AVI mit Xvid nicht mehr abspielbar: AVI v2.0 OpenDML

  • Hallo,


    ich habe bisher meine *.VOB bzw. *.VRO meines DVD-Recorders mit ffmpeg unter Windows bzw. unter Linux nach AVI convertiert um diese dann per DLNA meinem Panasonic TV zuzuführen. Das hat bis zum Wochenende eigentlich gut geklappt aber nun erzeugt ffmpeg immer AVI container der version 2.0 (OpenDML) die mein TV nicht mehr abspielt. Ich habe bisher folgende zwei begfehle verwendet:
    1.: ffmpeg -i infile.vro -vcodec libxvid -an -pass 1 -f rawvideo -y /dev/null
    2.: ffmpeg -i infile.vro -vcodec libxvid -acodec mp2 -pass 2 -b:v 2400000 film.avi


    Danach hatte ich bisher immer eine Avi-datei mit folgenden Eigenschaften: (Ausgabe von mediainfo)

    Code
    1. AllgemeinVollständiger Name : \\WILLI\video\Filme\Arte\Die Kathedrale.aviFormat : AVIFormat/Info : Audio Video InterleaveDateigröße : 990 MiBDauer : 1h 28minGesamte Bitrate : 1 565 KbpsKodierendes Programm : Lavf53.24.2VideoID : 0Format : xvidCodec-ID : xvidDauer : 1h 28minBitrate : 1 424 KbpsBreite : 720 PixelHöhe : 406 PixelBildseitenverhältnis : 16:9Bildwiederholungsrate : 25,000 FPSBits/(Pixel*Frame) : 0.195Stream-Größe : 901 MiB (91%)AudioID : 1Format : MPEG AudioFormat-Version : Version 1Format-Profil : Layer 2Codec-ID : 50Dauer : 1h 28minBitraten-Modus : konstantBitrate : 128 KbpsKanäle : 2 KanäleSamplingrate : 48,0 KHzStream-Größe : 81,0 MiB (8%)Ausrichtung : Ausgerichtet an InterleavesInterleave, Dauer : 24 ms (0,60 Video-Frame)Interleave, Vorlaufsdauer : 48 ms


    Jetzt bekomme ich folgende Dateien:



    Eine Analyse mit GSpot hat ergeben, dass der erste Filme "Die Kathedrale" das Format AVI v1.0 hat, währen der zweite, neuere Film das Format OpenDML v2.0 hat.


    Wie kann ich ffmpeg oder einen anderen Convertierer dazu bewegen ein AVI der Version 1.0 zu erzeugen?


    Bitte um Hilfe.


    Danke.

  • Kannst Du mit ffmpeg/mencoder nicht fixen, die machen beide
    wenn die dabei <= 1 GB ist AVI 1.0 und wenn die Datei > 1 GB ist OpenDML AVI.
    An sich wäre 2GB die normale Grenze für den Wechsel, aber aus irgendeinem Grund haben sich die libav Leute mal für 1GB entschieden und soweit mir bekannt gibt es keine Option dies zu umgehen.
    Sicher, dass Du sonst nichts an den Einstellungen beim erstellen der Dateien geändert hast? (ist ungewöhnlich, dass aktuelle Software nicht, wie der DLNA Server nicht mit OpenDML aiv Dateien klar kommt.


    -> Unter Windows könntest Du die Datei mit Avi-Mux Gui nach Avi 1.0 remuxen.
    1. Avi-mux GUI starten
    2. per drag&drop file reinwerfen
    3. 'generate data source form files' drücken
    4. unter Settings->Avis file structure->Avi file structure auf '1' stellen
    5. 'Start' im Hauptfenster drücken und angeben wo die neue Datei hin soll


    Cu Selur


    Ps.: Wüsste auch spontan kein Tool, welches nicht standardmäßig Avi 2.0 erstellt, denke aber z.B. Goldwingfahrer wird da was wissen.

