Welche Bitrate für HD?

  • Hallo,

    welche Bitrate für 1920x1080 HD würdet ihr empfehlen? Ich habe bis jetzt immer Blu-Ray's mit H264 Codec und 8000 CBR konvertiert und das Ergebnis war einwandfrei auf einem Röhrenfernseher. Würde diese Bitrate auch für einen Flachbild HD Fernseher reichen, falls ich mir mal so einen zulegen sollte? Oder würde sogar weniger Bitrate reichen ohne Qualitätsverlust zu haben?

  • Ich denke er meint, dass man an einem analogen Röhrenfernseher sowieso keinen Unterschied, wie man kodiert hat, sehen konnte. Sah alles nach SD Quali an der Röhre aus.

    Ja genau, so war das gemeint.

    Bei meinem Konvertierungsprogramm kann ich nur CBR einstellen.

    Dank dir monarc99 bin ich jetzt aber auf die Idee gekommen nach H.264 Bitrate zu googeln.

    Hier ist eine Tabelle mit empfohlenen Bitraten: Bitraten Empfehlung

    Wenn ich das richtig sehe, lieg ich mit 8000 CBR genau richtig.

  • Was für ein Programm verwendest du denn?


    Die Bitraten Empfehlung ist für Videokonferenzen also Streamen ...

    Beim Streamen ist die Qualität des Videos zweitrangig, da geht es zuerst einmal darum, dass der Stream bei dem Zuseher ohne Buffern abgespielt wird.


    Wenn dir Qualität etwas bedeutet, würde ich das nicht machen.

  • Eine Begrenzung von Bitraten und deren Schwankungen (via VBV) ist notwendig, wenn das Ergebnis der Encodierung auf einem Player mit geringer Rechenleistung oder von einem Medium mit begrenzter Kapazität und Datenrate abgespielt werden soll (z.B. von einer DVD, Blu-ray, billigen Speicherkarte bzw. USB-Stick oder aus dem Netzwerk). Bei einem schnellen PC mit schneller Festplatte größerer Kapazität spielt es keine Rolle, da sollte man ganz auf die gleichmäßige Qualität des CRF-Modus setzen, der bei x264 schon im Bereich 15-18 kaum noch sichtbare Qualitätsverluste hat (kleiner ist besser, aber auch größer).

  • In Zeiten heutiger Festplattengrößen ist die pure Dateigröße eher von untergeordneter Bedeutung. Die hängt neben den Bitraten ja auch extrem von der Filmlänge ab und ist somit kein echtes Maß.

    Um vernünftige Qualität und ruckelfreies Abspielen zu gewährleisten ist letztlich die gesamte Wiedergabekette zu betrachten und die ist nun mal sehr individuell. Eine echte Empfehlung kann da kaum ausgesprochen werden.

    Ich persönlich würde da zunächst den Default-Einstellungen der Encoder vertrauen, dass diese ein breites Spektrum abdecken bzw. einen guten Kompromiss zwischen Qualität und akzeptablen Datenraten für gängige Wiedergabewege darstellen. Was nützt es dir denn heute, wenn du dich an deinem alten Röhren-TV orientierst und morgen einen 4K-TV anschaffst, der mit GBit an dein Netzwerk angebunden wird.


    Grüße Thomas

  • Die Standardwerte für die CRF-Modi von x264 und x265 sind allerdings schon relativ verlustreich. Zumindest diesen Wert sollte man doch manuell vorgeben. Und vielleicht noch ein Preset (zwischen "fast" und "slower", je nach Ansprüchen) wählen.

  • Ich benutze den Tipard TS Converter, also der heißt nur so, man kann alle Formate damit konvertieren. Ist ein kostenplichtiges Programm und einfach zu bedienen für Laien. Es gibt da nicht zig Einstellungen.

    Zum abspielen benutze ich meinen Sat-Receiver (AX Quadbox), ist ein Linux E2.

    Wie gesagt, auf einem Röhrenfernseher sieht man mit 8000CBR absolut keine Pixel bei schnellen Bewegungen und die Bildqualität ist einwandfrei. Ich hab halt keinen Flachbild TV um zu überprüfen ob da auch keine Pixel zu sehen sind, deshalb hab ich die Frage hier gestellt.

  • Wenn du einen Röhrenfernseher hast, dann hast du sicherlich auch nur eine Videoausgabe mit SD-Auflösung (bei PAL also – im Falle einer 16:9-Röhre – 576 Zeilen statt 1080). Bei einer solchen Auflösung wäre eine Bitrate von 8 Mbps schon sehr großzügig. Bei 1080 FullHD dagegen nicht sehr, erst recht nicht bei Interlacing.


