Morgen beginnt die Tour ... ohne Ullrich und Basso

  • Hi,


    gerade auf dem ARD-Text gelesen und bei Sport1 die Bestätigung: Die morgen beginnende Tour wird ohne Ullrich und Basso sowie anderer Favoriten woe Mancebo starten. Es werden keine Fahrer nachnominiert, d.h. t-mobile startet nur mit 7 Leuten.


    Nur das Team meines Lieblingsfahrers, Winokurov, lässt alle Fahrer im Team ... noch?


    Quelle:
    http://www.sport1.de/de/sport/artikel_182815.html

    Erschreckend:
    Über 60 Millionen Deutsche können nicht richtig Ostdeutsch.
    Schreib dich nicht ab - lerne Ostdeutsch.

  • Heftig, oder?
    Ich meine, wenn die mit drinstecken, ok, aber wenn da irgendjemand Namen auf Blutbeutel schreibt, erscheint mir das als Beweis ein bißchen dünn.
    Und Ullrich wäre schon verdammt dreist, es nochmal zu probieren...


    Zap

    "Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit."
    Benjamin Franklin


    mein Rechenknecht

  • Nun, ich kann die teamleiter dahingehend verstehen, dass die um ihre Sponsoren fürchten. Speziell CSC (Basso und Riis haben sicher eine der besten und engsten Fahrer-Leiter-Beziehungen) stand in den letzten Jahren trotz Klasseleistungen finanziell nie so gut da wie t-mobile oder US Postal/Discovery Channel. Die können es sich nicht leisten den Sponsor zu verlieren, egal was in 2 Monaten bewiesen wird, JETZT wirft das erstmal kein gutes Licht auf den Sponsor.


    Frage ist, wer jetzt noch als Favorit bleibt: Winokurov, vielleicht Klöden, Popovich (DC ist ja noch komplett), Floyd Landis, Leipheimer und Totschnig von Gerolsteiner denke ich nicht, vielleicht Valverde und Cunego. Ansehen werde ich mir die Tour trotzdem.

    Erschreckend:
    Über 60 Millionen Deutsche können nicht richtig Ostdeutsch.
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  • Es sollen ja 57 Fahrer ausgeschlossen werden.
    Schade, ich habe mich als Zuschauer auf die Tour gefreut, nun ist die ganze Freude weg. Langsam wird dieser Sport uninteressant.
    Sollte Ullrich tatsächlich schuldig sein, so muß ich sagen er ist ein Riesen-A...ch. Er hat nie aus seinen Fehlern gelernt u. nie an sich selbst (charakterlich) gearbeitet. Er gräbt das Interesse am Radsport in Deutschland wieder ein, das er einst geweckt hat.


    ein sehr entäuschter billy

    Intelligente Menschen sind immer freundlich (Jean Paul Sartre)

  • Im Sonderheft zur Tour äußert sich ein ausländischer "Experte", keine Ahnung wer genau und ob wirklich Experte, über Ullrich (ohne Dopingvorwürfe). Er sagt ihm nach, was Billy schrieb: Er habe sich nie weiterentwickelt, weder technisch noch charakterlich. Dem würde ich so schon zustimmen (auch wenn der Unterton immer so lingt, als ob Ulle seinen Kritikern was schuldet :(). Er hat sich immer auf sein Talent verlassen und ist nach dem Motto gefahren "irgendwann werde ich Tour schon noch gewinnen, wenn ich es nur oft genug versuche". Für seinen Erfolg hat er (vor der Tour) nie konsequent gearbeitet - während der Tour hat er sicher alles gegeben, das reicht aber (fast) nicht.


    Auch wenn Leute wie Kahn oder Schumacher nicht so beliebt sind, das sind ehrgeizige Arbeiter.

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  • Hab´s eben in den Nachrichten gesehen, überrascht bin aber nicht. Die sind doch fast alle gedopt und irgendwann fliegt es eben auf. Ullrich gilt als trainigsfaul und ist immer kurz vor der Tour übergewichtig. Da müssen halt "gewisse Dinge" helfen fit zu werden.

