Alte Hardware-Rechnungen

  • Mein erster Kontakt zur EDV in der DDR war 1986 ein "Großrechner" (ESER oder so), auf dem unsere FORTRAN- Programme per Lochkarte (auf "Schreibmaschine" selber gelocht) im Batch- Verfahren abgearbeitet wurden. Bei Programmierfehlern ging nach 2-3 Tagen alles von vorne los :rolleyes:


    Als EDV- Prüfungsthema hatte ich "Programmieren Sie eine Uhr mit Basic", ausgeführt auf einem KC87 mit Junost-Fernseher als Monitor und Kassetten-Recorder als Speichergerät.


    Mein erster PC war 1993 ein DX2 486 mit gigantischen 4 MB RAM, 120 MB Festplatte und 15"-Monitor für 4.300 DM. Meine Kollegen waren über meine Verschwendungssucht entsetzt, denn ich würde doch so einen schnellen und toll ausgestatteten PC wohl niemals ausreizen :so-nicht: :eek: Das Gerät habe ich ca. 100 mal auseinander-, um- und wieder zusammengebaut bis ich genau wußte, wie alles funktioniert ;D


    Gruß
    Heiko

    Die eigene Freiheit endet da, wo die Freiheit des Anderen beginnt

  • Zitat

    Originally posted by HeikoD
    Mein erster Kontakt zur EDV in der DDR war 1986 ein "Großrechner" (ESER oder so), auf dem unsere FORTRAN- Programme per Lochkarte (auf "Schreibmaschine" selber gelocht) im Batch- Verfahren abgearbeitet wurden. Bei Programmierfehlern ging nach 2-3 Tagen alles von vorne los :rolleyes


    Das kenne ich auch noch. Wir mußten in der Berufsschule noch Lochkarten zu Fuß lesen lernen.


    Gruß
    Lucike

  • *alteerrinerungenwiederwachruf*


    Mein erster Rechner war 1992 ein BC5120, den mir mein Dad von seinem Arbeitsplatz mitgebracht hatte.
    Fuer alle, die es nicht wissen: der war ein DDR-Rechner mit 2,5Mhz-CPU, 64kb RAM, 3x3,5"-Floppy und gruen-Monitor mit Text-only-darstellung.
    Floppy und Bildschirm waren im eigentlichen Rechner untergrbracht, so dass dieses TEil auf satte 30kg gewicht kam.


    1994 bekam ich dann von einem Freund einen vermeintlich defekten KC85/3, den ich dan reparierte und behalten durfte. Damit konnte ich zum erstenmal Grafik und Assembler programmieren.
    1997 hab ich dann nen 286-PC geschenkt bekommen, den ich dann im schnelldurchlauf fast vierteljaehrlich immer um eine Prozessorgeneration erweitert habe...

  • Zitat

    Originally posted by Lucike FZ
    hehe, und wenn ihr anfangt über das Wetter oder Käsekuchen zu sprechen, dann ist das auch egal. Wir sind ja schließlich hier im OT-Bereich des Forums. ;) :D


    Da kann man mal sehen, wie ich manchmal aufpasse. Aber mit Käsekuchen könnte man in diesem Thread schon einen Strike riskieren. Oder hat jemand Interesse an einem Rezept für Käsekuchen? :)


    Zitat

    Originally posted by HeikoD
    Mein erster Kontakt zur EDV in der DDR war 1986 ein "Großrechner" (ESER oder so), auf dem unsere FORTRAN- Programme per Lochkarte (auf "Schreibmaschine" selber gelocht) im Batch- Verfahren abgearbeitet wurden. Bei Programmierfehlern ging nach 2-3 Tagen alles von vorne los :rolleyes:


    Soweit ich weiß, was mein Schwiegervater mal so ein Teil verantwortlich. Dafür musste er in Ungarn postgradual studieren.


    Zitat

    Originally posted by HeikoD
    ... KC87 mit Junost-Fernseher als Monitor und Kassetten-Recorder als Speichergerät.


    Das war wohl die Standardausrüstung. Das war auch mein erster Kontakt mit Rechnern beim Studium.


    Zitat

    Originally posted by Lucike FZ
    http://www.mobiltom.de/z1013.html


    Die Seite ist gut. Der AC 1 ist leider nicht dabei. Der war mal im Funkamateur. Die Leiterplatten konnte man, glaube ih, bei Fa. Ing. KOlbe in Berlin bestellen. Auf dem KC 85 habe ich meine ersten BASIC- und PASCAL-Programme geschrieben. Auf dem KC 85/3 (mit Farbfernseher - kein Junost) dann BASIC mit Grafik, d.h. zum Beispiel eine Kurve aus der Strömungsmechanik (war ein Beleg meiner Frau).


    Und an der IHS Köthen gab es einen BC ****?, bei dem musste immer das Fenster geöffnet werden, sonst ist der ausgestiegen, weil es ihm zu warm wurde.