    Ein wenig verwirrt mich das schon, ich verstehe noch nicht ganz, ob du tatsächlich Videos in FullHD encodierst und bloß dein Receiver das dann auf SD herunterrechnet. Schade, dass du keine MediaInfo-Reports auflistest, so wie das sonst hier üblich wäre.


    Übrigens: Du siehst keine Artefakte (Pixel sind Bildpunkte und haben an sich nichts mit Qualitätsverlusten zu tun).

  • Mir ist aufgefallen, das da in dem Programm gar nicht CBR steht in dem Feld wo man die Bitrate einstellt, sondern da steht einfach bloß "Bitrate" und man kann den Wert in tausender Schritten Verändern.

    Wenn ich eine konvertierte Datei mit dem VLC Player abspiele, dann verändert sich die Input und Daten Bitrate dauern beim abspielen. Ist das dann doch variable Bitrate und keine konstante???


    Mein Receiver spielt die Dateien schon in HD ab, bloß der Röhren-Fernseher kann halt nur SD anzeigen. Ich konvertiere auf jeden Fall in Full HD mit 1920x1080

  • Es ist eigentlich so gut wie unmöglich, mit einem effizient komprimierenden Videocodec eine wirklich konstante Bitrate zu erzeugen, weil jede Szene unterschiedlich leicht komprimierbar ist. Schwarzbild ist optimal komprimierbar, weil sich alles exakt wiederholt. Eine Landschaftsaufnahme ist leicht komprimierbar, weil alles immer wieder zumindest ziemlich ähnlich ist. Rasante Action sehr schwer komprimierbar, da gleicht kaum ein Bild dem anderen, da braucht man viel mehr Bitrate, um nicht zu viel Qualität zu verlieren.


    Mit welcher Art Kabel hast du denn Receiver und Fernseher verbunden? Über SCART, FBAS-Antenne, Composite oder S-Video wird keine HD-Auflösung übertragen. Und ein Röhrenfernseher hat doch wohl keinen HDMI-Eingang?!

  • Mit Scart.

    Hier hab ich jetzt eine MediaInfo Ausgabe:

    Allgemein

    Vollständiger Name : Y:\Video\Don't Scream...Die Spur in den Tod (USA 1991).mp4

    Format : MPEG-4

    Format-Profil : Base Media

    Codec-ID : isom (isom/iso2/avc1/mp41)

    Dateigröße : 5,20 GiB

    Dauer : 1 h 30 min

    Modus der Gesamtbitrate : variabel

    Gesamte Bitrate : 8 207 kb/s

    Kodierungs-Datum : UTC 2019-02-04 19:51:45

    Tagging-Datum : UTC 2019-02-04 19:51:45

    Kodierendes Programm : Lavf56.15.102


    Video

    ID : 1

    Format : AVC

    Format/Info : Advanced Video Codec

    Format-Profil : Baseline@L4

    Format-Einstellungen für CABAC : Nein

    Format-Einstellungen für ReFrames : 1 frame

    Codec-ID : avc1

    Codec-ID/Info : Advanced Video Coding

    Dauer : 1 h 30 min

    Bitrate : 7 863 kb/s

    Breite : 1 920 Pixel

    Höhe : 1 080 Pixel

    Bildseitenverhältnis : 16:9

    Modus der Bildwiederholungsrate : konstant

    Bildwiederholungsrate : 23,976 (23976/1000) FPS

    originale Bildwiederholungsrate : 23,976 (24000/1001) FPS

    ColorSpace : YUV

    ChromaSubsampling/String : 4:2:0

    BitDepth/String : 8 bits

    Scantyp : progressiv

    Bits/(Pixel*Frame) : 0.158

    Stream-Größe : 4,98 GiB (96%)

    Kodierungs-Datum : UTC 2019-02-04 19:51:45

    Tagging-Datum : UTC 2019-02-04 19:51:45

    colour_range : Limited

  • Bits/(Pixel*Frame) : 0.158 ... hat nicht allzu viel Aussagekraft, aber als grober Hinweis würde ich sagen: Auf einem FullHD-Flatscreen wird es wahrscheinlich nicht schwerfallen, in manchen Szenen mit dem Finger auf Artefakte zu zeigen. Erst recht, wenn der Encoder eher eine CBR-artige Bitratenverteilung verwendet. Für VBR stehen die Chancen auf eine gleichmäßig zufriedenstellende Qualität besser, dafür müsste er aber zwei Durchläufe verwenden. Und bei CRF weiß man nie, wie groß das Ergebnis wird, hat aber zumindest einen gleichmäßig geringen Qualitätsverlust sicher. Dazu wäre aber wohl ein anderes Konvertierungsprogramm nötig.