VHS Digitalisieren mit DVB-T Modulator, schon mal jemand drauf gekommen?

  • HQ LQ,


    jeder kann hier seine Meinung schreiben. Der Thread soll nicht nur für 2 Personen gemacht sein.

    Interessant sind für mich die verschiedenen Sichtweisen von der Bitratenqualität eines digitalen Tons.


    Ich komme ja normalerweise aus dem Bereich des High-End-Tons, von High-End-Musikanlagen.

    Sampling-Raten von 48, 96- oder gar 192 kHz, hört das menschliche Ohr nicht mehr. 48 kHz sind schon professionell. CD hat, wie wir wissen, 44.1 kHz.


    Ich weiß nicht mehr genau wann es war, müsste so um 1996/98 gewesen sein, da hatte mein Händler zu einem Hörtest eingeladen, den viele Leute folgten. Ich war damals leider nicht anwesent. Es ging darum, ob man 24 Bit und 16 Bit klanglich heraushören kann.


    Allerdings war an der High-End-Musikanlage ein CD-Player von Mark Levinson für 36.000 DM angeschlossen.

    Dieser und andere High-End-CD-Player, machten das hörbar. Ich weiß, das stößt auf Unverständnis, da sich keiner solche Geräte leisten kann.

    Das war nur ein Erfahrungebericht.


    Ich war wirklich verblüft, was mir mein Händler mitteilte. 16% der Hörer empfanden, dass 16 Bit besser klangen, als 24 Bit. 30% der Teilnehmer hörten keinen Unterschied und der Rest bestätigte, dass 24 Bit eine bessere Klangauflösung bot.


    Eine CD hat, wie wir wissen 1411 kBit/s bei 44.1 kHz und 16 Bit Auflösung.

    Musikportale bieten beim Ton, eine Bitrate von 320 kBit/s (MP3) an. Von MP3, ist man schon lange wieder weggegangen im High-End-Bereich.

    Es hat sich herausgestellt, dass auch die nicht hörbaren tiefen und hohen Töne zu einem allgemein besseren Klangbild beitragen.


    Audio-Bitrate für AC-3:

    Und wenn wir uns auf den Kopf stellen, die Spezifikationen einer DVD sind eben 192 kBit/s beim Ton.

    Das menschliche Ohr hört ja angeblich nur 128 kBit/s. Herbert von Karajan soll 240 kBit/s gehört haben. 


    Ich persönlich als High-Endler, mag keine Musik, die jede Sekunde auf eine andere Bitrate zusammengequetscht wird.

    Auch dann nicht, wenn es einmal für 1 Sekunde ein Waldesrauschen gibt.

    Für welche Art der Bitrate sich jeder entscheidet, das ist seine ganz persönliche Sache.

    Die Kollegen können ruhig VBR beim Ton verwenden, da habe ich nichts dagegen.


    LigH:

    Ich verstehe schon was du meinst. Guter Satz „Was gibt es schöneres als Stille bei 448 kBit/s (AC3)".


    Frage:

    Muss man die Bitrate nicht durch 6 Kanäle teilen. Ich gehe von DD 5.1 aus. Dann hat man theoretisch pro Kanal 74,66 kBit/s.

    Der Tiefton braucht aber nicht unbedingt 448 kBit/s bei einer DVD. Das sind meistens Blu-rays mit 5.1-Ton.

    Bei Kauf-DVDs, muss man von Studio-Encodern für ca. 100.000 Dollar aus gehen. Da ist der Ton auch bei 74 kBit/s gut, nehme ich an.


    Was ist mit Leuten, die Dolby Atmos wollen. Und bei 8k, wird die Ton-Bitrate sowieso mit den 22.2 Kanälen steigen.

    Vielleicht nicht für den Amateur, aber im Profi-Bereich. Fernsehsender können zurzeit nur einen 5.1-Ton synchronisieren. 7.1-Ton ist zu aufwändig.

    Oder vermischen sich alle 6 Kanäle mit 448 kBit/s ?


    Korrigiertes Test-Video für Tom:

    Ich habe die rote Farbe um -15% verringert, statt um -10%.


    File-Upload.net:

    106768x576Vdub2test_Jo-15_x264.avi


    Meine Einstellungen in VDub 2 sind normgerecht, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht.

    Die gleichen Werte gelten auch für 1024 x 576. Ja, das ist eine gute Entscheidung, das Video in 1024 x 576 Pixeln zu zeigen.

