GRUB2: Bootmenü konfigurieren

  • Ein modernes Betriebssystem braucht einen modernen, flexiblen Bootmanager.

    Ubuntu 11.04 setzt hier auf GRUB2, um auch ohne größere Probleme verschiedene Bootvarianten, verschiedene Kernelversionen und auch alternative Systeme (32 / 64 bit, MEMTEST86+ und zur Not auch noch Windows) zum Starten anzubieten.

    Das Layout des Bootmenüs wird vom Paketmanagement betreut und bei Update der Kernelversion (oder anderen Systemaktionen, die update-grub aufrufen) auch aktualisiert. Im Grunde muss man sich also nicht unbedingt darum kümmern, die GRUB-Konfiguration zu bearbeiten, und sollte es entsprechend auch nicht unbedingt.

    Was aber, wenn man unbedingt will oder muss?

    Beispielsweise das Festlegen des Standardeintrages für das Bootmenü kann schon relativ kompliziert werden, wenn man sich nur allein dafür erst mal in den Aufbau und die Struktur der grub.cfg einlesen muss. Seit GRUB2 sind ja dort auch Untermenüs möglich, die nach Kernelupdates auch verwendet werden, um ältere Kernelversionen darüber noch verfügbar zu halten. Das Festlegen der Standardauswahl über deren Nummer kann da schon mal Zweifel aufkommen lassen, wie denn zu zählen sei.

    Wer nun in der Synaptik-Paketverwaltung und im Softwareangebot der Distro nachforscht, wird eventuell auf den "StartUp-Manager" stoßen. Dieser soll für die Konfiguration von GRUB geeignet sein ... das ist er auch in Grenzen. Allerdings ist er wahrscheinlich nicht wirklich kompatibel mit GRUB2! Untermenüs kennt er nicht. Daher würde ich von seiner Nutzung eher abraten, denn es kann wohl sein, dass die davon zurückgeschriebene Konfigurationsdatei nicht ganz dem aktuellen Stand der erwarteten Struktur entspricht (GRUB2 speichert auch alles nur in der grub.cfg ohne eine menu.lst).


    Auf der Suche nach leistungsfähigeren Alternativen wurde mir nun der GRUB Customizer vorgeschlagen. Dieser setzt insbesondere auf die Bearbeitung der Reihenfolge der Startmenü-Einträge, ohne dabei das dynamische Verhalten von GRUB außer Kraft zu setzen. Daneben kann er auch die Darstellung (Farben, Auflösung) und auch die Standardauswahl festlegen.

    Zur Installation in Ubuntu am besten einfach die Paketquelle ppa:danielrichter2007/grub-customizer in Synaptic einfügen.


    Weitere Vorschläge sind aber immer noch willkommen.

    Auf gute Zusammenarbeit:

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    Edited 2 times, last by LigH (September 12, 2011 at 11:07 AM).

  • Generell sollte man sich die Themen Grub2 Reparatur, Grub2 Rettungs-Modus und Grub2-Kommandozeile genau anschauen und sogar ausdrucken. Denn erstens kommt es meist anders und zweitens als man denkt. Murphys Gesetz :seher: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen“ Im Zweifelsfalle ist mal wieder die CD nicht zu Hand, der USB-Bootstick unauffindbar und man wird mit der Konsole, bzw Grub2-Komandozeile konfrontiert...
    Da hilft dann auch kein jammern, da muss man einfach durch..:)

    http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2/Reparatur?highlight=grub2

  • Will man in Grub2 die Konfiguration ändern, gibt es zwei Wege.

    Schlechte Idee: Die Datei /boot/grub/grub.cfg editieren und eventuell nicht vorhandene Einträge ergänzen.

    Gute Idee: Das Template /etc/grub.d/40_custom editieren.

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