"Stockendes" Video beheben

  • Ich erkenne da nicht viel Stocken, das meiste sieht für mich ziemlich flüssig aus. Ausnahme vielleicht bei 2:34, wenn der Gefoulte aufsteht, da sehe ich im Vollbild etwas, das an "Tearing" erinnert, also dass ein Bildwechsel mitten im Bildaufbau des Monitors passiert. Da sollte man diese Szene vielleicht mal langsam analysieren, ob das ein Problem des Materials oder der Wiedergabe ist. Kann ich aber im Moment nicht.

  • Schließe mich LigH an, kann auch nichts stotterndes erkennen. Kannst Du uns einen Hinweis geben an welcher Stelle Du das siehst?

    Vielleicht mal einen anderen Player benutzen (VLC, MPC-HC,Pot-Player......). Fragmentierte Festplatte, Hintergrundprogramme, Virenscanner.... können das Abspielen auch beinflussen.

  • Das ist Material, das sicher ursprünglich mal 50Hz interlaced war (also 50 Halbbilder hatte) Nun ist es aber 25p. (also nur 25 Vollbilder)

    Dann ist das normal, dass es nicht mehr so flüssig wirkt. Da kann man aber nicht mehr viel machen, ausser das Material, wenns von VHS stammt, nochmal zu capturen und zwar indem man alle Halbbilder mitnimmt.

  • Ich habe mir den Stream mit den VLC- und MPC-Playern angesehen. Es wird alles flüssig abgespielt. Die Bewegungen des Balls sind ebenfalls flüssig.

    Bei Zeit 2:44, ist ein gewisses „ruckeln“ zu erkennen.


    Um die Spielsituation besser zu erkennen, schalten die Sender bei Zeitlupe meistens auf langsamere 12- oder 15 Bilder/s um.

    Das wird dann als ruckeln wahrgenommen. Keine Sorge, das ist so in Ordnung.


    Es sieht so aus, als wäre das Video mit „Blend“ in progressive erstellt worden. Ab und zu erkennt man noch Interlacestreifen.

    Hatte ich aber auch schon mit Yadif.


    AVI für MP4:

    Hat man vor, SD-Filme als mp4 zu archivieren, dann muss ein SD-AVI mit 16-235 zu 0-255 konvertiert werden. Erst dann zu mp4 wandeln.

    MP4 ist ein RGB-Codec mit 0-255. Deswegen sind ca. 98% der Filme auf YT falsch erstellt, da nicht auf 0-255 konvertiert wurde.

    Auch die RGB-Farben könnten clippen.


    Ob YT automatisch auf 0-255 konvertiert, weiß ich nicht. Da verlasse ich mich lieber auf meine korrekt erstellten Streams.


    Der Tipp von Bogilein mit dem Vierenscanner war gut. So wie Matt Kirby, sehe ich das auch.

  • AVI für MP4:

    Hat man vor, SD-Filme als mp4 zu archivieren, dann muss einSD-AVI mit 16-235 zu 0-255 konvertiert werden. Erst dann zu mp4 wandeln.

    MP4ist ein RGB-Codec mit 0-255. Deswegen sind ca. 98% der Filme auf YT falscherstellt, da nicht auf 0-255 konvertiert wurde.

    Auch die RGB-Farben könntenclippen.

    So viel Blödsinn auf einmal hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen...


    1. MP4 ist ein Container, kein Codec.


    2. Alle MPEG-Videocodecs – MPEG1, MPEG2, MPEG4-(A)SP, MPEG4-AVC, HEVC – unterstützen den YUV-Farbraum, weil der effizienter encodiert werden kann als RGB, indem man Eigenschaften der menschlichen Augen ausnutzt.


    3. MPEG4-AVC unterstützt auch Video in vollem Farbumfang. Üblich ist aber weiterhin der reduzierte Farbumfang aus den Standards der Fernsehtechnik. Dafür gibt es aber mehr als eine Umrechnungsmatrix von YUV zu RGB: In Zeiten von MPEG1 und MPEG2 mit SD-Auflösung war Rec601 verbreitet, seit den HD-Formaten wird jedoch Rec709 verwendet, und HEVC unterstützt sogar hohen Dynamikumfang mit Rec2020.


    4. Wenn Videos auf Videoportalen falsch aussehen, dann liegt das nicht daran, dass sie nicht in RGB konvertiert wurden, sondern eher dass sie während einer vorherigen Bearbeitung in RGB konvertiert wurden und dann vor dem Hochladen falsch neu encodiert wurden. Mit so teuren kommerziellen Programmen wie Adobe Premiere kann man hier mehr falsch machen als mit kostenlosen AviSynth-Skripten...