  • Das würde ich bei AAC nicht so pauschal sagen, da AAC (je nach Encoder-Implementation) erstens effizienter codieren kann als MP3 und zweitens meist auch in variabler Bitrate verwendet wird, also weniger in stillen Szenen verschwendet.


    Allerdings wundert mich, dass MediaInfo hier acht Tonspuren meldet: vier mit 108 bis 109 kbps (alle verschieden) und angeblich CBR, und dann noch mal vier mit je exakt 3375 bits pro Sekunde. Ziemlich unsinnig das ganze. Da hat wohl das Programm, das den MP4-Container erzeugt hat, Unsinn in den Header geschrieben. Oder wirklich merkwürdige Tonspuren. Von einem "Tipard TS Konverter" höre ich hier zum ersten Mal. Auf ffmpeg basierende Freeware hätte man sicher auch verwenden können.

    Nein, die 8 Tonspuren sind schon in der original Datei VOR dem konvertieren!

    Hier die MediaInfo von der SWR Original Datei:


    Allgemein

    Vollständiger Name : E:\Incoming\106\F 106 (09.01.1993).mxf

    Format : MXF

    Format_Commercial_IfAny : XDCAM HD422

    Format-Version : 1.3

    Format-Profil : OP-1a

    Format-Einstellungen : Open / Incomplete

    Dateigröße : 35,3 GiB

    Dauer : 1 h 24 min

    Gesamte Bitrate : 60,1 Mb/s

    Kodierungs-Datum : 2020-11-23 09:57:43.988

    Kodierendes Programm : OCAR octk 2.9.4.20170522


    Video

    ID : 2

    Format : MPEG Video

    Format_Commercial_IfAny : XDCAM HD422

    Format-Version : Version 2

    Format-Profil : 4:2:2@High

    Format-Einstellungen für BVOP : Ja

    Format-Einstellungen für Matrix : ausgewählt

    Format_Settings_GOP : M=3, N=12

    Format_Settings_PictureStructure : Frame

    Format_Settings_Wrapping : Frame

    Codec-ID : 0D01030102046001-0401020201040300

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 50,0 Mb/s

    Breite : 1 920 Pixel

    Höhe : 1 080 Pixel

    Bildseitenverhältnis : 16:9

    ActiveFormatDescription/String : Letterbox 16:9 image (top)

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS

    ColorSpace : YUV

    ChromaSubsampling/String : 4:2:2

    BitDepth/String : 8 bits

    Scantyp : Interlaced

    Scanreihenfolge : oberes Feld zuerst

    Bits/(Pixel*Frame) : 0.965

    TimeCode_FirstFrame : 00:02:00:22

    TimeCode_Source : Group of pictures header

    Stream-Größe : 29,4 GiB (83%)

    transfer_characteristics : BT.709


    Audio #1

    ID : 3

    Format : PCM

    Format-Einstellungen für Endianess : Little

    Format_Settings_Wrapping : Frame (AES)

    Codec-ID : 0D01030102060300-0402020101000000

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 1 152 kb/s

    Kanäle : 1 Kanal

    Samplingrate : 48,0 kHz

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS (1920 spf)

    BitDepth/String : 24 bits

    Stream-Größe : 693 MiB (2%)

    Locked : Yes


    Audio #2

    ID : 4

    Format : PCM

    Format-Einstellungen für Endianess : Little

    Format_Settings_Wrapping : Frame (AES)

    Codec-ID : 0D01030102060300-0402020101000000

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 1 152 kb/s

    Kanäle : 1 Kanal

    Samplingrate : 48,0 kHz

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS (1920 spf)

    BitDepth/String : 24 bits

    Stream-Größe : 693 MiB (2%)

    Locked : Yes


    Audio #3

    ID : 5

    Format : PCM

    Format-Einstellungen für Endianess : Little

    Format_Settings_Wrapping : Frame (AES)

    Codec-ID : 0D01030102060300-0402020101000000

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 1 152 kb/s

    Kanäle : 1 Kanal

    Samplingrate : 48,0 kHz

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS (1920 spf)

    BitDepth/String : 24 bits

    Stream-Größe : 693 MiB (2%)

    Locked : Yes


    Audio #4

    ID : 6

    Format : PCM

    Format-Einstellungen für Endianess : Little

    Format_Settings_Wrapping : Frame (AES)