  • Zitat

    Und an der IHS Köthen gab es einen BC ****?, bei dem musste immer das Fenster geöffnet werden, sonst ist der ausgestiegen, weil es ihm zu warm wurde.

    Da hat wahrscheinlich jemand den Luefter abgeklemmt. Hatte ich bei meinem BC 5120 auch gemacht, weil der doch recht laut war.


    Der Luefter ist uebrigens das einzige, was von dem Rechner uebriggeblieben ist, nachdem das Hochspannungsteil den Geist aufgegeben hat und ich den Rechner danach ausgeschlachtet habe. Ist naemlich nen super leichtlaeufiger Papstluefter fuer 220V. Wer weiss, wozu der nochmal nuetzlich ist ;)

  • Nochmal zurück zu den CD-Rohlingen. Ich hab neulich ein altes Prospekt gefunden in denen ein CD-Brenner 4000DM und eine "beschreibbare CD-Platte" für 80DM angepriesen wurden.


    Mit DDR-Großrechnern und deren kryptischen Buchstabenbezeichnungen kenn ich mich leider nicht aus.

    Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum sofort verschwinden und etwas noch Unerklärlicheres und Bizarres an seine Stelle treten wird, sobald jemand herausfindet, wofür es gut ist und warum es existiert.


    Es gibt eine andere Theorie, die besagt, dass das bereits geschehen ist.

  • CD-R hiesz in den anfangszeiten IMHO CD-WORM (Write Once Read More).


    Zu den kryptischen DDR-Computer-bezeichnungen:


    AC - Amateurcomputer
    BC - Buerocomputer / Bildungscomputer (beide Rechner sind grundauf verschieden)
    HC - Heimcomputer
    EC - ???
    KC - Kleincomputer
    LC - Lerncomputer (hatte nur nen hex-display mit nen paar status-LEDs)
    MC - ??? (zum brennen von EPROMs)
    PC - weiss doch jeder, oder??? :rofl:
    WC - und das erst recht :D

  • Der AC 1 ist bei http://www.robotron-net.de/eigenbau.html zu bewundern.


    MC siehe http://www.robotron-net.de/pc_s.html


    mikroprozessorgesteuertes Basisgerät für allgemeine technische Anwendungen. Durch entsprechende Modifizierung wurde es als Steuergerät für Labor- und industrielle Prozesse, als Test- und Inbetriebnahmegerät für die Entwicklung, Prüfung und Fehlersuche mikroprozessorgesteuerter Anlagen sowie als EPROM-Programmiergerät eingesetzt.


    EC dto


    Der ESER-Personalcomputer EC1834 ist ein leistungsfähiger Arbeitsplatzrechner für alle Bereiche der Volkswirtschaft.

  • Zitat

    Originally posted by Fr_An
    kein Junost) dann BASIC mit Grafik, d.h. zum Beispiel eine Kurve aus der Strömungsmechanik (war ein Beleg meiner Frau).


    Strömungsmechanik? Kommt mir bekannt vor, denn das gehörte zum Studium KWT an der IH/ TH Zittau.


    Der PC1715 war das Allerheiligste und durfte nur in Ausnahmefällen (großer Beleg, Diplom) unter Aufsicht benutzt werden.


    Inzwischen baue ich mir einen Backup-Server mit Streamer zu Hause zusammen und hänge ihn in mein Netz - aus Teilen die beim PC-Basteln bzw. in meiner Fa. nach Aufrüstaktionen übriggeblieben sind. Das nenne ich Recycling :D


    Der A5120 wurde von meinem Schwiegervater (Techn. Zeichner und Konstrukteur) zum Programmieren von statischen und dynamischen Berechnungen genutzt. Er stand bei Ihm nach der Wende im Kelle und wurde aus Platzgründen leider entsorgt :heul:


    Gruß
    Heiko


    P.S.:


    Ich glaube, dass es gut ist öfter mal zuückzuschauen und zu bewerten, ob wirklich alles besser geworden ist ;) Meine Tochter ist 14 und wenn ich sehe, was und vor allem wie in der Schule gelehrt wird, muss man das bezweifeln. Von Systematik und Denken in Zusammenhängen keine Spur :motz:

    Die eigene Freiheit endet da, wo die Freiheit des Anderen beginnt

  • Zitat

    Originally posted by HeikoD
    Strömungsmechanik? Kommt mir bekannt vor, denn das gehörte zum Studium KWT an der IH/ TH Zittau.


    Meine Frau hat Anlagenbau studiert.


    Als Hilfsassi durfte ich an einem Schneider allein arbeiten. Das war ein Programm in GWBasic und hatte irgendwas mit Werkstofftehnik zu tun.


