DVB-S2 HD-Aufnahme Auflösung 1440x1080 hochskalieren lohnt?

  • Hi,


    ich habe hier einige DVB-S2 HD-Aufnahmen.
    Diese liegen in einer Auflösung von 1440x1080 (1080i) vor.


    Nun habe ich versucht herauszufinden, was das für eine Auflösung sein soll. Außer dass sie innerhalb der Spezifikationen ist und rechteckige statt quadratischer Pixel nutzt, habe ich nichts zur Weiterverarbeitung herausgefunden.


    Daher meine Frage: Lohnt es sich das Material beim umkodieren (findest sowieso statt, wird nicht als TS gespeichert) zu 1920x1080 hochzuskalieren?

    "Ist es schon Zeit, um Thaddäus den Tag zu vermiesen?"

  • Auf Blu-ray ist es nicht erlaubt, aber bei AVCHD (z.B. Handkameras mit AVC-Video auf Speicherkarte oder Festplatte) ist 3:4-anamorphes 1080i ziemlich verbreitet.


    Wie üblich hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du speicherst das Video zur Archivierung möglichst unverändert (dann genügen Flags zum Seitenverhältnis zum Entzerren beim Abspielen, und dessen Qualität hängt vom Renderer ab, madVR kann das ziemlich gut bei leistungsfähiger Hardware), oder du bevorzugst eine bestimmte Methode zur Skalierung vor einer Recodierung, womit du möglicherweise bessere Qualität bei der Skalierung hast, dafür brauchst du dann aber hohe Bitraten, um keine sichtbaren Kompressionsverluste zu haben.


    Allein das Ändern des Containers von TS in z.B. MP4 oder MKV erfordert nicht zwingend eine Recodierung des Video-Inhaltes.

  • Definitiv.....Nein. Behälst Du es als Datei (als MKV, MP4 oder TS) so lassen. Willst Du es brennen auf Blu-Ray, dann mußt Du. Wird aber qualitativ nicht besser. Mit den richtigen (feintuning) Einstellungen kannst Du die Quali halten aber nicht verbessern.

  • Allein das Ändern des Containers von TS in z.B. MP4 oder MKV erfordert nicht zwingend eine Recodierung des Video-Inhaltes.


    Das weiß ich. :)


    Auf Blu-ray ist es nicht erlaubt, aber bei AVCHD (z.B. Handkameras mit AVC-Video auf Speicherkarte oder Festplatte) ist 3:4-anamorphes 1080i ziemlich verbreitet.


    Wie üblich hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du speicherst das Video zur Archivierung möglichst unverändert (dann genügen Flags zum Seitenverhältnis zum Entzerren beim Abspielen, und dessen Qualität hängt vom Renderer ab, madVR kann das ziemlich gut bei leistungsfähiger Hardware), oder du bevorzugst eine bestimmte Methode zur Skalierung vor einer Recodierung, womit du möglicherweise bessere Qualität bei der Skalierung hast, dafür brauchst du dann aber hohe Bitraten, um keine sichtbaren Kompressionsverluste zu haben.


    Definitiv.....Nein. Behälst Du es als Datei (als MKV, MP4 oder TS) so lassen. Willst Du es brennen auf Blu-Ray, dann mußt Du. Wird aber qualitativ nicht besser. Mit den richtigen (feintuning) Einstellungen kannst Du die Quali halten aber nicht verbessern.


    Eine Qualitätsverbesserung habe ich auch nicht erwartet. Dass das beim hochskalieren nicht funktioniert, dessen bin ich mir bewusst.
    Mein Gedankengang war nur so, dass wenn ich das Zeug eh durch den Encoder jage, um es kleiner zu machen und zu deinterlacen, könnte ich es doch auch hochskalieren.


    Die Dateien werden auf ein NAS wandern, welches per HDMI an den Fernseher angeschlossen ist und auf dem Kodi als Abspieler fungiert. Hatte probehalber mal eine Datei in Originalauflösung durch x264 bei CRF20 gejagt und das brachte eine Einsparung von ~45%. Muss ich mal vergleichen, ob man einen Unterschied sieht.

    "Ist es schon Zeit, um Thaddäus den Tag zu vermiesen?"

  • Dann beachte auch mit: Welche Skalierungstechnik man als wie gut empfindet, ist Geschmackssache, ich würde aber davon abraten, übermäßig schärfende Kernel zu verwenden (Lanczos oder aufwändigere Kernel mit mehr als 3 "Taps"), weil nach dem Gibbsschen Phänomen auch neue Artefakte ins Bild kommen (Überschwingen an Kanten), die dann die Komprimierbarkeit verschlechtern.


    Weil das Original verschwunden ist, hab ich vor kurzem mal eine Kopie der ResampleHQ kernel visualizations hochgeladen. Auch in madVR zeigt eine Balkengrafik an, wie stark das Ringing dabei ist.


    Schnelle Echtzeit-Skalierung in Mediaplayern mit herkömmlichen Renderern wird meist bilinear oder weich bikubisch durchgeführt, zum Vergleich.

  • Auf Blu-ray ist es nicht erlaubt


    Doch. Wird aber selten genutzt.



    Zum Rest wurde ja eigentlich genug gesagt. Letztendlich ist es hauptsächlich eine Frage der Playerkompatibilität. Wenn man die Maximieren will, ist wahrscheinlich 720p50 (falls aus Europa) am Besten. Für beste Kompression auf 1440x1080 belassen, ggf. deinterlacen.

  • Nach mehreren Test habe ich mich entschieden die Aufnahmen in CRF19, deinterlaced in 1440 zu encodieren.
    Kein Unterschied auf dem TV zum Original sichtbar, aber ca. 15-20% Größe eingespart.

    "Ist es schon Zeit, um Thaddäus den Tag zu vermiesen?"