    Codec-ID : 0D01030102060300-0402020101000000

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 1 152 kb/s

    Kanäle : 1 Kanal

    Samplingrate : 48,0 kHz

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS (1920 spf)

    BitDepth/String : 24 bits

    Stream-Größe : 693 MiB (2%)

    Locked : Yes


    Audio #5

    ID : 7

    Format : PCM

    Format-Einstellungen für Endianess : Little

    Format_Settings_Wrapping : Frame (AES)

    Codec-ID : 0D01030102060300-0402020101000000

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 1 152 kb/s

    Kanäle : 1 Kanal

    Samplingrate : 48,0 kHz

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS (1920 spf)

    BitDepth/String : 24 bits

    Stream-Größe : 693 MiB (2%)

    Locked : Yes


    Audio #6

    ID : 8

    Format : PCM

    Format-Einstellungen für Endianess : Little

    Format_Settings_Wrapping : Frame (AES)

    Codec-ID : 0D01030102060300-0402020101000000

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 1 152 kb/s

    Kanäle : 1 Kanal

    Samplingrate : 48,0 kHz

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS (1920 spf)

    BitDepth/String : 24 bits

    Stream-Größe : 693 MiB (2%)

    Locked : Yes


    Audio #7

    ID : 9

    Format : PCM

    Format-Einstellungen für Endianess : Little

    Format_Settings_Wrapping : Frame (AES)

    Codec-ID : 0D01030102060300-0402020101000000

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 1 152 kb/s

    Kanäle : 1 Kanal

    Samplingrate : 48,0 kHz

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS (1920 spf)

    BitDepth/String : 24 bits

    Stream-Größe : 693 MiB (2%)

    Locked : Yes


    Audio #8

    ID : 10

    Format : PCM

    Format-Einstellungen für Endianess : Little

    Format_Settings_Wrapping : Frame (AES)

    Codec-ID : 0D01030102060300-0402020101000000

    Dauer : 1 h 24 min

    Bitraten-Modus : konstant

    Bitrate : 1 152 kb/s

    Kanäle : 1 Kanal

    Samplingrate : 48,0 kHz

    Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS (1920 spf)

    BitDepth/String : 24 bits

    Stream-Größe : 693 MiB (2%)

    Locked : Yes


    Andere #1

    ID : 1-Material

    Type : Time code

    Format : MXF TC

    TimeCode_FirstFrame : 00:02:00:23

    TimeCode_Settings : Material Package

    TimeCode_Striped/String : Ja


    Andere #2

    ID : 1-Source

    Type : Time code

    Format : MXF TC

    TimeCode_FirstFrame : 00:02:00:21

    TimeCode_Settings : Source Package

    TimeCode_Striped/String : Ja


    Andere #3

    Type : Time code

    Format : SMPTE TC

    Muxing-Modus : SDTI

    TimeCode_FirstFrame : 00:02:00:21

  • @tom1984

    ich lese gerade 1-kanal PCM!?

    dürfte ich nochmal nach der quelle fragen,

    die ist mir nicht 100% ersichtlich ein camcorder?

    wird da versucht ein 8-kanal (7.1) ton verlustlos in das videofile zu schreiben?


    edit:

    ok, hab mir etwas genauer angeschaut.

    das ist nicht mehr der VHS-rip, sondern die rohdatei vom mitschnittservice?

    hat der film mehrere sprachfassungen?


    in deiner verarbeitungskette, wie verarbeitest du den ton?

    mit welchen einstellungen?
    ich verarbeite den ton gern extern mit einen gesonderten kodierer,

    da speicher ich als zwischenschritt das video erstmal in einen mkv.kontainer

    und schreibe die audiodatei orginal oder lossless hinein.


    aber vdub2 hat doch einen ffmpeg/aac encoder der sollte gut genug sein.

    die einstellung ist etwas merkwürdig, die bitrate wird pro kanal angegeben. o.O

    96k für 192kbits ggf. 112 für 224k, oder halt mehr. :D



    @Pro Jo

    Zitat

    Audio-Bitrate für AC-3:

    Und wenn wir uns auf den Kopf stellen, die Spezifikationen einer DVD sind eben 192 kBit/s beim Ton.

