Ton aus Analog-Aufnahme (VHS) in digitale Aufnahme integrieren ...

  • Hallo!


    Ich habe eine alte Videoaufnahme mit deutscher Tonspur!


    Den Film gibt es auch digital (bessere Videoqualität als die alte VHS-Aufnahme), allerdings ist er nicht mit deutscher Tonspur erhältlich.


    Folglich bietet es sich an, die dt. Tonspur aus dem Video dem digitalem Material zu unterlegen.


    Vorab meine Frage:


    Ich könnte mir vorstellen, dass die Tonspur aus dem Video nicht 100%ig exakt die passende Länge zu dem digitalen Material hat, da schließlich ein VHS-Rekorder mit seiner Mechanik sicherlich doch gewisse Schwankungen hatte, die sich in der Aufnahme und Tonspur niederschlage.


    Sollte meine vorstehende Annahme zutreffen: Wie geht man hier am besten vor?
    Ich vermute, dass man in der Tonspur am besten an passenden Stellen (ruhigen, tonlosen Übergängen) negative bzw. positive Delays einstreut, damit letztlich alles "passt" und die Audiospur aus dem VHS-Video synchron mit dem digitalen Videomaterial ist.


    Treffen meine Überlegungen zu? Macht man das am besten mit Virtual Dub?


    Danke und nette Grüße
    testit

  • Zitat

    Macht man das am besten mit Virtual Dub?

    Nein.


    Ein einfachen Videobearb.Programm das eine zusätzliche Audiospur bietet reicht aus.


    Original von DVD,also Bild und Ton auf die VA Spur.
    Der Ton von der VHS auf die sep.Audiospur,ev.schon extern vorgefiltert.
    Für beide Audioanteile die "Wellenform" aktivieren,einschalten,so "sieht" man schon etwas mehr.
    Nun das "VHS"-Audio an den Film anpassen,schneiden,verschieben,Fade-in,Fade Out.........
    Ev hilfts wenn man das Originalaudio in der Lautheit etwas runtersetzt.


    Ists geschafft......Audioanteil[DVD-Spur] auf Mute stellen und den Film mit der neuen Audiospur,probehören.
    Das Ganze kann in enorm viel Arbeit ausarten also Geduld mitbringen.Es muss ja nicht alles an einem Abend gemacht sein.
    Einfach nicht vergessen ab und zu den "Stand" abzuspeichern.Viele Tools machen das automatisch bei anderen kann man den "Speicherintervall" einstellen.


    Am Schluss nur den berichtigten "VHS-Ton in AC3 abspeichern.
    Von der DVD nur den Bildanteil abspeichern und dann Beides mit einem geeigneten Muxer wieder verbinden.
    Der Muxer soll nur das Audio mit dem Video verzahnen ohne neu zu rendern.Denn einfachere Tools rendern den Bildanteil neu,was sich in etwas schlechterer Quali bemerkbar macht.
    Hochwertige Videobearb.Programme rendern zwar auch,da kommt aber zumeist ein Top-Codierer zum Einsatz.Da ist sozusagen kein sichtbarer Verlust mehr auszumachen...wenn man die Einstellungen richtig setzt....aber nur für einen Film einen hochwertigen Codierer einzusetzen.........................


    Hier mal einen Screen.....Video und Audio und unten die nur Audiospur.
    Für die genauere Bearbeitung kann man natürlich den "Spurbalken" noch "auseinanderziehen"......so kann man auf 40 Millisek. und je nach Tool sogar auf 1 Millisek.genau arbeiten.[40 Millisekunden ist bei PAL die Länge eines einzelnen Bildframes]


    Beispielscreen.
    http://img35.imageshack.us/img35/4483/cutt1.jpg

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  • Moin,

    wie Wendo - ein einfaches Videoschnittprogramm reicht. Ich benutze für sowas Let's Edit2.
    Bist Du sicher, dass die neue digitale Version PAL ist? Bei NTSC hättest Du schon unterschiedliche Laufzeiten.

    Gruß Karl

  • Ich kann für sowas eigentlich immer Magix Video Deluxe empfehlen. Eine alte Version wie z.B. die 15 reicht vollkommen.


    Man ordnet sich dann die Spuren folgendermaßen an:


    1. Video an welches man den Ton anpasst
    2. Ton davon
    3. Video mit der schlechteren Bildqualität z.B. deutsche VHS-Aufnahme
    4. Ton davon


    Spur 1+2, 3+4 verbindet man über das Kettensymbol, Spur 2 stellt man auf Mute und Spur 3 zieht man an der Raute ein paar Pixel nach unten, sodass im Vorschaufenster beide Videos übereinander sichtbar sind.