  • An den Einstellungen habe ich nichts geändert (schreibe sie immer von einer Registerkarte ab). Lediglich ein paar Systemupdates sind eingespielt worden (unter Linux). Da war auch einmal ffmpeg dabei. Habe aber nicht gedacht, dass das solche Wirkungen hat. BTW. ich habe etwas gegoogelt und bin beim mencoder auf eine Option -noodml gestoßen. Da ich aber die anderen Optionen und Befehlszeilenoptionen für mencoder nicht kenne, konnte ich mencoder nicht erfolgreich einsetzen. Die man-page von mencoder sagt deutlich weniger als die von ffmeg. Kennt jemand die optionen um mit mencoder eine *.vro Datei nach *.avi zu wandeln (xvid für video und mp2 für audio)?

  • Aktuelle ffmpeg-Versionen für Windows haben auch eine Option -help full — darin habe ich entdeckt:


    Code
    1. avi AVOptions:
    2. -use_odml <int> .D.... use odml index


    Das Flag "D" weist aber auf "decoder/demultiplexer" hin. Beim Erzeugen einer AVI-Datei dürfte das also keine Auswirkung haben, da ist wohl nur ein Kriterium relevant: Ob die Zieldatei größer als 1 GB wird.

  • Code
    1. mencoder "path to input" -ovc xvid -xvidencopts pass=1:turbo:bitrate=1500 -noskip -nosound -o /dev/null
    2. mencoder "path to input" -ovc xvid -xvidencopts pass=2:bitrate=1500 -noskip -oac lavc -lavcopts acodec=mp2 -noodml -of avi -o "path to output"


    sollten valide mencoder 2pass encoding Aufrufe sein um Dateien mit einer Audio- und einer Videospur umzuwandeln.


    Frage ist natürlich ob falls die Datei < 2GB aber > 1 GB ist, ob sie dann noch einwandfrei ist oder ob die 1GB an irgendeiner Beschränkung der ihrer Implementation liegt,... (> 2 GB ist OpenDML aber muss)


    Cu Selur


  • ich habe bisher meine *.VOB bzw. *.VRO meines DVD-Recorders mit ffmpeg unter Windows bzw. unter Linux nach AVI convertiert um diese dann per DLNA meinem Panasonic TV zuzuführen.


    Ist denn AVI Pflicht? Vielleicht geht auch MP4 oder MKV ... da du die Datei sowieso streamen willst, wäre ein stream-fähiger Container vielleicht nicht schlecht. Und du würdest dem AVI Problem aus dem Weg gehen.
    Dein Panasonic kann vielleicht mehr, eventuell auch besseren Codec z.B. H264. xvid war von ffmpeg nie wirklich gut unterstützt.


    mfg,

  • tach auch !


    Panasonics sind SEHR wählerisch, was Formate angeht.
    deshalb füttere ich meinen über eine MediaBox die (fast) alles kann.


    Wenn es einfach sein soll werfe ich noch AutoGK ins feld,
    weil das sehr schöne AVI in XVID oder DIVx erzeugt.
    Allerdings wahrscheinlich auch das neue Format.
    Wobei Siehe Eingangssatz....

  • Zitat

    Nur MPEG1/2 oder AVI mit Xvid aber eben anscheinend nur AVI v1.0.


    Immerhin schon mal was.
    VRO ist mpeg2.[704 x 576 TFF]
    Bekomme regelmässig VRO auf DVD-RAM für die Bearbeitung.


    Zuerst überprüfe ich ob die GOP-Struktur stimmt und es keine "Spitzen" gibt die übers Ziel hinausschiessen,mit Womble 5 [ev.gibts da auch was kostenloses]
    Dann schnappe ich das File,bereinige es von Unnützem und gebe das Endfile in xyz.mpeg2 aus.
    Da nicht neu codiert wird dauert die Erstellung zu Mpeg2 ]für eine Streamdauer von 60 Min.] knapp 0,5 Minuten.