    Gruß Gunnar

  • @ Gunnar


    Solche pauschalen Aussagen finde ich überhaupt nicht schön. Selbst wenn die alle gedopt sind, ist es trotzdem eine Leistung, die Berge in Frankreich zu fahren. Ich bin nach L'Alpe D'Huez hochgefahren, die komplette Stecke. Das ist der blanke Horror, wenn du so untrainiert bist wie ich.

    Erschreckend:
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  • Zitat von ZapBee


    Und Ullrich wäre schon verdammt dreist, es nochmal zu probieren...
    Zap


    Die Sache damals war ja mehr Dummheit. Er hat angeblich in einer Disco eine Pille genommen, somit war es so gesehen kein doping. Ich vermute, er hat die Pille einfach zur Berauschung genommen, ohne dabei den sportlichen Erfolg im Kopf zu haben.


    Mal gespannt, wie das nun weitergeht. Fakt ist aber, wenn Ullrich wirklich unschuldig sein sollte (Beweis durch DNA-Test), dann würde ich die ganze Tour (wenn es während der Tour rauskommt) abbrechen, weil das alles mit Sport nicht mehr viel zu tun hat. Man sollte schon handfeste Beweise haben, um solche Schritte zu unternehmen.

  • ich bin richtig enttäuscht. verfolge seit mehreren Jahren die Tour, aber sowas war noch nicht da... :(


    die diesjährige Tour fällt total in die Hose, selbst wenn Hinkapie, Landies, Leipheimer, oder Valaverde gewinnen sollten, bleibt ein großes Fragezeichen dahinter...
    der Radsport liegt am Boden, selbst der Festina-Skandal von 1998 ist (Virenque heult in die Camera) dagegen nichts.


    Auf eine DNA-Probe bin ich mal gespannt. Glaube aber kaum, daß Ullrich die vornehmen lässt, in meinen Augen hat er Dreck am Stecken....


    Vorgestern war eine sehr informative Reportage in ARD drauf (ging über Blutdoping und auch Armstrong) --> man kann's kaum noch glauben, daß irgendein Spitzenfahrer "sauber" ist....


    zur Suspendierung von Ullrich: alle T-Mobile-Fahrer haben einen Ehrenkodex unterschrieben, daß sie nie etwas mit dem Doping-Doctor Fuentes zu tun gehabt haben. Und nun kommen eben Beweise von der spanischen Polizei auf, daß das eben nicht stimmt. Ullrich war dort, ebenso wie Pevenage, Sevilla. Die Frage ist, ob eben Blutdoping stattfand. Aber was soll er sonst anderes bei Fuentes gemacht haben? Die Experten sind sich einig: Die Suspendierung ist richtig.

    Pioneer PDP-427 XA | Popcorn Hour NMT C-200 | Sony STR-DB 840 QS | Canton Ergo 91 DC

  • Zitat von DerEineRing

    @ Gunnar

    Solche pauschalen Aussagen finde ich überhaupt nicht schön. Selbst wenn die alle gedopt sind, ist es trotzdem eine Leistung, die Berge in Frankreich zu fahren. Ich bin nach L'Alpe D'Huez hochgefahren, die komplette Stecke. Das ist der blanke Horror, wenn du so untrainiert bist wie ich.



    Das mag sein aber du glaubst doch nicht ernsthaft das diese mörderische Tour ohne "Hilfsmittel" zu überstehen ist. Sicher ist es eine Höchstleistung diese Berge hoch zu kommen ... daran besteht kein Zweifel. Aber dieser Sport ist alles andere als sauber. Mir wäre es lieber die würden die Berge langsamer hochfahren dafür mit fairen Mitteln.

    Es war mal ein Bericht im TV in dem ein Mediziner gesagt hat das jeder gedopte Fahrer überführt werden könnte. Und dazu müssen noch nicht mal die Dopingmittel erkannt werden. Es sind bestimmte Blutwerte die sich verändern wenn grundsätzlich Doping eingenommen wurde. Aber wenn solch ein Test zugelassen würde, so der Mediziner, gäbe es keine "Tour de France" mehr. Es war ein sehr interessanter und aufschlußreicher Bericht der auch nachvollziehbar macht das niemand diese Berge mit solchen Tempo hochfahren kann.