    Das menschliche Ohr hört ja angeblich nur 128 kBit/s. Herbert von Karajan soll 240 kBit/s gehört haben.

    das menschliche gehör hört garnich in kBit/s.

    genauso wenig wie das auge 18fps hat.


    es ist nur eine angabe wieviel daten pro sekunde transportiert werden.

    ich erstell dir eine 320kbits datei die sich schlechter anhört als eine telefonleitung.


    wie bitrate kann man nur zur qualität ranziehen, wenn man den genutzten codec

    und die rahmenbedinung des audioformates mit angibt.



    nachtrag:

    Zitat

    Muss man die Bitrate nicht durch 6 Kanäle teilen. Ich gehe
    von DD 5.1 aus. Dann hat man theoretisch pro Kanal 74,66 kBit/s.

    ich habe das gefühl du hast nicht 100% verstanden wie audiocodecs funktionieren.


    klar üblicherweise kann man davon ausgehen, dass eine 448 kBit/s AC3-datei 6 kanäle hat.

    oder waren es 8? ich kann dir auch eine 640kbits stereo datei generieren,

    die sollte sogar ein dvd-player abspielen können.


    hat denn ac3 nicht auch schon joint-stereo?

    du magst ja kein vbr, zu dumm das bei joint-stereo die datenrate dynamisch auf 2 kanälen verteilt werden.


    und es gibt auch einen reihen stereo modus,

    weil die hifi-community einen "möglichen" qualitätsunterschied herausgehört hat.


    techniken wie VBR, joint-stereo und hohe bitraten sind der qualität ehr zuträglich,

    da diese das starre korsett einer fixen datenrate umgehen.


    p.s.: ich konnte keine genaue spezifikation finden,

    es ist immer nur ein bis zu 448kbts (dvd) und 640 (ac3) zu lesen.

    aber ich behaupte schon dvds mit 640kbts gesehen zu haben,

    und damit sich nicht an die spezifikationen gehalrn haben.


    p.s.2.:

    für mich sind das alles grundlagen, doch halte ich mich zurück,

    da auch ich sachen wieder vergesse bzw. keine quellen finde um das zu beweisen.


    deswegen, alle angaben ohne gewähr...

  • Ja genau, Quelle ist Mitschnittservice.

    Ton lasse ich auf Mono wie im Original und nehme AAC mit 48000Hz, 224 kbps

  • Frage:

    Muss man die Bitrate nicht durch 6 Kanäle teilen. Ich gehe von DD 5.1 aus.

    Nein. Das liegt am "Channel Coupling", das bei AC3 technisch gut implementiert ist (bei MP2 ist es das nicht!):


    So wie es bei zwei Kanälen auch bei MP3 ein Mid/Side-Verfahren gibt (es werden Summe und Differenz encodiert, statt beide Kanäle direkt; die Summe mit höherer Genauigkeit, die Differenz fällt meist deutlich weniger ins Gewicht), so kann man auch mit mehr Kanälen vergleichbar arbeiten, es wird aber bei Surroundkanälen ein wenig komplexer mit der Hierarchie. Das Ergebnis ist, dass man schätzungsweise nur den Faktor der Quadratwurzel aus der Anzahl der Kanäle mit vollem Frequenzumfang an Bitrate braucht, im Vergleich zu einem Monokanal.


    Bei DD 5.1 braucht man also optimistisch nur etwa √5× die Bitrate, die für mono ausreichend wäre. Bei 5.1 mit 448 kbps entspräche das (nächst niedrigere konstante Blockbitrate) gut 192 kbps mono, bei 5.1 mit 384 kbps gut 160 kbps mono ... okay, das ist ziemlich optimistisch. Im Vergleich mit stereo wäre es realistisch.


    HQ-LQ :

    Dolby Digital ist für sich allein bis 640 kbps spezifiziert (ATSC-A/52-Standard), und auf Blu-ray kommt das auch vor. Aber die DVD-Video-Spezifikationen erlauben Dolby Digital nur bis 448 kbps.

  • Ich wollte noch dazuschreiben, dass deine Helligkeitseinstellungen, von dem 16:9-SD-Video so stimmen.

    Der hellste Pixel war bei mir 235 und der dunkelste Pixel 16. Das ist richtig so. In der ersten Sekunde waren es 12.

    Im Fernsehstudio der Sendung, hat es dann aber gepasst.


    Die Farben sind nicht ausgewaschen, sondern das ist die richtige Helligkeistseinstellung für alle SD-Videos.

    Ausgewaschen ist, wenn z. Bsp. die rote Farbe nur zu 30% Sättigung hätte.

    Man darf das auch nicht mit „Hue“ verwechseln, dann da kann es sein, dass aus Rot, Orange wird.


