"Hybrid film/interlaced" laut MeGUI - Analyse korrekt?

  • Hallo,


    seit kurzem nutze ich DVB-C und wollte jetzt mal einige Probeaufnahmen mit XviD konvertieren, um die Qualität (gerade mit dem alten analogen Signal) zu vergleichen.


    MeGUI sagt mir nach seiner Analyse, dass es sich bei der Aufnahme um "Hybrid film/interlaced. Mostly interlaced" handelt und schlägt zum Deinterlacen tfm(order=1).tdecimate(hybrid=3) vor. Ich habe zwar nur grundlegende Kenntnisse von Avisynth, aber bei dieser Filterkombination scheint es sich ja doch um eine sehr spezielle zu handeln. Normalerweise hätte ich wahrscheinlich einfach Yadif oder TomsMoComp "drübergejagt".


    Hier findet ihr einen kleinen Ausschnitt des Materials: http://rapidshare.com/files/125150263/sat1dvb.rar.html


    Könnt ihr mir sagen, ob MeGUI mit seiner Analyse/seinen Filtervorschlägen richtig liegt? Sollte ich in diesem Fall keinen gewöhnlichen Deinterlacer verwenden oder kann z.B. Yadif mit diesem speziellen Material auch ohne Probleme umgehen?


    Es wäre sehr freundlich, wenn ihr mir weiterhelfen würdet :)


    Gruß,
    ph4nt0m

  • Danke erstmal für deine Antwort! :)
    Ich habe den Vorschlag umgesetzt, allerdings taugt das nur für Einzelbildvergleiche, denn mein Rechner ist nicht schnell genug, um beide Clips in Echtzeit zu berechnen. Und gerade bei Deinterlacing sagen doch Standbilder oftmals kaum etwas über die Qualität aus.


    Mir fällt soweit jedenfalls auf, dass das von Yadif erzeugte Bild etwas weicher aussieht. Beim MeGUI Vorschlag scheinen mehr Details, somit allerdings auch wesentlich mehr Artefakte erhalten zu bleiben (die Quelle ist ja nicht gerade sehr gut). Rein von den Einzelbildern her gefällt mir die Yadif-Variante also besser. Aber es geht mir ja auch darum, ob es sich nicht um eine Art besondere Frameabfolge handelt, mit der Yadif vielleicht doch nicht so gut zurecht kommt. Auf den ersten Blick sieht man das ja leider nicht immer.


    Gruß,
    ph4nt0m

  • Du kannst ja auch über das AviSynth-Skript (mit StackHorizontal oder StackVertical) ein Stück Video als AVI speichern, z.B. mit Huffyuv-Codec. Dann kannst du auch das laufende Video prima vergleichen.


    bb

  • Beim MeGUI Vorschlag scheinen mehr Details, somit allerdings auch wesentlich mehr Artefakte erhalten zu bleiben


    Aktivere doch zum Vergleich bei MeGUI die Interlace-Kodierung und verwende keinen Deinterlace-Filter. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Jedenfalls mit meinem Oppo DVD Player und der Sony PS3.

  • Na, soviel zum Thema "automatische Analyse & Lösungsvorschlag". Des Lenßens Partner sind einfach nur interlaced, daher ist ein Deinterlacer empfehlenswert. Ein Fieldmatcher wie TFM hat da eigentlich nichts verloren, und ein Dezimierer wie TDecimate hat da überhaupt nichts verloren...


    Deinterlacing-Beispiele von zwei verschiedenen Enden der Performance/Qualitäts-Skala:


    Sample (Mediafire, ~41MB)

  • Danke für deinen hilfreichen Beitrag. Da sieht man wohl, dass MeGUI sich auch durchaus mal komplett täuschen kann und nichts über eine profressionelle Analyse geht ;)


    Könntest du mir die passenden Scripts zu den beiden Beispielen zukommen lassen? Das TempGaussMC Sample sieht auf den ersten Blick wesentlich sauberer aus, wenn ich einzelne Bilder mit der Yadif-Version vergleiche. Kann dein Filter auch in Bezug auf möglichst natürliche Bewegungen (sofern das eben bei 25 fps progressive möglich ist) mit anderen Deinterlacern mithalten oder sollte man ihn eigentlich lieber nur als Bobber für Ausgaben mit 50 fps verwenden?


    Im Prinzip würde ich zum Archivieren eben am liebsten ganz normale XviD-Avis mit 25fps haben und frage mich nun, welcher Filter dafür bei diesem speziellen Material wohl besser geeignet ist.


    Gruß,
    ph4nt0m