    Man bewegt dann das untere Video so, dass der erste Szenenwechsel übereinander passt. Mit Strg+4, Strg+3, Strg+2 kann man immer weiter hineinzoomen, bis man mit Strg+1 genau 1 Bild auf der Timeline mit einem Bild des Videos im Einklang sieht.
    Dabei verfeinert man die Position des unteren Videos bis die Szenenwechsel genau übereinander passen und zoomt dann hinaus mit Strg+8.


    Man fährt mit dem Cursor nun solange langsam von links nach rechts auf der Timeline, bis im Vorschaufenster die Bewegungen nicht mehr genau übereinanderpassen. Dann hat man an der Stelle einen Schnitt gefunden, an dem das "deutsche" Material nicht mehr zum oberen Video passt. Dort trennt man mit T die Spur auf und verschiebt nun den Rest wieder, sodass alles übereinander passt. Den Auftrenn-Schritt muss man ggf. wiederholen.
    An den Übergängen verfeinert man noch die Tonspur durch Ein/Ausblenden oder indem man fehlendes Material aus der "englischen" Tonspur heraustrennt und in die "deutsche" Spur nach Unten zieht.


    Zum Schluss lässt man sich über Alt+H die Tonspur ausgeben, welche nun Bildgenau angepasst ist.


    So spart man sich aufwändiges Lipsync, denn anhand von Effekten die deutlich aus der Wave hinausschauen funktioniert das ganze nicht perfekt. Diese sind in der "deutschen" Abmischung oft um bis zu 120ms verschoben.

  • Zitat

    Dabei verfeinert man die Position des unteren Videos bis die Szenenwechsel genau übereinander passen


    Ja,ist auch eine Lösung,für einen Anfänger ohne ext.Kontrollmöglichkeit von Bild und Ton.
    Wird hier auch angewendet wenn z.Bsp. die Ausgaberesultate von diversen Zuspieler miteinander verglichen werden müssen.


    Mit -TiLT`s- Vorschlag kommt er sicher schneller zum Ziel.

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  • Hallo,


    ich möchte nochmals diesen Thread "aufwärmen":


    Wie sieht es aus, wenn eine Audiospur deswegen asynchron zum Film verläuft, weil sie schlicht ein wenig zu schnell abspielt (obwohl zu Beginn des Films lippensynchron), also bspw. dann am Ende bspw. 2-3 Sekunden negativen Versatz (Sprache ist zu hören, bevor Schauspieler den Mund aufmacht)?


    Wenn ich das richtig sehe, läßt sich so etwas mit einer time-stretching-Funktion korrigieren, die bspw. Audacity mit seiner TEMPO-Funktion hat (ohne Pitching-Effekt).
    Nur hat man hierbei ja keinerlei Kontrolle zur Lippenbewegung im zugehörigen Video.


    Welches Videoschnittprogramm ist denn in der Lage, in einer Audio-Spur ein Time-Stretching zu machen, so dass ich sofort nach hinten zum Filmende gehen und beurteilen kann, ob ich korrekt "gestretcht" habe, oder noch korrigieren muß?


    UND:
    Wenn ich mit solch einem Videoschnittprogramm die Audiospur entsprechend angepasst habe .. Kann ich dann die Audiospur separat speichern, damit das Ursprungsvideo unangetastet bleibt?



    Danke und Gruß

  • Zitat

    Welches Videoschnittprogramm ist denn in der Lage, in einer Audio-Spur ein Time-Stretching zu machen, so dass ich sofort nach hinten zum Filmende gehen und beurteilen kann, ob ich korrekt "gestretcht" habe, oder noch korrigieren muß?


    Ich arbeite eigentlich nur noch mit Edius.
    Empfehlen kann ich Dir die Version 5,gibts ab und an günstig zu kaufen.
    Ist einfacher als die neue V.6.03


    Zitat

    Kann ich dann die Audiospur separat speichern, damit das Ursprungsvideo unangetastet bleibt?


    Ja,natürlich.
    Muss ich ja meistens machen da das Audio noch bearbeitet werden muss.[Wavelab und dem Restorationsbundle]

    Zitat


    Nur hat man hierbei ja keinerlei Kontrolle zur Lippenbewegung im zugehörigen Video.


    Hast Du aber in den meisten Videobearb.Programmen.
    Hier geht Bild und Ton auch extern zum Kontr.Moni.
    Du kannst das "Vorschaufenster" in Edius etwas vergrössern und dann wieder zum normal arbeiten zurückstellen.

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  • Hallo,


    vielen Dank für den Hinweis, hatte von diesem Produkt bis dato noch nichts gehört.


    Ich habe mir inzwischen eine Mag. Video-Trial heruntergeladen, das offenbar über o.a. Stretch-Funktion verfügt.