    Ich habe leider keine Firma an der Hand, wo ich ein paar Teile abstauben kann. Über meinen Schwiegervater hab ih mal einen 15"-Monitor für 30 DM bekommen. Aber sonst liegt hier auch noch etwas Elektronikschrott herum.


    Zitat

    Originally posted by HeikoD
    Ich glaube, dass es gut ist öfter mal zuückzuschauen und zu bewerten, ob wirklich alles besser geworden ist ;) Meine Tochter ist 14 und wenn ich sehe, was und vor allem wie in der Schule gelehrt wird, muss man das bezweifeln. Von Systematik und Denken in Zusammenhängen keine Spur :motz:


    Stimmt, deshalb gehen meine Töchter (16 und 11) auf eine kath. Schule. Da lernen sie mehr und besser als in einer staatlichen.

  • Junge Junge !


    Wie seid Ihr denn drauf ?
    Mit 33/38 schon in Nostalgie schwelgen?
    Jungspunde. :D


    1.) Computer Von Programmierbaren Taschenrechnern mal abgesehen:
    Laser VZ200 16 kB RAM (Kommt man immer mit aus ...) Gummitastatur und Z80A Processor Gelernt wurde an einem TRS80 mit Floppy (Inschinörschule.)
    (Kam in diesem Thread auch schon vor.)


    2. Katholisches Gymnasium ? HeHe . Meine beiden Blagen auch, obwohl die evangelisch sind.


    Der erste PV war 1987 für 2500DEM.
    640 kB Speicher (Bill hat gesagt, das reicht.)
    2 Mal große Floppy (360 kb) , Herculeskarte, Monitor, Tastatur.
    Das war es. Damals konnte man Windows noch mit 3 Floppies laufen lassen. Windows 1.0 wohlgemerkt ! :)


    1.HD 950 DEM = 20 MB mit Koontroller, dafür bin ich 100 km gefahren, um den Preis zu bekommen und das im Ruhrgebiet !!!


    Mann was habe ich ein Geld in Zeug gesteckt was 2 Jahre später im Elektromnikschrott landete.

  • Zitat

    Originally posted by bergh
    Jungspunde. :D


    Du bist nicht einmal fünf Jahre älter als ich. ;)


    Und warum keine Ostalgie. Die DDR ist schon 13 Jahre Geschichte. :cool:


    Zitat

    Originally posted by bergh
    [B]2. Katholisches Gymnasium ? HeHe . Meine beiden Blagen auch, obwohl die evangelisch sind.

    Zitat


    Ist bei mir nicht anders. Es werden katholische, evengelische und konfessionslose Kinder aufgenommen. Bedingung, damit es Geld vom Land gibt.

  • Du meine Güte, habt ihr JUNGSPUNDE ( :D :D :D ) Probleme! Da seid ihr allesamt aber noch ´n gaaanzes Stück weg, um dahin zu kommen, wo ich schon bin...


    ...und wenn´s so weitergeht wie bisher, fange ICH bald mal an, aufzuzählen, womit ICH (vor ca. 25 Jahren) anfing. Mir sträuben sich heute jedenfalls noch alle Nackenhaare, wenn ich daran (und an die Preise) denke.


    Jedenfalls habe ich meinen ersten (Spiel)-Computer selbst zusammengelötet. War für mich als Elektronik-Techniker ja nicht allzuschwer...


    Jetzt gebe ich euch mal zu raten, um welches elektronische Spiel es bei meinem Erstlingswerk ging? (Richtig! Das war diese wahnsinnig spannende "Ping-Pong"! Genau; das mit dieser Wahnsinns-Grafik: Viereckiger "Ball" springt zwischen zwei senkrecht verschiebbaren Rechtecken, welche per Poti am Bildschirmrand rauf- und runtergeschoben werden konnten und den "Ball" zurückwarfen, wenn man ihn denn traf.


    Das Ganze war seinerzeit DER Knaller. Und meine damaligen Freunde rissen mir das Teil bei jedem Besuch förmlich aus der Hand, um damit zu "zocken"! :D


    Und ICH hatte das Ding ja schon, bevor die ersten "professionellen" Spielgeräte mit diesem absoluten Schlagerspiel auf dem Markt waren.


    Ach so: Gekostet hat mich der ganze Quatsch seinerzeit so ca. 600DMchen für die elektr. Bauteile, weil ich´s ja, wie gesagt, selbst gebaut habe.


    Mann, waren DAS Zeiten. ;)


    Gruß, Euer (alter :cool: ) Rudi

    ...Alter schützt vor´m Computer nicht!......


    Aber manche Greise sind doch noch weise!!

  • :eek:


    Tja, da bin ich wohl raus.


    Rudi hat gewonnen.:D

    Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum sofort verschwinden und etwas noch Unerklärlicheres und Bizarres an seine Stelle treten wird, sobald jemand herausfindet, wofür es gut ist und warum es existiert.


    Es gibt eine andere Theorie, die besagt, dass das bereits geschehen ist.