16:9-DVD __ 576 vertikale "Reihen"... Schafft ein TV das überhaupt?

  • Hallo,

    Ich habe eine Frage zu 16:9 DVDs:

    Das Video solcher DVDs hat eine Auflösung von (normalerweise) 720*576 Pixeln. Genau wie eine normale 4:3 DVD, nur hat das Video die AR 16:9 (statt 4:3). Also wird das Bild bei der Wiedergabe "gestaucht". Ein (normaler) Fernseher schafft, soweit ich weiss, maximal eine Auflösung von 768x576 Bildpunkten. Wenn jetzt die DVD auf dem TV wiedergegeben wird, bleibt oben und unten ein schwarzer Rand, also ist ein (nicht gerade geringer) Teil der maximalen vertikalen-TV-Auflösung schon verbraucht, bleiben also keine vollen 576 "Reihen" mehr für den Film übrig. Das würde heissen, es werden knapp (laut meiner Rechnung) 150 vertikale "Reihen" "verschluck", das entspricht mehr als 100.000 Pixeln!

    Ist es wenn all' diese Behauptung (s.o.) stimmen, nicht sinnvoll eine andere Auflösung zu verwenden? Welche sind (auf den meisten) DVD-Playern abspielbar? 720*288 geht jedenfalls, aber gibt es ein DVD konformes oder zumindest ein mit den meisten Playern kompatibles Format zwischen 720*576 und 720*288?

    Stimmen meine "Thesen"?


    [mir ist gerade aufgefallen, dass mir scheinbar Anführungszeichen und Klammer sehr gefallen, aber dazu stehe ich auch! ;) ]

    nachtrag: unverständliche Schreibweise scheint mir auch zu liegen ;) aber man beachte die Uhrzeit.

  • Das stimmt nicht ganz:
    Bei einer anamorphen 16:9 Version wird das Bild in der Breite gestaucht als 4:3 gecodet und bei der Wiedergabe "entstaucht" (oder besser: wieder auseinander gezogen), so das ein korrektes Bild als 16:9 entsteht. Nur die 4:3 Fernseher können das nicht korrekt darstellen und letterboxen das ganze. Damit hat man Verluste und sollte sich vor dem codiern überlegen was einem wichtiger ist: das ganze Bild sehen aber letterboxed und damit auf einige Pixel verzichten oder links und rechts was vom Bild wegschneiden und damit aber mit 4:3 den gesamten Bildschirm nutzen?!

    Bei mir ist das ganz einfach: Ich würde immer 16:9 coden, denn ich habe ne 16:9 Glotze und kann damit bei voller Pixelnutzung auch das gesamte Bild sehen. ;)

  • Quote from eDealer

    Nur die 4:3 Fernseher können das nicht korrekt darstellen und letterboxen das ganze.


    Warum soll ein 4:3-Gerät ein 16:9-Bild nicht korrekt darstellen? Es ist doch eher umgekehrt. Viele - zumindest ältere - 16:9-Geräte ziehen ein 4:3-Bild in die Breite und verzerren es dabei.

    Bei 4:3-Geräten, welche über eine 16:9/4:3-Umschaltung verfügen, wird lediglich die Bildhöhe reduziert. Das bedeutet, das die Bildpunkte eine geringere Höhe besitzen. Das ist vergleichbar mit der Zeilenhöhe beim Schreiben eines Textes.

    Wer zum Beispiel einen Philips-Fernseher besitzt, kann die Bildhöhe manuell über die Fernbedienung reduzieren. Dann wird oben eine weiße Linie sichtbar, welche den Beginn des sichtbaren Bildes kennzeichnet. Diese weiße Linie liegt bei normaler Anzeige im Bereich des TV Overscan.

    Darüber hatten wir im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit anamorphen SVCD diskutiert.

    Gruß Frank

  • Quote

    Warum soll ein 4:3-Gerät ein 16:9-Bild nicht korrekt darstellen?

    Das hatte ich oben erklärt. Ein anamorphes Bild kann nicht in 4:3 dargestellt werden, ist doch klar. Also Letterbox. Im Gegensatz zu einem 16:9 Ferseher der das "korrekt", unter Ausnutzung aller verfügbaren Bildpixel, tut.

    Quote

    Das bedeutet, das die Bildpunkte eine geringere Höhe besitzen. Das ist vergleichbar mit der Zeilenhöhe beim Schreiben eines Textes.