    Zitat

    .........einen anderen Convertierer dazu bewegen ein AVI der Version 1.0 zu erzeugen?


    Da gabs früher einen von Ulead und noch den Canopus DV File Converter.
    den Ersteren müsste ich aber erst in meinem Uraltarchiv suchen,den Zweiteren habe ich installiert.
    Müsste aber erst ein kleines Testfile sehen.


    Zitat

    Leider kann mein Panasonic...


    Mein Samsung kann noch weniger,hat aber von allen getesteten TVs die beste Bildquali.
    Streams bekommt er ab Digicorder + USB3 ext.HDDs oder ab Timeline des Videobearb.Programm.


  • Was ist den eine stimmige GOP-Struktur? Ich bekomme als *.VRO Datei von meinem Panasonic DMR folgendes Format:

    Code
    1. GeneralComplete name : /windows/D/Temp/DVD_RTAV/VR_MOVIE.VROFormat : MPEG-PSFile size : 2.96 GiBDuration : 1h 29mnOverall bit rate mode : VariableOverall bit rate : 4 738 KbpsVideoID : 224 (0xE0)Format : MPEG VideoFormat version : Version 2Format profile : Main@MainFormat settings, BVOP : YesFormat settings, Matrix : DefaultFormat settings, GOP : VariableDuration : 1h 29mnBit rate mode : VariableBit rate : 4 387 KbpsMaximum bit rate : 9 549 KbpsWidth : 704 pixelsHeight : 576 pixelsDisplay aspect ratio : 4:3Frame rate : 25.000 fpsStandard : PALColor space : YUVChroma subsampling : 4:2:0Bit depth : 8 bitsScan type : InterlacedScan order : Top Field FirstCompression mode : LossyBits/(Pixel*Frame) : 0.433Time code of first frame : 00:00:00:00Time code source : Group of pictures headerStream size : 2.74 GiB (93%)Color primaries : BT.601 PALTransfer characteristics : BT.470 System B, BT.470 System GMatrix coefficients : BT.601AudioID : 189 (0xBD)-128 (0x80)Format : AC-3Format/Info : Audio Coding 3Mode extension : CM (complete main)Format settings, Endianness : BigMuxing mode : DVD-VideoDuration : 1h 29mnBit rate mode : ConstantBit rate : 256 KbpsChannel(s) : 2 channelsChannel positions : Front: L RSampling rate : 48.0 KHzBit depth : 16 bitsCompression mode : LossyStream size : 164 MiB (5%)Menu


    Meine Fernseher möchte aber folgendes haben:


    Auf den ersten Blick das gleiche Videoformat, aber es gibt doch kleinere Unterschiede (GOP). Das Audio-Format ist anders. Konvertieren würde ich in jedem Fall, um die Dateigröße zu reduzieren. Wie wäre hier die korrekte ffmpeg- bzw. mencoder-Behehlszeile um die *.VRO Datei in das vom Fernseher verdaubare Format *.mpg zu konvertieren?


    Ich teste gerade die mencoder-Befehle und berichte später ob die erzeugte AVI-Datei abspielbar war oder nicht...


    Danke für die vielen Hinweise:)

  • Hallo
    Ich mach mal gleich einen Test mit einem meiner DMRs,aber nur ein kurzes File und schaue mir mal die GOPs an.


    In Deinem oberen Stream hast Du bei Deinem DMR die Einst. "XP" gewählt,da wird automatisch das Audio in AC3 erstellt.
    Genau bei "XP" passierts oft dass es Spitzen gibt die übers Ziel [9800 kbps] hinausschiessen,die machen ab und zu auch Probleme.


    Wählst Du statt "XP" [max.60 Min.Aufnahme] nun "SP" [2 Std.Aufnahme] so wird doch automatisch Audio in mpeg1 Layer 2 erstellt und es gibt auch keine "Spitzen"


    Zitat

    Format settings, GOP : M=3, N=12


    Das ist so korrekt,für Pal.


