Staxrip auf Deutsch

  • :welcome:


    Der Autor stax76 ist hier Mitglied. Leider ist er meist praktisch unerreichbar für einige Zeit...


    Er wird sicherlich die Funktionalität als wichtigstes Detail sehen und eine mögliche Lokalisierung erst bei sehr viel Freizeit in Betracht ziehen, vermute ich. Die meisten Fachbegriffe sind für Leute mit Interesse an Video ohnehin bekannt genug, dass eine Zwangsübersetzung nur verwirren würde.


    Die derzeit wohl umfangreichste deutschsprachige Dokumentation ist das Encodingwissen von unserem Mitglied 'Brother John'.

  • Würde mich wundern, wenn es in absehbarer Zeit StaxRip in anderen Sprachen geben würde. Das ist ja nicht ganz unaufwändig. Es braucht die technische Unterstüzung durch die Programmierumgebung (weil selbst will man nicht wirklich ein Framework für die Lokalisierung schreiben) und fähige Übersetzer, die kontinuierlich aktualisieren. Sieht man an vielen Open-Source-Projekten, wo die Übersetzung qualitativ vielleicht gerade mal Hobbyistenansprüchen genügt und ein wilder Sprachmischmasch entsteht, weil die Übersetzung nur sporadisch wenn überhaupt aktualisiert wird.


    Das Problem mit übersetzten Fachbegriffen ist nochmal ne ganz eigene Baustelle. Gerade bei Spezialanwendungen wie StaxRip ist da Englisch + deutsche Doku oft der bessere Weg.

    Brother John
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    DVD nach MPEG-4 klappt nicht? Verzweifelt? Auf zum Encodingwissen!

  • Da Brother John ja eine ziemlich umfangreiche Anleitung dazu geschrieben hat, sollte man auch mit der englischen Version klarkommen. Apropos, welche Einstellung muss ich bei 1 pass xvid wählen, um eine den Scene Releases vergleichbare Qualität zu kriegen?

  • Da die »Szene« keinerlei technische Autorität in Sachen Encoding hat (auf Deutsch: denn sie wissen (oft) nicht, was sie tun), willst nicht wirklich vergleichbare Qualität haben. Kurze Antwort: Nimm x264. Längere Antwort: zu meinen alten Empfehlungen aus dem Encodingwissen stehe ich weiterhin. Allerdings nur, solange es wirklich unbedingt absolut MPEG-4 ASP sein muss und was anderes nicht funktioniert. Ansonsten siehe kurze Antwort.

    Brother John
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    DVD nach MPEG-4 klappt nicht? Verzweifelt? Auf zum Encodingwissen!

  • Danke euch allen...ich werde mal versuchen mich da durch zukämpfen. Bin leider nicht so drin in der Materie und mein Englisch war auch schon mal besser.
    Ist aber nett das Ihr Euch alle gemüht habt.


    LG
    Karin

  • Allerdings nur, solange es wirklich unbedingt absolut MPEG-4 ASP sein muss und was anderes nicht funktioniert.


    Muss sein, weil die Rips für Standalones sind, die kein x.264 (aber anamorph) können und vorerst nicht ausgetauscht werden. Ich hab keinen Nerv auf ewige compressibility tests und trotz der beknackten Regeln bin ich mit der Quali von Scene Releases eigentlich zufrieden. Allerdings sind die auf 640 runtergerechnet und ich will auf 720 bleiben, weil ich ja nicht cappe, sondern die Serien von meinen Original-DVDs rippe. Deswegen wüsste ich gern, welchen Quantizer (2?) ich nehmen muss um vergleichbare Quali zu erreichen. Xvid kennt ja keinen CRF.


    zusätzliche Anmerkung: 1pass Xvid war noch nie ne gute Idee!


    Sagt wer und vor allem wieso?

  • Bestätige.


    Es gibt in Xvid einfach nichts, das vergleichbar wäre mit dem CRF-Modus von x264. Variable Quantisierung nach dem Bedarf der Szene ist sinnvoll, auch bei MPEG4-ASP; leider scheint man das in nur einem Durchlauf nicht so leicht steuern zu können. Und dann hat ASP ja auch noch den Nachteil der doch ziemlich groben Makroblock-Quantisierung, die Unterschiede zwischen QF 3 und 4 sind schon beträchlich, ähnlich denen zwischen QF 18 und 24 für AVC. Um bei ASP die Steuerbarkeit zu verbessern, müsste man vermutlich Matrizen verwenden, die übliche Grundregeln verletzen, z.B. dass die Intra-Komponente (0,0) mit 8 angenommen wird.

  • Imo klingt das gerade ein Stück schlimmer als es wirklich ist. Ich hab damals viel CQ 2 mit der Matrix EQM VR3HR (oder Heinis Mod davon) gemacht. QPel hilft außerdem, zumindest den Eindruck von Detailreichtum zu erzeugen. Klar: Grob 2,5–3 GB pro Film muss man ansetzen, das ist sicher nicht die Ausgeburt an Effizienz und insgesamt immer eine Größenordnung schlechter als x264. Aber so kriegt man schon recht ordentliche Ergebnisse.