    Und ich dachte immer ein Ferseher hat eine Lochmatrix mit definiert großen Bildpunkten ?! Sollten die Pixel in der Höhe einstellbar sein, dann habe ich was gelernt. Ich dachte es werden ganze Zeilen verändert. Wo hast du denn die Info her?

  • Quote from eDealer

    ... Also Letterbox. ...


    Die Darstellung ist dennoch korrekt.

    Quote from eDealer

    ... Wo hast du denn die Info her?


    DVD Tipps Tricks -> Für den Fortgeschrittenen -> Darstellung mit 16:9 Umschaltung.

    Die Lochmaske ist für die Bildpunkte nicht relevant. Sonst könntest Du auf einem Röhrenmonitor nicht die Bildauflösung ändern.

    Gruß Frank

  • Quote from 0815


    Ist es wenn all' diese Behauptung (s.o.) stimmen, nicht sinnvoll eine andere Auflösung zu verwenden? Welche sind (auf den meisten) DVD-Playern abspielbar? 720*288 geht jedenfalls, aber gibt es ein DVD konformes oder zumindest ein mit den meisten Playern kompatibles Format zwischen 720*576 und 720*288?


    Es stimmt schon, dass das Anamorphe Bild auf 432 Zeilen runtergerechnet werden muss um es auf dem 4 : 3 Bildschirm in korrekter Auflösung darstellen zu können, und dass es dabei natürlich auch zu Verlusten kommt, encoden musst du es aber immer mit 576 Zeilen. Wo ist den nun der Unterschied ob die Auflösung vom Player quasy kaput gemacht wird oder du sie selbst beim encoden schon kaput machst. Wenn du nun mit 720x288 encodest, wirfst du die Hälfte der Auflösung weg.

    Wie eDealer es schon erwähnt hat ist es wohl das Beste, wenn man Anamorphes Material auf einem 16 : 9 TV abspielt, dann muss die Auflösung auch nicht verändert werden.

    Edit: Es gibt aber auch 2 Möglichkeiten: entweder dein Player rechnet die Auflösung um, oder dein TV wird (entweder durch den Player oder Manuell) in den 16 : 9 Modus umgeschaltet.
    Es ist so weit ich weis ein Unterschied: der Player reduziert die Auflösung auf 432 Zeilen und fügt 144 Zeilen Schwarz hinzu um wieder auf 576 Zeilen zu kommen, der TV hingegen zeichnet die erste Zeile einfach 72 Zeilen später auf den Schirm und hört 72 Zeilen früher auf, ob hierbei auch ein Verlust entsteht, vermag ich jetzt nicht 100% zu sagen, aber ich glaube nicht.

  • tach auch !

    Quote

    Bei einer anamorphen 16:9 Version wird das Bild in der Breite gestaucht als 4:3 gecodet und bei der Wiedergabe "entstaucht" (oder besser: wieder auseinander gezogen), so das ein korrektes Bild als 16:9 entsteht.

    Entwerder Du beschreibst schlecht, oder ich verstehe es schlecht.

    Bei anamorph wird das Bild (durch eine Linse) in der HÖHE gestreckt.
    ==> Der ganze FILM wird selbst bei Breitleinwand in der Höhe ausgenutzt.
    ==> Höhere Auflösung bei der analogen Speicherung,dito bei digital auf DVD.

    Bei der Wiedergabe wird (ebenfalls mit einer Linse am Projektor) das Bild wieder gestaucht.(Und zwar vertikal, also in der Höhe)

    Auf die DVD übertragen.
    Beim Filmen : Linse , Abtastung durch Scanner, anamorph encoden,
    ==> 16:9 DVD.
    PLayer ODER TV stauchen das um Faktor 1,33 (~~~).
    Bei 4:3 TV wird eben Letterboxed ==> der schwarze Balken wir noch dicker.
    (OBen und unten)

    Oft zu sehen, wenn im Film schon Balken sind und der Player noch weclhe dazu macht , damit das AR passt.

    16:9 anamorph Encoden mach also nur Sinn, wenn die Quelle schon anamorph ist.Also viel mehr Bildinformationen/Pixel benutzt, als da nicht anamorphe Bild.

    Sonst ist es wie MP3 auf PCM umrechenen.
    Was einmal weg ist , ist weg und klann nicht mehr reingerechnet werden.

    Oder drastisch formuliert:
    Man kann aus Sch*** kein Gold machen.

    Gruss BergH

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