leben ist nen Scheiß Spiel aber mit ner guten Grafik ;)

  • hast du es schon mit dem "MPEG Layer 3 ACM" versucht? ich hatte auch mal das problem mit flask. ich habe mir dann ein codec-pack geladen und installiert. anschließend war alles wie gewohnt mit ton.


    gruss
    chris

  • http://www.doom9.org/Soft21/Audio/lame3.95.1.zip


    LAME ist an sich ein Kommandozeilen-Tool, aber in der ZIP-Datei ist auch der ACM-Codec enthalten. Wenn Du den installierst, dann findest Du LAME (z.B. in VirtualDub) in der Audio-Codec-Auflistung. Der mit "MPEG Layer 3 ACM" bezeichnete Codec ist der qualitativ schlechtere Fraunhofer- oder Radium-Codec. Möglicherweise ist er beim Encoding sogar beschränkt. Also lieber LAME verwenden.


    bb

  • MPEG Layer-3 ist die im OS integrierte Variante von Fraunhofer welche nur bis 56 kBit/s encodieren kann.
    Das dürfte aber kaum beim abspielen der Soundfiles stören.
    Zum encodieren solltest du (sofern du bei MP3 bleiben willst) den Lame Codec einbinden.
    Bitte bloß kein CodecPack verwenden!

    Edit:
    Installation des Lame Codecs erfolgt über die im Ordner ACM enthaltene .inf Datei. (rechtsklick > installieren)

  • du kannst auch tools wie dbPoweramp Music Convert nehmen, da hast du ein bequemes frontend für zig codecs.
    wenn du mp3 benutzen willst, dann solltest du den Lame 3.90.3 verwenden, er liefert momentan die beste qualität aller mp3 encoder.
    du kannst aber auch mit dvd2avi bzw. dessen nachfolger DGindex die Dolby Digital Tonspur auf Stereo downmixen (unter "Audio"-> enable downmix oder so ähnlich) . so gross ist die nicht, meist 192 oder 224kbps.
    andere gute formate sind ogg vorbis und mpc (musepack), wobei ich nicht weiss ob sich mpc so ohne weiters in ein AVI muxen lässt.
    wenn du aber mit audiocodecs noch nicht so vertraut bist, empfehle ich dir lame mp3 oder ac3 (also dolby digital)

  • Zitat von _3dfx_rulez

    [...]
    wenn du mp3 benutzen willst, dann solltest du den Lame 3.90.3 verwenden, er liefert momentan die beste qualität aller mp3 encoder.[...]


    Woher hast Du diese Weisheit? Ich glaube gelesen zu haben, dass der neue Lame 3.96 die beste Qualität liefern soll.


    bb

  • Wie dem auch sei:


    Ich muss unbedingt empfehlen, zum Herstellen einer Tonspur keinen der ACM-Codecs zu verwenden, nicht mal den LAME MP3 ACM-Codec ("MP3" ist ja bloß eine Abkürzung für "MPEG-Audio, Layer 3"). Eine einzelne Vorbereitung der Tonspur mit Hilfe von BeSweet (so wie das GordianKnot, AutoGK und andere Tools tun) oder mit HeadAC3he ist wesentlich sinnvoller. Das beginnt bereits damit, dass eine Decodierung des Original-Tons (z.B. aus AC3) in 16-bit PCM Wave vor der Komprimierung bereits eine Verschlechterung der Qualität wäre; darüber hinaus sind BeSweet und HeadAC3he wesentlich flexibler in Hinblick auf Normalisierung, Dynamikkomprimierung, Mehrkanalverarbeitung und andere Details, die ein ACM-Codec nicht beherrscht.

  • :welcome:


    Aber weil die Alternativ-Presets von 3.90.3 so gut waren, wurden sie zu Standard-Presets erklärt. Ich sehe keinen Grund, warum man auf 3.96 verzichten sollte, nur weil möglicherweise der Hinweis auf HydrogenAudio vielleicht schon Monate alt sein könnte (hallo, Software entwickelt sich weiter!)... ;)

  • Nun, was doom9.org für Video ist hydrogenaudio.org für Audio. Die angaben dort sind immer aktuell und aussagekräftig.