    Vielleicht kann mir jd. folgende generelle Frage beantworten:


    - Kann man bei Video Deluxe auch nur bestimmte Bereiche stretchen, oder wirkt sich das immer auf das gesamte Audio-File aus?
    - Gleiche Frage betr. einen Delay-Wert: kann ich mit Video Deluxe an verschiedenen Stellen Delays einbauen in der Audio-Spur?


    Danke im voraus


    testit

  • Wenn Du nur bestimmte Bereiche stretchen willst, dann musst Du an geeigneter Stelle einen Schnittpunkt setzen.


    Somit wird dann ja nur der Bereich nach oder vor dem Schnittpunkt verändert. ;)


    Was für Delays willst Du setzen und wofür sollen die gut sein?

  • Hallo,


    ich habe eine DVD mit einem digital überarbeiteten alten Film gekauft. Die DVD hat aber keine deutsche Tonspur.
    Vor ca. 10 Jahren wurde der Film aber einmal im deutschen TV ausgestrahlt und ich habe ihn aufgenommen (VHS).


    Ich würde nun gerne dem hervorragenden Videomaterial eine deutsche Tonspur hinzufügen, aber das ist bei weitem nicht so einfach wie üblich, da die Tonspur offenbar "schneller" läuft als das zugehörige Video. Setze ich am Anfang einen Delay, bleibt das ganze etwa 10 Min synchron, bis der Ton wieder dem Video so stark vorausläuft (also Sätze der Schauspieler zu hören sind, bevor sich deren Mund bewegt), dass es auffällt.


    Man könnte nun vermutlich alle 10 Min einen neuen Delaywert in der Audiospur unterbringen, um das Problem zu lösen und dann später die so korrigierte Tonspur mit der Original-Videospur zusammenführen.


    Daher meine Frage, ob Video Deluxe es unterstützt, an beliebigen Stellen in der Audiospur Delays einzustreuen.


    Mit der Timestretch-Funktion von Video Deluxe habe ich es nicht hinbekommen, obwohl eigentlich theoretisch die Tonspur zeitlich gestreckt werden müsste, damit sie nicht mehr dem Video immer wieder vorausläuft. Möglicherweise ist hierbei einfach die Auflösung, die ich bei BPM in der Timestretch-Funktion einstellen kann (eine Nachkommastelle) zu gering.


    Kurzum brauche ich eine Software, bei der ich die Videospur laden kann und die Audiospur an beliebigen Stellen delayen bzw. bestimmte Abschnitte der Tonspur stretchen kann, bis der ganze Film gesynct ist, um abschließend die so erzeugte Tonspur separat abspeichern zu können.


    Wahrscheinlich geht dies mit Edius, das Goldwingfather empfohlen hat, aber ich schrecke derzeit noch ein wenig davor zurück, mich in so ein Programm einzuarbeiten, das ich noch nie genutzt habe, wenn es auch einfachere Möglichgkeiten geben sollte.



    Nette Grüße
    testit

  • Den Delay Effekt kannst Du durch das Stretchen erzielen - anders wüsste ich das nicht zu lösen.


    Wenn Du mitten im Film nen Delay setzen würdest, dann hättest Du an der Stelle ja Stille.


    Mit dem Setzen von Schnittpunkten funktioniert das Anpassen der Tonspur erfahrungsgemäss sehr gut.


    Beim Stretchen ist es wichtig, das nicht jedes Mal die gesamte Spur maltretiert wird, sondern immer nur ein Stück.


    Im Regefall setze ich immer so weit vorher einen Schnittpunkt, dass ich die Tonspur um 1% stauche oder stretche. Je nach Alter und Qualität der unterschiedlichen Qellen macht es aber auch Sinn, Szenenweise zu schneiden und zu stretchen. ;)

  • Hans Dampf: Bei Ableton Live nennt man das glaub ich Warping. Man setzt Fixpunkte, kann diese jedoch verschieben, es ändert sich aber nur das benachbarte Umfeld.
    So eine Funktion wünsche ich mir schon länger in Videobearbeitungssoftware, aber ich glaub das ist zu speziell.

  • Hmmm.... Der Warpmodus von Ableton Live ist wenn ich mich recht entsinne eine Art Pitch.


    Ich frage mich jedoch inwiefern es Sinn macht, ein Videoschnittprogramm mit einem Sequencer zu vergleichen.


    Wenn Du an bestimmten Stellen den Ton stretchst ist das ja quasi auch ein Pitch und viel Arbeit ist es so oder so, aber wenn man sich an den Frames orientiert geht es eigentlich.


