VHS Digitalisieren

  • Hallo Bogi,


    danke für dein Schreiben, das sehe ich auch so. Bei einem TBC, ist technisch gesehen, bei 0ms Zeitbasiskorrektur das Optimum erreicht, mehr geht nicht. Halbprofessionelle TBC’s, liegen meistens so um die 1ms. Mir ist das auch ein Rätsel, dass ein TBC in einem Konsumer-Rekorder so gut ist.

    Die TBC-Elektronik muss das Bildsignal vermutlich zusätzlich vorfiltern, anders kann ich mir das nicht erklären.


    Ja, der Farbpixelversatz ist nicht immer leicht einzustellen. Den Haarspitzen nach beim ersten Bild, müsste der Versatz ziemlich in der Mitte liegen.

    Ich würde noch einmal probieren, den Veraatz 1 oder 2 Pixel nach rechts zu rücken.


    Ja genau, den unteren Bildrand immer abecken, nie croppen. Bei den Studio-Rekordern, kann man die Abdeckung im Maschinen-Menü einstellen.

    Dies ist auch ohne Schnittsystem möglich.


    TBC-4000:

    Ja, normalerweise braucht ein TBC auch Audio-Anschlüsse, denn dieser muss den Bildtakt genau synchron zum Ton wiedergeben.

    Komisch, wenn ich aber z. Bsp. den VL 300 in das Bildsignal mit einschleife, ist bei mir trotzdem der Ton lippensynchron.

    Theoretisch braucht aber das Bildsignal länger, als der Ton. Das weiß vermutlich nur ein Elektroniker.


    Ja klar, auf jeden Fall korrigieren, sollte es da einen Tonversatz geben.


    Leider kenne ich die Filmqualität von Michaels Videos nicht. Michael müsste zusätzlich einen ES10 oder ES15 in das Bildsignal mit einschleifen, das wird aber zu kompliziert.


    Oh, lese gerade, dass der TBC des AG-8700 besser sein soll als der im ES10.

    Panasonic AG-8700 (TBC)


    Michael braucht jetzt erst einmal die Geräte zum capturen. Ich vermute auch, dass er einen Spiele-PC, statt einen Video-PC besitzt.

    Für Videobearbeitung braucht man normalerweise ein Dual-Sockel-Mainboard. Und das haben 99,8 % der Leute hier im Forum nicht.


    Erst dann kommt die Videobearbeitung. Ja, genau, warten wir ab, bis sich Michael wieder meldet.


    Test-File:

    Das ist das originale Test-File von Goldwingfahrer selbst, ich habe das nicht erstellt. 910 KBit/s ist wenig, das ist richtig, ist von 2012.

    Für mich ist die Bildqualität erstaunlich für 910 KBit/s. Das Original hat ja 175 MBit/s. Goldwingfahrer spielte auch mit einer BM-Karte ein.

    Das war die Vorgängerkarte von der jetzt neuen 4K.

  • Danke Moritz für den interessanten Beitrag. Zu diesem Thema hatte Goldwingfahrer schon einmal vor Jahren etwas erwähnt.

    Er hattee aber nur 2x gecaptured.


    Von den Testbeispielen, aus dem genannten Thread:

    Wo sieht dieser Mann 30% mehr Detailschärfe, nach der Bearbeitung, bei solch einer Bildqualität, ? 10 Bit bei einer S/W-Aufnahme ?

    Oder habe ich da etwas falsch verstanden ?


    Ich weiß, dass AviSynth mit einem guten Plugin, immer das beste Ergebnis liefert.

    Mich wundert nur, dass AviSynth mit Plugin das Bild nicht zu 100 % stabilisiert. Das originale Video, möchte ich ja zu gerne einmal selbst prüfen.

    Ich habe von Kunden sehr selten solche zitternden Bilder. Bis jetzt reduziert der interne TBC von all meinen Profi-Maschinen, den Jitter auf „0".

    Das ist meine Erfahrung. Mehr kann ich dazu nicht schreiben.

  • Zitat

    Michael braucht jetzt erst einmal die Geräte zum capturen. Ich vermute auch, dass er einen Spiele-PC, statt einen Video-PC besitzt.

    Für Videobearbeitung braucht man normalerweise ein Dual-Sockel-Mainboard. Und das haben 99,8 % der Leute hier im Forum nicht.


    Ich hab tatsächlich nur 1 CPU allerdings habe ich eine Workstation mit Enterprise Hardware.


    Ja ich überleg mir jetzt noch gründlich welchen Weg ich einschlagen soll

    und dann werd ich mir die entsprechende Hardware kaufen.


    Danke für eure Hilfe, denke soweit ist erstmal alles klar. :)

    Dann mal sehen ob nach der Anschaffung auch alles Problemlos klappt. :D :D :D

  • Als Richtlinie, kann ich folgende Anforderungen für die verschiedenen Qualitätsstufen nennen:

    Für SD-Material kann man einen Sockel 1151 mit einer 4-Kerne-CPU ab 2,4 GHz und 4 GB-RAM verwenden.


    Wenn möglich, bei einem Video-PC keine Spiele-Grafikkarte einbauen.

    Eine Gamer-Karte ist zwar bei Spiele schneller, aber eine Video-GK (Nvidia Quadro, Radeon, Matrox) unterstützt die Videoströme besser.


    Für HD 1080:

    Mainboard: Dual-Sockel (ab 771), 2x 12-Kerne-CPU, ab 2,40 GHz und 32 GB-RAM.


    Für 4K:

    Mainboard: Dual-Sockel (ab 2011), 2x 18-Kerne-CPU, ab 2,80 GHz und 64 GB-RAM.


    Für 8K:

    Mainboard: Dual-Sockel (3647), 2x 28-Kerne-CPU, ab 2,80 GHz und 128 GB-RAM.


    Für 16K:

    Mainboard: Dual-Sockel (3647), 2x 28-Kerne-CPU, ab 2,80 GHz und 192 GB-RAM.


    Das sind zurzeit die empfohlenen Mindestanforderungen von den Profi-Editoren.


    Viel Spaß.

  • Ja, sehr teuer wird es bei 8K, leider. Das kann sich kein Amateur mehr leisten.

    Ich schätze, die Mehrzahl der Leute, macht die ganze Technik sowieso nur bis 4K mit.


    Für SD reicht das ganz locker aus. Da könntest du sogar 4K angreifen (6x 3,7 GHz).

    Wenn du auch noch 4 Festplatten oder SSDs im PC eingebaut hast, dann ist dein PC fast perfekt. Da freut sich auf jeden Fall deine BM-Karte.