  • Ja, MP4 ist ein Kontainer, kein Codec. Mit MPEG-4 meint man allgemein AVC, und dieser Codec ist normalerweise RGB bei HD 1080.

    Das muss nicht immer auf die Goldwaage gelegt werden. Es kommt auf den Camcorder an, ob RGB oder YUV verarbeitet wird.

    Da lohnt ein Blick in die Bedienungsanleitung.


    RGB ist meistens bei hochwertigen Geräten (Profi-Bereich) der Fall. Aber qualitätsmäßig, ist da kein Unterschied mehr festzustellen.

    Bei wirklich guten Geräten. Das wollte ich damit ausdrücken. Deine PC-GK ist ja auch bestimmt auf 0-255 eingestellt.

    Darum verlang z. Bsp. YT Streams in diesem Bereich. RGB mit 16-235, habe ich noch nie irgendwo gelesen. Aber das hast Du ja nicht geschrieben.


    Mit teuren Schnittprogrammen, kann man eigentlich auch nichts falsch machen. Ausgenommen die Farben werden nicht angepasst.

    Entweder man exportiert mit YUV oder mit RGB. Konsumer SD-Material ist immer YUV.


    Habe seit 38 Jahren noch nie erlebt, dass Konsumer-SD von Amateuren in RGB war. Im Profi-Bereich gab es Sony Betacam und von Panasonic M II.

    Diese, glaube ich, waren kurzzeitig mit RGB-Anschlüssen und 4:2:2 Interfaces bestückt. Danach bekamen diese auch YUV-Anschlüsse.

    Die Bänder liefen nur 2 Stunden und kosteten damals um die 400 DM. Das ist heute alles technisch weit überholt.


    Nochmals zu Punkt 4:

    Es ist schon wichtig, ob man 16-235 oder 0-255 hat. Nach den korrekten Helligkeitswerten richtet sich auch die Farbintensität.

    Es können auch Farbverschiebungen auftreten. Ich kenne umgekehrte Fälle von RGB zu YUV.

    Bei RGB waren es Streams mit korrekter roter Farbe, bei YUV war rot dann orange. Alles schon erlebt. Das ist meine Meinung.

    Deine anderen Ausführungen sind mir auch bekannt.

  • Nein, AVC ist nicht "im Allgemeinen RGB". Ganz und gar nicht. "Main Profile" und "High Profile" sind YUV 4:2:0. Zumindest wie die Daten digital gespeichert sind. Wie Abspielgeräte das decodieren, bevor sie Signale an Fernseher ausgeben, hat damit nichts zu tun. Wenn du ein Abspielgerät hast, das HDMI oder RGB-Anschlüsse hat, dann kann das durchaus RGB-Signale ausgeben. Es ist richtig, dass Composite, S-Video und Euro-SCART üblicherweise bei älteren SD-Abspielgeräten eher moduliertes YUV ausgeben. Aber moderne HD-Abspielgeräte können auch älteres SD-Material zu RGB decodieren. Das ist unabhängig davon, dass das Main-Profile von MPEG2 und MPEG4 digital als Datei auf dem Datenträger YUV 4:2:0 speichert.

  • Danke für deine Erklärungen. Ja, das ist richtig.

    Zum Beispiel bei SD-Sat-Receivern, kann man das Bildsignal auswählen, ob man FBAS/- Y/C- oder RGB haben möchte.

    Dass HD 1080 immer RGB sein soll, stand einmal in einer Tabelle eines Camcorder-Herstellers.

    Wahrscheinlich gingen die von der Qualität ihrer Profi-Camcorder aus. Ich habe das nur weitergegeben, kommt nicht von mir.


    Ich habe mich auch gewundert, dass lt. dem Schreiben HD 720p auf einmal YUV sein soll. HDV mit 1440x1080 wieder RGB.

    Wenn ich das so nicht gelesen hätte, könnte ich das ja nicht schreben.


    Komisch ist nur, wenn ich aus dem Schnittsystem YUV-Streams mit korrekten 16-235 exportiere und dann mit dem Encoder zu MP4 mit H.264 komprimiere, dass dann 0-255 herauskommt. Das ist auch der Fall mit direkten H.264- und x264-Codecs, ohne Container.


    Zum Glück bietet die Encodersoftware Filter an, mit denen man auf 16-235 korrigieren kann. Das komprimierte Material ist dann auch wirklich 16-235.

    Um die Helligkeitswerte abgleichen zu können, braucht man aber ein extra Messtool, das die Helligkeit der einzelnen Pixel misst.

    Mich würde interessieren, wie sich andere gute Encoder verhalten. Aber das, dürfte hier jeden egal sein.