    Wie standalone-kompatibel das ist, kann ich nicht beurteilen. Gerade bei den älteren Geräten ist ja jeder Player irgendwie anders kastriert.


    Chetwood, ein Tipp noch, den ich schmerzlich erfahren habe: Wenn du jetzt Serien mit Xvid baust, heb dir AviSynth-Skripte, Frontend-Projekte und ähnliches Drumherum auf. Falls du’s später mit einem modernen Encoder nochmal baust, erleichtert es die Sache ungemein, wenn du das ganze Vorab-Gefiesel nicht machen musst.

    Brother John
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    DVD nach MPEG-4 klappt nicht? Verzweifelt? Auf zum Encodingwissen!

  • Es gibt in Xvid einfach nichts, das vergleichbar wäre mit dem CRF-Modus von x264.


    Ich hab mir mal SD scene realeases angeguckt, die mir - wie gesagt - optisch ansprechend/ausreichend erscheinen. Die haben auf 624x352 ca. 10 MB/s. Wenn ich nun auf 720xX (anamorph) gehe, komme ich auf ca. 18 MB (ca. 1600 MB/Film) und sehe bspw. beim von hinten angestrahlten Logo von Village Roadshow Pictures keinerlei Blockung.


    Falls du’s später mit einem modernen Encoder nochmal baust, erleichtert es die Sache ungemein, wenn du das ganze Vorab-Gefiesel nicht machen musst.


    Danke, aber wie bei mp3s will ich's ja nur 1x machen. Ich hab meine alten CDs mit ~256 kbit VBR gerippt und werde das nicht wiederholen, da für mich Transparenz erreicht ist. Mit neuen encodes würde ich nur unwesentlich mehr Platz sparen (der ja eh billiger wird), hat für mich also keinen Sinn. Meine originalen Scheiben sind das "losless" Backup.

  • Die offiziellen Szenerules für eigene Encodings herzunehmen ist ja nicht illegal. Es ist auch keine besonders gute Idee, aber das ist ein anderes Problem. ;)


    Zitat von Chetwood

    Ich hab meine alten CDs mit ~256 kbit VBR gerippt und werde das nicht wiederholen, da für mich Transparenz erreicht ist. Mit neuen encodes würde ich nur unwesentlich mehr Platz sparen


    Genau mit der Transparenz hat Xvid arge Probleme. Und ein paar Skripte & Co. aufzuheben, kostet ja nix. Vielleicht schließe ich auch nur mal wieder von mir auf andere. Bei Serien schneide ich z.B. immer das »Was bisher geschah« am Folgenanfang raus. Das nervt dermaßen, wenn man mehrere Folgen hintereinander schaut. D.h. ich habe eine ganze Liste an Schnittmarken und ähnlichem manuell zusammengefieseltem Geraffel. Das irgendwann nochmal zu machen, wäre unnötig aufwändig.

    Brother John
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    DVD nach MPEG-4 klappt nicht? Verzweifelt? Auf zum Encodingwissen!

  • Wir machen doch nur private Sicherheitskopien ohne weltweite Verbreitung?


    Eben. Da darf man sich wohl über jegliche Vorlagen unterhalten, ohne dass die Abwahnmafia mitredet.


    wir haben nur festgestellt, dass solche Xvid-Veröffentlichungen 2pass encoding verwenden und deshalb nicht als Beispiel für die Sinnhaftigkeit von Xvid 1pass Encoding taugen.


    Hier ist mein Beispiel.


    Es ist auch keine besonders gute Idee, aber das ist ein anderes Problem.


    Wie gesagt, da haben sich Leute mit mehr Ahnung vom Thema als ich zusammengeschlossen und was festgelegt, was anscheinend von vielen als akzeptabel angesehen wird. Es gibt schlechtere Vorbilder.


    Und ein paar Skripte & Co. aufzuheben, kostet ja nix. Vielleicht schließe ich auch nur mal wieder von mir auf andere.


    Klar. Wer betreibt schon so einen Aufwand (für den ich dir natürlich dankbar bin)? Ich will maximal croppen, Quali festlegen und fertig. Skripte werd ich nicht erstellen.


    Bei Serien schneide ich z.B. immer das »Was bisher geschah« am Folgenanfang raus. Das nervt dermaßen, wenn man mehrere Folgen hintereinander schaut.


    Gibt schlimmeres. Allerdings ist Supernatural für mich bisher die einzige Serie, bei der man diese Intros per DVD-Menü überspringen konnte. Wundere mich bis heute, dass das sonst niemand gemacht hat. Ginge ja auch auf BDs wunderbar per Kapitel.