    Und trotzdem werde ich mir, wie jedes Jahr, die "Tour der Leiden" anschauen. Wegen der wunderschönen Landschaft und weil der Ausgang völlig offen ist.

    Gruß Gunnar

  • Gewiss ist der Radsport nicht so sauber wie er gerne dargestellt wird. Dass das Tempo der Tour immer schneller wird, liegt ja letztlich nicht an Dopingmitteln, dann müsste ja jeder Sport, der mit verbesserbaren Leistungen "arbeitet" dopingverseucht sein. Denn auch in der Leichtathletik werden ständig Rekorde gebrochen. Im Sonderheft zur Tour (von ARD und ZDF) steht dazu was nettes drin, zumindest nachvollziehbar:
    * bessere Straßenbeläge (in Franreich) niht unüblich die Straße neu zu machen, wenn die Tour kommt). Wer schon einmal bergauf über schlechte Asphaltstraßen gefahren ist, weiß wa sich meine
    * mehr Sprinterteams bzw. mehr Ausreißer als früher
    * Mannschaftszeitfahren


    Dass alle Dopingmethoden nachweisbar sind, halte ich für ein Gerücht. Das geht vielleicht über verdachtsfälle, aber da werden zu viele Unschuldige mit bestraft, die nichts dafür können (z. B. über den zu höhen Hämaglobin-Wert, den man aus dem Wintersport kennt).

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  • Mal ganz davon abgesehen, war Lance Armstrong für meine Begriffe auch gedopt. Ich erinnere mich da an diese eine Etappe in den Bergen (Einzelzeitfahren). Ich glaube, dass war letztes Jahr, bin mir aber nicht sicher. Da ist er den Berg regelrecht "hochgeflogen" und hat die komplette Konkurrenz mehr als alt aussehen lassen. Man hatte da stellenweise das Gefühl, dass er nicht von dieser Welt ist, was seine Leistung anging. Wenn das alles mit rechten Dingen zuging, dann weiss ich es nicht. Also ich glaube nicht dran, dass Armstrong ein fairer Sportsmann ist. Vor allen Dingen muss man sich mal vergegenwärtigen, dass er vor seiner Krebserkrankung ein mittelmässiger Tourfahrer war. Er war damals mehr der Sprinter, denn der "Alleskönner". Dann besiegt er den Krebs und kommt als absolute Granate zurück. Das hört sich für mich alles nach zuviel Märchen an.

  • "Lance Armstrong" ist auch so eine Sache. Ich hatte sogar des öfteren das Gefühl der fährt nicht immer "volle Pulle" weil es dann zu auffällig wird. Dem sah man auch im Gesicht fast nie die Strapazen an wie bei anderen Fahrern.

    Gruß Gunnar

  • Ich finde es unglaublich schade, wie sehr immer wieder versucht wird Armstrong schlecht zu machen. 7 Jahre lang wurde mit allen Mitteln versucht ihm etwas nachzuweisen, nie hat man es geschafft.
    Selbst die Anschuldigungen wegen EPOs '99 wurden von der UCI Komission im Nachhinein als haarsträubende Vorwürfe bezeichnet.
    Nun hat der beste Radsportler aller Zeiten seine Karriere beendet und siehe da, alle Topfahrer sind in einen Doping Skandal verwickelt.
    Genau das finde ich so schwach an Ihnen. Selber Armstrong immer beschmutzen wollen und im Jahr darauf selbst als Sünder dastehen.
    Speziell zu Ullrich: Sich jetzt selbst als Opfer zu bezeichnen grenzt ja fast an eine Frechheit. Sein Name ist ja schon wochenlang gehandelt worden, warum hat er wohl nicht einfach eine DNA Analyse vom Blut des spanischen Doktors durführen lassen?
    Diese Tatsache lässt wohl nur einen Schluss zu: Er hat Dreck am Stecken!