    Das habe ich mir schon gedacht, dass das so empfunden wird.

    Leider wird RGB (0-255) bei SD-Material von den Leuten beibehalten, da es besser aussieht, ist aber falsch.

    Dass das Bild nicht 100% weiß, oder nicht 100% schwarz ist, sehen die Leute.


    Man kann SD-Material auch mit 0-255 erstellen, so wie es manche Hollywood-Studios machen.

    Dazu SD-Videos immer erst mit 16-235 herstellen, dann richtig mit 0-255 in den RGB-Farbraum konvertieren. Das wäre die korrekte Vorgehensweise.


    Fast alle Hobby-Künster machen das falsch, da nach dem capturen 0-255 in der ganzen Videobearbeitungskette beibehalten wird.

    Es sieht ja vom Bild her besser aus. Es ist nicht leicht zu erklären, dass es verstanden wird.


    Der hellste Pixel, bei 235, wird nur korrekt auf 255 (RGB) Leuchtdichte gebracht, wenn es konvertiert wird. So ist das auch von 16 auf 0.

    Wenn man bei der Videobearbeitung das bei 255 lässt, dann schießen die weißen Pixel über das genormte Helligkeitssignal von 16-235 (0,7 Vss) hinaus. Die 0,7 Vss bleiben jedoch gleich, denn mehr Spannung bei Y/C gibt es nicht. Für das Farbsignal kommen noch 0,3 Vss hinzu. Bei FBAS ist es 1,0 Vss.

    Darum muss man das erst richtig zu 16-235 konvertieren. Danach zu 0-255 konvertieren, dann stimmt der Farbraum.


    Die Pixel, die etwas unter der Helligkeit des höchsten weißen Pixel liegen, würden dann auch über der Linie von 235 liegen. So sehe ich das.

    Das ist der Grund, warum man erst in 235 und dann zu 255 konvertieren sollte. Technisch würde das passen. Aber nur wenige Leute machen das so.


    Mit VDub, oder was auch immer, mit BT.601 (Filter) capturen, dann ebenfalls mit einem Filter auf 16-235 konvertieren.

    Theoretisch liegt jetzt das SD-Video einigermaßen normgerecht vor. Dann zu 0-255 konvertieren, wenn man es möchte.

    Ich hoffe, das war nicht zu kompliziert erklärt.


    HQ-LQ:

    Klar hört das menschliche Ohr keine Kbps direkt, denn das wird ja rechnerisch im Player oder Encoder erzeugt.

    Ich weiß nicht, was du für eine Audio-Software besitzt, aber mit dem Ton von meinem Encoder, hatte ich nie Probleme.

    Es sei denn, der originale Ton war schon vorher in schlechter Qualität.


    Da mein Encoder kein 0815-Encoder ist, gehe ich davon aus, dass mein Encoder den genutzten Codec und auch die Rahmenbedinungen des Audioformates ins richtige Verhältnis setzt. Anders wäre das für mich undenkbar.


    Joint-stereo, kenne ich schon seit 2003. Ich mag keine VBR beim Ton, das ist richtig. Aber wenn es Kunden wünschen, dann mache ich das so, ist ja klar.


    Schlechter als eine Telefonleitung:

    Ja, das wäre möglich. Wenn man bei 320 Kbps, z. Bsp. 3000 Hz eingibt. Ich bitte dich, wer macht so einen Mist, ein Blödmann vielleicht.

    XDCAM müsste 32 Tonspuren haben. Müsste aber erst nachschauen. Dann war die Sendung vor 1983, denn ab da gab es schon stereo im TV.


    LigH:

    Danke für die ausführlichen Infos zu meiner Frage.

  • Pro Jo


    ich habs gemacht, um den audiocodec zu zerstören, bzw. seine grenzen auszuloten,

    bzw. um zu schauen, wann er von sich aus runterregelt.

    und dan in der spektralanalyse das herrlich zerfletterte audiosignal zu betrachten & zu hören.

    glitch ist ja jetzt auch eine kunstforn. :D


    das mit telefon-qualität war ein bischen ungünstig ausgedrückt.

    ein frequenz-cut wollt ich ehr vermeiden.


    also mit zuviel audioinformatioen, mit zu wenig bitrate und mit deaktivierten audio-optimierungen den audiocodec fluten.


    manchmal sehne ich mich die zeiten zurück,

    wo ich meine musiksammlung auf ein feature-phone mit 512mb gequetscht habe.

    den nero aac encoder habe ich immernoch,

    ich habe noch keinen vergleichbaren he.aac.v2-codec gefunden, der bei ~52k erträglich codiert. 48k waren mir dann doch zu viel.


    seitem bin ich ein fan von allen technisch machbaren und mich wunderts das kein codec das Parametrisches Stereo weiter verfolgt.

    denn selbst opus schafft, für mein empfinden, nicht die 48k grenze zu erreichen. (anwendungsbereich: meine musiksammlung)



    so, genug o.t.