    Die alternate presets wurden von Dibrom auf Grundlage der Algorithmen (Psychoakustik, VBR Mode usw. usw. - was weiß ich, bin kein Programmierer ;)) von LAME 3.90 entwickelt und getestet - allerdings arbeitet Dibrom seit 3.92 nicht mehr an dem Projekt, weil die Kommunikation mit den Entwicklern, aufgrund der chaotischen Strukturen der LAME Gruppe nicht zufriedenstellend funktioniert hat.
    Die alt-presets wurden zwar in neuere Versionen übernommen, greifen dort aber auf völlig überarbeitete Basisalgorithmen zu. Schon 3.92 lieferte mit den alt-presets stellenweise schlechtere Ergebnisse als 3.90 – obwohl dort nur minimale Änderungen vorgenommen wurden. Fraglich, was dann bei 3.96 rauskommt…


    Solange keine glaubwürdigen Testresultate vorliegen, welche besagen, das neuere Encoder bessere, oder zumindest genauso gute Qualität, bei äquivalenten Randbedingungen liefern, sehe ich keinen Grund auf eine andere Version zu wechseln.



    Ich muß allerdings zugeben, daß mein Wissenstand diesbezüglich mindestens 1 Jahr alt ist.
    Da auf hydrogenaudio.org aber immer noch auf 3.90.3 verwiesen wird, ist anzunehmen, daß es kein einziges bekanntes Testsample gibt, was mit den neueren LAMEs, in Kombination mit den alt-presets, besser klingt – wahrscheinlich hören sie sich eher schlechter an.


    Gruß,
    SchwerMetaller




    Und danke für das Willkommen :)

  • Da wäre für mich natürlich die Frage: Wenn man mal bemerkt hatte, dass die 3.92-Presets schlechter klingen als die 3.90.3-Presets, warum soll man es bis zur 3.96 nicht geschafft haben, sie wieder auszutauschen? Das müsste ja dann ein sprichwörtliches Chaos sein... ;) (Laut history.html wurde bis zur 3.94 an Presets optimiert.)


    Ich wollte vor allem auf folgendes Hinweisen: In 3.90.3 hießen sie noch "--alt-preset ...", bei 3.96 (wohl ab 3.93) heißen sie nur noch "--preset ...".

  • Zitat von LigH


    Ich wollte vor allem auf folgendes Hinweisen: In 3.90.3 hießen sie noch "--alt-preset ...", bei 3.96 (wohl ab 3.93) heißen sie nur noch "--preset ...".


    --preset xxx geht afair auch schon bei 3.90.3 und niedriger, dabei werden die gleichen settings aufgerufen wie bei --alt-preset xxx.
    ab 3.93 wurde dann lediglich das alt entfernt, sodass eigentlich nur der befehl entfällt. oder mit anderen worten: das --alt-preset war sowieso überflüssig

  • Zitat von LigH

    Ich meine damit vor allem "standard", "medium", "extreme": Die sind auch keine alt-Presets mehr.


    benutzt die denn einer? selbst APS erreicht (zumindest bei musik, ist es bei filmen anders?) bitrates von ~180-230kbps, also in der regel höher als ein AC3 downmix. deshalb sehe ich persöhnlich kein einsatzgebiet für APS,APE und API - SVCDs wird wohl keiner mit einer derart hohen audiobitrate encoden, wenn überhaupt VBR unterstützt wird.

  • Die VBR-Presets sind ja auch für Musik. Für Video-Tonspuren kann ich sie nicht empfehlen, weil die zu weit von einer mittleren Bitrate abdriften können: Da empfehle ich lieber ABR, und auch noch mit limitierten Min/Max-Bitraten. Zum Beispiel


    --abr 160 -b 80 -B 256


    brachte bei mir bisher keine Probleme, und wer etwas mehr sparen will:


    --abr 144 -b 80 -B 224


    (der ABR-Wert muss ja nicht mit einer der Block-Bitraten identisch sein, der läßt sich flexibler wählen). Die Bitratenbegrenzung hilft meiner Meinung nach, die Abweichung geringer zu halten - leider werden bei der Verwendung von Presets ja sämtliche weiteren Parameter ignoriert, die lassen sich also nicht so leicht kombinieren.