RyZen drückt die Preise – was wird jetzt günstig (für CAD)?

  • Mit dem Erscheinen der neuen RyZen-Prozessorgeneration von AMD sieht sich insbesondere Hauptkonkurrent intel gezwungen, die Gewinnmargen seiner Prozessoren zu senken. Das wäre sicherlich ein guter Anlass, für die Firma einen neuen leistungsstärkeren PC zu bestellen. Allerdings nicht mit RyZen, denn dafür wird es wohl keine Windows-7-Treiber geben, und er wäre auch so für den Zweck überdimensioniert.


    Geplant wäre eher ein System mittlerer Leistung für CAD im Architekturbereich in einem vernünftigen Preissegment; definitiv kein Gaming-Bolide. Ich nehme mal an, in der CPU-Klasse Core i5/i7 wird man da sicher ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit W7-Kompatibilität finden. Allerdings dürfte für CAD mit OpenGL wohl eine separate Grafikkarte von Nvidia (GeForce GTX oder Quadro, hier sicher eher den breiteren Bus beachten als die neuesten Shader) der internen intel-Grafik wesentlich überlegen sein, oder?


    Also noch mal kurz: Welche CPUs und GPUs werden wohl in Kürze deutlich preiswerter werden und eher bei technisch detailreicher, aber darstellerisch simpler 3D-Grafik noch ausreichend Reserve bieten?

  • Ich würde mich ja freuen wenn der Intel 6950x deutlich günstiger wird... der soll mein zukünftigen Rechner befeuern...

     MacBookPro 15" 2017 | 4 x 3,1 Ghz | 16 GB Ram | 1TB SSD NVME |

  • Ich weiß, seeigel, auch die allermodernsten intel-Prozessoren würde Microsoft gern nur noch in Windows 10 unterstützen. Daher hoffe ich auch auf Tipps, welche CPU-Generation schon alt genug ist, dass sie noch von Windows 7 unterstützt wird und außerdem schon fast als "Auslaufmodell" gilt, also durch den RyZen-Druck erst recht preiswerter wird.


    Ich gehe auch nicht mal davon aus, dass die CAD-Software, für die der Rechner gedacht ist, für mehr als SSE2 optimiert wäre; die wurde sicher komplett hochsprachig in C++ geschrieben, und das bisschen Geometrie-Berechnung ist nicht zeitkritisch. Aber wenn die Menge an kleineren Objekten im 3D-Modell steigt, dann müssen Linien und Flächen schnell dargestellt werden. Texturdarstellung ist "herkömmlich" (OpenGL Red Book, keine komplexen Shader); trivial wäre da wohl eine Quadro empfehlenswert, dem iGP würde ich da weniger trauen.

  • Ich bezweifle das für irgendwas noch eine Quadro explizit vorgeschrieben ist bzw benötigt wird.
    Mit Rendern und ähnlichem wo originalgetreue Bilddarstellung wie bei einem echten Foto + Modell dargestellt wird mag das anders sein.
    Bei herkömmlichem 3D-Cad sollte eigentlich eine normale Grafikkarte oder sogar Onboard klar kommen.


    Solltest du einen PC/Laptop mit Onboard besitzen könntest du ja spaßhalber mal deine Software darauf installieren und probieren ob das von der Grafik reicht.


    Auf einem unserer Laptops ist CAD-Software installiert und da bezweifle ich das da was anderes als Onboard drin steckt

  • So einfach ist das leider nicht.


    Vergleichssystem: AMD Phenom-II X4 955 BE (3.2 GHz) + Zotac GeForce GT 440


    Eigentlich schon bedingt spieletauglich. Aber wenn in dem Architektur-CAD-Programm die Anzahl der Kleinelemente in die Zehntausend geht, dann ruckelt die Darstellung. Weil es da eben keine optimierte 3D-Ausgabe gibt, wohl eher triviales OpenGL nach Basis-Lehrbuch. Sind eben keine Spieleprogrammierer. Und bedenke, es werden ja nicht nur texturierte Flächen ausgegeben, sondern in der 3D-Ansicht auch – und in der Entwurfsansicht nur Linien (und eingefärbte Flächen). Angeblich sollen Quadros das besser können... bin mir aber nicht sicher, wieviel Gewicht das wirklich haben kann.