    Bei NTSC-DVD ist aber mpeg1 Layer 2 nicht erlaubt,nur AC3 und Wav.Das nur...wenn dein TV auch NTSC ausgeben kann,denn dann müsste das Ding eine Einstellmöglichkeit bieten um auf AC3 umzustellen.

    Datenrettungen Normwandlungen Restaurierungen Digitalisierungen

  • Variable GOPs sind im Allgemeinen auch kein Problem. Sie sollten zwar maximal eine halbe Sekunde lang sein (PAL hat 25 fps, 12 Frames sind knapp eine halbe Sekunde), aber ab und zu dürfen sie auch kürzer sein, z.B. damit bei einem Szenenwechsel eine neue GOP beginnen kann.


    AC3-Tonspuren (Dolby Digital) sind eine Erweiterung des DVD-Standards über den MPEG2-Standard hinaus, deshalb mag manche Firmware DVD-konforme Dateien nur dann laden, wenn sie auch DVD-konforme Dateinamen haben, und verweigern das Abspielen von "sonstigen MPEG-Dateien" mit DVD-Video-typisch gemultiplexten Tonspuren, die nicht nur im MPEG-1/2-Standard definiert sind, manchmal nur weil die Dateiendung nicht passt. Und vielleicht ist das auch nur eine unbegründete Vermutung.

  • Zitat

    Variable GOPs sind im Allgemeinen auch kein Problem.


    Genau das kann User zorro1305 nun testen.
    Ist von einem DMR neueren Baujahrs,also einer der schon mit einem LSI Chipsatz ausgerüstet ist.
    [Pana DMR mit LSI speichern zwar auch in oberem Halbbild aber nun in 720 x 576]
    Ansonsten siehts in Mediainfo gleich aus wie das von zorro Gezeigte.


    Hier nun das neu codierte File von der VRO.
    Mit variablen GOPs.Datenrate Mittlere 6000 kbps,maximum 8000 kbps.
    www.ww-consulting.ch/DL/Ausschnitt.rar



    Was mir aber am neueren Pana DMR nicht gefällt....
    Bitratenspitzen und offene GOPs.Offene GOPs machts möglich einen Hauch kleiner zu komprimieren,dafür leidet der User nachher wenn er Vor-zurückspulen will.


    gleitz.info/index.php?attachment/97660/

  • Hallo,


    ich habe frohe Kunde:


    die beiden mencoder-Befehle von User Selur sind ein voller Erfolg:D


    Die erzeugte AVI Datei ist 1.42 GB groß und im Format V1.0 (ohne OpenDML). Mein Fernseher kann die Datei abspielen.


    Danke nochmals an alle, die den Thread mit Informationen füttern.



    Zitat

    In Deinem oberen Stream hast Du bei Deinem DMR die Einst. "XP" gewählt,da wird automatisch das Audio in AC3 erstellt.
    Genau bei "XP" passierts oft dass es Spitzen gibt die übers Ziel [9800 kbps] hinausschiessen,die machen ab und zu auch Probleme.


    Ich verwende nur SP-Einstellung meines DMR. Die Einstellung XP habe ich nicht verwendet. Auch beim Aufzeichnen auf Festplatte von Sendungen verwende ich nur "SP". Die Datei habe ich auf eine DVD-RAM kopieren lassen im "Hochgeschwindigkeitsmodus" (obwohl der Film gar nicht dafür aufgezeichnet wurde). Es scheint, dass mein alter DMR ein schnelles Kopieren von Platte auf DVD-RAM erlaubt, auch wenn die Aufnahmeeinstellungen dies nicht vorsehen.


    Zitat

    Das ist so korrekt,für Pal.


    Ich verwende nur PAL. Ich habe auch nichts anderes vor. Soweit ich weiss ist NTSC für Amerika wichtig während PAL in Europa (vor allem in Deutschland) verwendet wird.