Videos nach Deinterlacing unschärfer

  • Wenn ich bei meinen digitalisierten LongPlay Aufnahmen das deinterlacing mache beim schneiden und in mp4 konvertieren werden sie unschärfer. Konvertiere ich ohne Deinterlacing in mp4 bleibt die Schärfe erhalten. Am PC Monitor sieht man die Streifen ohne deinterlacing, am Röhrenfernseher natürlich nicht

    Frage: (weil ich selber keinen Flachbildfernseher habe sondern noch meinen alten Röhrenfernseher)

    Sind auf einem Flachbildfernseher die Streifen sichtbar wenn ich das deinterlacing bei den Videos nicht mache?

  • Ein Flachbildfernseher würde selbst auch ein Deinterlacing durchführen, weil er ebenso wie ein PC-Monitor immer in seiner gesamten Fläche das Videobild darstellt. Das machen die Fernseher eigentlich relativ hochwertig. Es kann gut sein, dass dein Konvertier- bzw. Schnittprogramm leider eine eher minderwertige Technik verwendet hat; leider hast du dazu keine Details angegeben, wie genau du das am PC berechnest.

  • Ich schneide die Videos mit VideoReDo TV Suite V5, mit dem kann man Frame genau schneiden ohne dabei neu codieren zu müssen, danach konvertiere ich die Videos mit Tipard TS Converter in mp4 mit H.264 Codec und 7000mbit variable Bitrate, (da vorher eine 90min. Datei über 10GB Groß ist mit über 17 mbit.) und setze das Häckchen bei Deinterlaced und mache das entzerren von Seitenverhältnis 5:4 auf 4:3

  • Wenn du sowieso alles neu codierst, warum versuchst du vorher erst verlustlos zu schneiden? Davon hast du ja nur etwas, wenn du keinesfalls neu codieren willst.


    Und von "Tipard" habe ich noch nie etwas gehört, habe also keine Ahnung, wie gut oder schlecht der arbeitet. Bei Programmen, die auf AviSynth bauen, wüsste ich, was man damit erreichen kann... QTGMC wäre optimal, aber selbst mit TDeint oder Yadif würde man noch bessere Ergebnisse erreichen als mit einem Programm, das vielleicht bloß ein Halbbild per Mittelwert interpoliert (wer weiß das schon, solange man keinen Vergleich hat).

  • Wenn du sowieso alles neu codierst, warum versuchst du vorher erst verlustlos zu schneiden? Davon hast du ja nur etwas, wenn du keinesfalls neu codieren willst.

    Mit dem Tipard Converter kann man zwar schneiden aber nicht framegenau, deswegen scheinde ich vorher verlustlos


    Ein gutes Software Programm kanns du mir nicht empfehlen das auf AviSynth baut oder so?

  • Ich wundere mich, dass du bisher noch keins gefunden hast, wo wir doch einige hier immer wieder empfehlen (z.B. StaxRip, MeGUI). Bei manueller Skriptprogrammierung reicht sogar schon VirtualDub2. Welches für deine Zwecke geeignet ist, kommt auf deine Zwecke an (z.B. wie viel du schneiden musst), und wie weit du bereit bist, Videobearbeitung mit Hilfe von Skriptbefehlen zu lernen. Je genauer du uns beschreibst, was notwendig ist, umso besser können wir dir Empfehlungen geben.

  • Dann wird also eventuell der Nvidia Hardware-Deinterlacer verwendet. Und der könnte durchaus weniger hochwertig arbeiten als erwähnte AviSynth-Deinterlacer. Man könnte zwar beides kombinieren (also die Ausgabe eines AviSynth-Skriptes mit NVEnc encodieren), das wäre dann aber nur so schnell wie AviSynth das Video filtert.


    Wenn man einen schnellen Prozessor hat, kann x264 bei schnelleren Presets durchaus auch so schnell wie NVEnc sein. In beiden Fällen gilt aber: Je schneller ein Encoder arbeitet, umso weniger Zeit nimmt er sich, um bei vorgegebener Bitrate möglichst viel Qualität zu erhalten. Schon der Volksmund wusste: Gut Ding will Weile haben. Wem nichts wichtiger ist als die Geschwindigkeit, dem muss die Qualität egal sein.


    Ich würde als mäßig schnellen Kompromiss empfehlen, das Deinterlacing mit Yadif zu probieren; StaxRip 64 oder Selurs "Hybrid" sollten das unterstützen und dir dann die Wahl lassen, ob du mit NVEnc oder mit x264 und einem etwas schnelleren Preset encodierst. Nimm dir die Zeit und vergleiche beides, es wird sich für alle zukünftigen Konvertierungen lohnen!