x264 nach x265 encoden

  • Ich habe einen x264-Film in Full-HD Auflösung und Breitbild 1:2,35. Was wäre, wenn ich beim Film die schwarzen Balken wegschneide und ihn nach x265 codiere? Hat das jemand schon mal gemacht? Würde sich das lohnen? Oder sollte man es lieber lassen?

  • Du kannst ja einmal ein Test-Video, mit deinen Einstellungen machen. Auf 16:9 Vollbild? Das kannst du vergessen.

    Wenn man auf Vollbild skaliert, dann fehlen seitlich sehr viele Bildanteile, und das Bild wird vergrößert und unscharf.


    Hochkomprimiertes Material nochmals hochkomprimieren? Normalerweise ist das technisch sehr schlecht.

    Das könnte man vielleicht mit einem 4:2:2-Codec ausprobieren. Aber das Seitenverhältnis vom Bild, stimmt trotzdem nicht.


    Mein Rat:

    Unbedingt so belassen, wie es vorliegt.

  • Ich habe einen Test gemacht und nach 7% abgebrochen. Ich arbeite mit Handbrake unter Linux, das Codieren war sehr langsam, nur 3 fps. Das Ergebnis ist aber gar nicht mal so schlecht. Hochgerechnet auf den ganzen Film wäre ich auf 50% Dateigröße gekommen. Schade, dass es nicht schneller geht.

  • Das ist mir schon klar, dass es bei den meisten Leuten bei x265 sehr lange dauert zu encodieren.

    Dass x265 einigermaßen zügig codiert wird, dazu braucht man einen leistungsstarken Videoschnitt-PC.

    Ein Spiele-PC mit z. Bsp. nur 6 Kernen, 3.5 GHz, braucht da ewig.


    Guter Video-PC:

    Entweder 1 CPU-Sockel mit 24 CPU-Kernen, oder 2 CPU-Sockel mit jeweils 12 CPU-Kernen. Die einzelnen Kerne sollten um die 3 GHz schnell sein.

    Nicht übertakten. Der RAM sollte 32 GByte, wegen Hintergrundrendering aufweisen. Das leistet aber zurzeit nur ein 3647-Sockel.

    Und solche Mainboards und CPUs sind immer teuer.


    Zur Not könnte man den Sockel 2066, mit einer 18 Kerne-CPU nehmen. Oder ein entsprechendes AMD-System (sTRX4) verwenden.

    Da fällt halt einmal ein Urlaub aus. Den Leuten denen das zu teuer ist, müssen leider längere Zeit warten, bis ein Video fertig ist.

  • tach auch !


    Ich halte die ganze Idee für schwach sinnig.

    Aus einem hochkomprimierten Video eine hochkomprimiertes Video zu machen bringt außer Qualitätsverlust fast nichts.

    Das war immer so und meine Vermutung geht dahin, dass es auch so bleibt.

    Und selbst wenn man 1 Gigabyte spart was soll das. Der Stromverbrauch, die Rechnerabnutzung und und und ist es nicht wert.


    Das TB kostet im Moment 25-30 Euro.

    Was spart man dann ei einem GIG ? 3 cent. Ist Dir das die Lebenszeit Wert ?

  • Ja, so wie BergH sehe ich das auch. Eine schnelle 2 TB-Festplatte (200 MByte/s), kostet heutzutage um die 60 Euro.

    Der MP4-Container mit dem internen Codec H.264, wurde eigentlich für Camcorder entwickelt.

    Es gab zuerst SD-Speicherkarten mit nur 8 GByte Speicherplatz, mehr GByte konnten damals die ersten Camcorder technisch nicht aufzeichnen.

    Moderne Camcorder nehmen jetzt bis 256 GByte auf.


    Gute HD-Camcorder zeichnen 12.000 – 25.000 KBit/s mit H.264 auf. Das sind für eine Blu-ray 36.000 – 75.000 KBit/s.

    Die Datenrate bei H.264 immer x3 nehmen, dann hat man die Qualität von MPEG-2. Bei H.265 sind es x4,5.

    Die maximale Bitrate für eine Blu-ray ist 40.000 KBit/s, in MPEG-2, sonst hätte man technisch kein gutes HD-Bild.

    Für YT ist das hervorragend geeignet um zu hochkomprimieren, sonst würde man tagelang hochladen.


    Die 25.000 KBit/s zeichnen meistens nur Profi-Camcorder auf. Ja, ich weiß, das ist für Amateure nicht leicht zu verstehen.

    Es werden aber auch Blu-rays mit 5.500 KBit/s in MPEG-2 hergestellt. Dann bringt Hollywood viel Filmmaterial auf die Blu-ray.


    Darum immer bei SD-Material, unkomprimiert in UYVY oder YUY2 capturen. Bei HD immer einen 4:2:2-Codec verwenden.

    Mehr kann man zu diesem Thema nicht schreiben. Wenn ich lese, der Capture-Stick zeichnet nur mit 6 MBit/s auf, dann sträuben sich bei mir die Haare.

    Dann folgt der Satz, ich mache dann so weiter. Danke für die gute Beratung. Diese Kollegen lernen es nie, leider.