    Richtig gruselig ist es eigentlich nur, wenn man keine Bildspuren hat und eine der Audiospuren schon öfter mal gequält wurde. ;)

  • Hallo,


    ich habe mir mit Audacity einmal die Original-Tonspur und darunter die deutsche (die ich aus einem VHS Video habe) gelegt, um einen Vergleich anstellen zu können:


    Zunächst läuft alles parallel, dann hängt die deutsche Tonspur leicht hinterher, um anschließend die O-Tonspur stetig einzuholen, bis die O-Tonspur sogar überholt wird.
    Gegen Ende des Films hängt dann die O-Tonspur der deutschen mehrere Sekunden hinterher.


    Es ist echt ein Alptraum.


    FRAGEN:


    Kann ich mit Cuttermaran das ganze Video mit dt. Tonspur in mehrere Teile "schnippeln", die dann jeweils ihren eigenen Delaywert haben und diese dann anschließend wieder muxen?


    Bsp.: Die ersten 10 Min laufen Lippenbewegung und dt. Tonspur synchron. Ich könnte somit diese 10 Min schon mal rausschneiden, dann für die nächsten XY Min einen neuen Delaywert vorgeben, bis es wieder asynchron wird und dann den betreffenden Part,also die XY Minuten herausschneiden (natürlich geschickterweise bei Szenenwechsel mit Dunkelbild ohne Ton o.ä.).


    Die Frage ist, ob beim anschließenden Muxen die unterschiedlichen Delaywerte der Teilstücke (1.m2v 1.mp2, 2.m2v 2.mp2,..., n.m2v n.mp2) Probleme machen?
    Und mit welcher Software muxe ich MEHRERE solcher Teilstücke?


    Ich habe soeben festgestellt, dass ein mit Cuttermaran ordnungsgemäß geschnittener Abschnitt, der in Cuttermaran korrekt synct, nach dem Muxen erneut Probleme bereitet bzw. der Sync zw. Video und Audio nicht mehr stimmt.


    Kann es sein, dass mein Audio-File Probleme bereitet und für die o.a. Probleme verantwortlich ist?


    MediaInfo zeigt an:




    Nette Grüße
    testit

  • Also wie gesagt muss der Ton entweder gestaucht werden oder gestretcht.


    Mit nem Delay ist da doch nichts zu machen, den kann man ja nur am Anfang setzen und nicht mitten im Stream.

  • Hi,


    wie kommst Du darauf, dass ich einen Film nicht in mehrere Teile "zerschneiden" (und abspeichern) kann, für die ich anschließend keine separaten Delays setzen könnte?
    Die Software weiß doch nicht, ob es sich bei einer geladenen Video/Audiospur-Kombination um einen ganzen Film oder nur einen Teil eines ganzen Films handelt, oder?



    Die Frage ist doch vielmehr, ob ich später derartige Files wieder zu EINEM File zusammenfügen kann ...



    Nette Grüße
    testit

  • Selbstverständlich kannst Du den Film in beliebige Teile zerschneiden und die asynchronen Stellen mit anderem Delay muxen, aber...


    1. Ist das 8 mal soviel Arbeit wie das Bearbeiten der Tonspur


    und


    2. Geht der Delay dann spätestens beim Zusammenmuxen der einzelnen Teile wieder flöten


    Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, wie das funktionieren soll, hättest Du aber im Endprodukt entweder überschneidungen oder Löcher.


    Mein Tipp...


    Demux beide Streams, leg dir die beiden Bildpsuren untereinander, dann die beiden Tonspuren untereinander und stretch und stauch Dir was zurecht.


    Ich empfehle dafür Magix Video Deluxe oder noch besser Sony Vegas Pro.


    Das hat vor allem den großen Vorteil, dass Du am Bild sofort erkennen kannst, wann was passiert.


    Das funktioniert definitiv, aber das haben heir ja auch schon andere vor mir erwähnt. ;)

  • Zitat

    2. Geht der Delay dann spätestens beim Zusammenmuxen der einzelnen Teile wieder flöten


    Stille einfügen oder von einer weiteren Audiospur da den passenden Ton zufügen oder oder...


    Zitat

    Demux beide Streams, leg dir die beiden Bildpsuren untereinander, dann die beiden Tonspuren untereinander und stretch und stauch Dir was zurecht.


    Exakt.geht auch nachträglich in Edius,auch da hat man eine Vorschau.Da ists sogar möglich in der Vorschau beide Bildstreams gleichzeitig,halb-halb anzuschauen.


    Zitat

    Ich empfehle dafür Magix Video Deluxe oder noch besser Sony Vegas Pro.


    Hab zwar auch alle V.von vegas,kann aber weder dies noch MVdeluxe empfehlen.
    Beite arbeiten nur im RGB Bereich,das heisst....2maliger Farbraumwechsel.
    Kann mir eigentlich egal sein,klinke mich hier auch aus.

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