  • habe gerade xHE-AAC endeckt (ist schon 10 jahre alt)

    sollte angeblich abwärtskompatibel sein,

    nun hab ich festgestellt, es ist es aber nich.


    die trixerei mit dem codec ist schon beachtlich,

    leider ist die unterstützung noch nicht so weit fortgeschritten,

    wenn nicht mal VLC es unterstützt.


    die politik von industriestandards ist einfach nur dumm!

  • Tja, OpenSource-Player können nur abspielen, was an Spezifikationen öffentlich bekannt ist und von Freiwilligen implementiert wurde (wenn nicht gar die Entwickler wenigstens Decoder-Software bereitstellen).


    Als Encoder wird Exhale gerade von MABS unterstützt, aber deren Dateiformat war wohl nicht so verbreitet wie das, was im ISO-Base-Media-Standard üblich ist.

  • ich konnte keinen passenden decoder finden.

    nur foobar mit fdk-aac-decoder-plugin

    aber exhale selbst hat kein decoder-befehl in deren exhale.exe .

    genauso wenig wie die fdkaac.exe kein decoder-switch hat..

    ffdshow decodierts auch nicht, obwohl die einen fdk-decoder drin haben sollten.


    naja, solange exhale nicht unter 48k codieren kann, ist es eh für mich uninterressant.

    zz ist opus da ähnlich erträglich wie xhe-aac.


    also erst mal weiter ne dekade warten... :D

  • Man braucht keinen "Decoder für FDK-AAC", sondern nur einen Decoder für jegliches LC-AAC und HE-AAC, egal von welchem Encoder es erzeugt wurde, solange es spezifikationskonform gespeichert wurde.


    Zwar ist der xHE-AAC-Codec technisch effizienter als HE-AAC v1 oder v2. Leider speichert der Exhale-Encoder seine Ergebnisse nicht im herkömmlichen MPEG-Audio-Standard für LC-AAC (ISO/IEC 13818-3) oder HE-AAC (ISO/IEC 14496-3), sondern im moderneren USAC-Standard (ISO/IEC 23003-3).


    https://de.wikipedia.org/wiki/…d_Speech_and_Audio_Coding


    Um dieses neue Container-Format zu unterstützen, müsste also erst mal jemand diese Fähigkeit für libavcodec bzw. libavformat programmieren. Für foobar2000 gibt es einen "packet decoder", der nach diesen Audioblöcken auch in diesem USAC-Container suchen kann.


    https://forum.doom9.org/showthread.php?t=181381

  • Zitat

    Man braucht keinen "Decoder für FDK-AAC"

    nunja, hast schon recht,


    doch erwarte ich von einem encoder (.exe) auch einen decoder,

    da man nicht davon ausgehen kann/darf dass man passende dritt-software hat.

    ungearchtet ob es ein iso-codec oder ein völlig neuer codec ist.


    ich habe den FDK genannt, da das fdk-aac-decoder-plugin für xhe-aac zuständig ist.

    und deswegen war ich enttäuscht, dass das kommandozeilen programm keinen decoder besitzt.


    und zusätzlich bin ich entteuscht, dass ffmpeg*, was den fdk-decoder besitzt, nicht meine xhe-aac decodiert.

    *der fdk-decoder scheint wohl auch nonfree zu sein, ich konnte es nun endlich decodieren.


    das ich das foobar-plugin besitze habe ich oben schon erwähnt.

  • Richtig, es ist vor allem eine Lizenzfrage, dass Encoder und Decoder vom Fraunhofer IIS in ffmpeg, VLC u.ä. Software nicht binär vertrieben werden darf, auch wenn es möglich ist, die Routinen einzubinden, wenn man sich selbst eine private Version davon compilieren lässt. So bleibt Opus als patentfreie Alternative. Und damit könnten wir dieses Thema beenden, das schon weit vom ursprünglichen Thema dieses Beitrags abweicht.