    Eins ist auch noch auffällig. Fast alle Top Teams haben Fahrer die auf dieser Liste stehen, ausgenommen Gerolsteiner und Discovery Channel. Jeder möge daraus seine eigenen Schlüsse ziehen. ;):cool:

  • Zitat von fps

    Selbst die Anschuldigungen wegen EPOs '99 wurden von der UCI Komission im Nachhinein als haarsträubende Vorwürfe bezeichnet.


    Das ist nicht richtig. Die Proben waren 1999 negativ, jetzt wurden sie mit neuen Methoden untersucht und es wurde EPO festgestellt, nur zählen diese Proben nicht mehr. Die hätten nicht einmal veröffentlich werden dürfen. Das war der Grund, nicht weil die Proben negativ waren.


    Mal angesehen davon, kann man Armstrong wohl nicht als besten Radfahrer aller Zeiten bezeichnen. Sowas gibt es nicht. Auch Merckx ist das nicht. In den 70er hätte der sich keine Freunde gemacht, hätte der sich nur auf die Tour konzentriert. "Das machet man damals einfach nicht". Der hätte sicher mehr Siege einfahren können. Heute MUSS du dich auf die Tour konzentrieren. Das ist kein Vergleich.

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  • Wenn man den Faden aber dann mal weiterspinnt und sagt, Ullrich und Basso, als Armstrongs Hauptgegner der letzten beiden Jahre seien gedopt gewesen und Armstrong nicht, hätte der ja, seine Gegner, wenn die "normal" gefahren wären im zweitstelligen Rückstandsbereich gehalten - über Jahre hinweg (Basso und Ulle mal nur als Bsp. gesegen). 7 Jahre, kein schlechter Tag, nach einer Krebserkrankung. Niemals.


    Wenn Leute oft das immer das steigende Durchschnittstempo der Tour als Zeichen für sehr viel Doping sehen, wie sollte man denn das sehen. Viellleicht sollte man mal Mulder und Scully auf den Ami ansetzen oder der Terminator ist aus dem Jahr 2020 in die Vergangenheit gereist und fährt lieber die Tour.:D

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  • Zitat von DerEineRing

    Das ist nicht richtig. Die Proben waren 1999 negativ, jetzt wurden sie mit neuen Methoden untersucht und es wurde EPO festgestellt, nur zählen diese Proben nicht mehr.


    Ich glaube dir ist eine Kleinigkeit entgangen ;): Vor etwa 4 Wochen ist der Untersuchungsbericht der UCI zum Fall Armstrong im Jahr 99 veröffentlicht worden. Der Leiter der Untersuchungskomission (ehemaliger Funktionär des UCI) hat eben diese Anschuldigungen als haltlos zurückgewiesen.
    Link: http://sport.orf.at/060526-1/index.html


    Das mit den 7 Jahre lang keinen schlechten Tag würde ich so auch nicht stehen lassen. Nehmen wir z.B. das lange Zeitfahren 2003. Dort verlor Armstrong glaube ich 90 Sekunden auf Ullrich.

  • Mussten sie ihn nicht freisprechen weil keine B-Probe vorhanden war.
    Die Doperei würde vielleicht weniger reizvoll wenn zb. nach 1 , 5 und 10 Jahren eine Nachuntersuchung stattfinden würde und die Tourergebnisse noch nach Jahren korregiert würden.
    Oder gleich die kp. Doperei erlauben . Damit währen dann auch wieder Chancengleichheit hergestellt.

  • Du hast recht, das Zeitfahren 2003 waren neben einem Schlussanstieg 2003 wo er Armstrong nochmal 7 oder 8 Sekunden abgenommen hat der einzige Teilerfolg bei der Tour. Ich meinte aber in der Gesamtwertung, das ist es ja was zählt.


    Deinem Link kann ich aber nur entnehmen, dass er freigesprochen wurde. Das habe ich auch nicht bestritten. Ich habe geschrieben, dass die gelagerten Proben von 1999 damals negativ waren. Jetzt wurde aber was nachgewiesen, mit den neuen Methoden. Nur sind die Nachweise jetzt nicht mehr gültig. deshalb wurde er freigesprochen. 1999 war man beim nachweis von EPO bei weitem noch nicht soweit wie heute.

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