Projekt DV Material nachbearbeiten

  • Ich hatte unter anderem Linux genutzt damals (geht auch easy über live usb stick) https://wiki.ubuntuusers.de/dvgrab/


    Das war auch ganz gut

    http://windv.mourek.cz


    Es gab aber noch ein anderes, was mir gerade nicht einfällt. Das fand ich am besten. Von der Bedienung her und weil es auch die timecodes als sub exportiert hat nebenbei. Wenn es mir wieder einfällt, dann schreibe ich es hier rein.


    MiniDV auf PC ist ja immer ein 1:1 kopieren quasi, sofern das Band normal gelesen wird.

  • Ah ok.....WinDV habe ich da....und es auch schon genutzt. Dachte nur es gibt inzwischen etwas aktuelleres. Dann nehme ich das Band mal komplett auf und schneide einen Schnippsel mit Virtual Dub da raus. Allerdings erst morgen abend, da ich dann erst wieder zu Hause bin.

  • Ja. VDL nimmt ja auch korrekt auf, allerdings weiß ich nicht welche Codecs da in der Übertragungskette beim Export noch dazwischen hängen, Tatsächlich meine ich gesehen zu haben, dass es dort ein Feld gab wo man wählen konnte zwischen "progressive, Bottom first und Top first".

    Ziel ist ja, das Rohmaterial unverfälscht auszugeben.

  • Bei DV gilt so gut wie sicher: Bottom Field First.


    Es liegt nur schon digital auf Band vor. Also wäre es unsinnig, es analog über ein Videokabel einzuspielen und neu zu digitalisieren, anstatt es einfach digital per FireWire nur zu kopieren.


    Wenn ich mich recht erinnere, bevorzugen Programme, die AVI-Dateien verarbeiten, den DV-Typ 2 mit getrennt gespeicherter Tonspur.

  • Bei DV gilt so gut wie sicher: Bottom Field First.

    Also dann auch entsprechend an der Stelle anwählen...?




    Es liegt nur schon digital auf Band vor. Also wäre es unsinnig, es analog über ein Videokabel einzuspielen und neu zu digitalisieren, anstatt es einfach digital per FireWire nur zu kopieren.

    Genauso mache ich das ja auch direkt vom Camcorder über iLink-Kabel in die Fire-Wire Karte auf den PC.


    Wenn ich mich recht erinnere, bevorzugen Programme, die AVI-Dateien verarbeiten, den DV-Typ 2 mit getrennt gespeicherter Tonspur.


    Verstehe ich es dann richtig.....? Mit WinDV über iLink rein in den Rechner........ mit VirtualDub2 öffnen.....Schnippsel ausschneiden und als AVI wieder speichern......?

  • Genau. Weil DV auch überall Schlüsselbilder hat, ginge das auch im Video-Modus "Direct Stream Copy".


    Ich nehme an, VirtualDub2 würde bei DV von sich aus BFF vermuten, wo das nötig und automatisierbar wäre. Beim Ausschneiden eines AVI-Clips in VirtualDub sollte das aber keine Rolle spielen. Nur bei Neukomprimierung mit anderen Codecs, bei denen das wichtig ist, oder beim Filtern (z.B. Deinterlacer).

  • Jo das sieht schon besser aus, bzw. ist nun korrekt. Und die Datei ist auch kleiner :D

    qtgmc macht einen super job. Hier mein avisynth script:



    Code
    1. ffms2("WinDV-1.05-07-30_17-59.00.avi")
    2. qtgmc(preset="medium")
    3. AutoAdjust(auto_gain=true, dark_limit=1.2, bright_limit=1.2, high_quality=true)
    4. smdegrain(tr=3, thsad=90)
    5. spline64resize(768, 576) # 4:3 format


    Zum Spaß habe ich auch einen "AI upscale" versucht mit https://github.com/Alexkral/AviSynthAiUpscale

    Aber es bringt quasi nix in diesem Fall. Gibt sicher auch bessere upscaler, aber der hier ist halt am einfachsten einzurichten.

    Code
    1. ffms2("WinDV-1.05-07-30_17-59.00.avi")
    2. qtgmc(preset="medium")
    3. AutoAdjust(auto_gain=true, dark_limit=1.2, bright_limit=1.2, high_quality=true)
    4. smdegrain(tr=3, thsad=90)
    5. up = AiUpscale(Factor=2, Luma="HQ Sharp", Mode="Photo", CResample="KrigBilateral", CPlace="DV")
    6. stackhorizontal(spline64resize(960, 720), up.converttoyv12())
  • Ist nur quick and dirty kurz vor dem Schlafengehen :D


    q1 ist quasi das script von oben

    q2 ist mit fpsdivisor=2 (also 25fps als output statt 50) und ohne AutoAdjust

    q3 ist mit QTGMC( Preset="Slow", SourceMatch=3, Lossless=2, MatchEnhance=0.75, NoiseProcess=1, NoiseRestore=0.1 ) +smdegrain mit contrasharp


    https://wetransfer.com/downloa…0b6d20210424215505/b591d8


    q4 mit Upscale auf 720p https://we.tl/t-acGLVFjXQX

    q5 (wie q4, nur mit qtgmc very slow preset). Ab q2 sind die Kanten nicht ganz so gut in einigen Frames wegen dem Sourcematch und lossless parametern

    https://filehorst.de/d/digEHssc



    p.s. Filehorst ist immer noch der beste filehoster 8o

  • Je nach dem ... ich bin mit MediaFire auch recht zufrieden, wenn es länger bleiben soll, und für kurzzeitigen Austausch ist WeTransfer auch geeignet. Allerdings kenne ich den Horst noch nicht so gut. Muss ich mal genauer anschauen.

  • Vielen Dank !

    Es ist also noch einiges rauszuholen aus dem Rohmaterial. Gute Ergebnisse hatte ich auch erzielt, das Material mit VirtualDub zu deinterlace und anschließend zu enhancen. allerdings habe ich es nicht gerafft, das Material zu exportieren/speichern ohne das er mir die Datei aufbläst (10 mal so groß) !


    Habe auch noch mal einen Schnippsel hochgeladen der ausschließelich mit Topaz bearbeitet wurde:


    https://we.tl/t-q7pRrmFcTa


    Heir die Einstellung des Programms:


  • Wahrscheinlich hast du in Vdub ohne Kompression gespeichert => also unkomprimiert?


    Das Entrauschen sieht nicht schlecht aus in dem Schnippsel. Allerdings bin ich auch etwas zwiegespalten. Das Upscaling verursacht aufjedenfall sichtbare Artefakte. Könnte aber von dem unsauberem deinterlacing in video stammen bzw. als Resultat davon.



    Was in meinem Script aber fehlt wäre noch ein "Dehalo", also das Entfernen von den überschärften Rändern im Video (was Topaz hier ganz gut entfernt hat). Feines "statisches Rauschen" mag ich auch, das gibt ein wenig mehr "Textur/Details" finde ich.

  • Sorry wenn ich nochmal nachfrage.......steige da noch nicht so ganz durch:

    Meine Videos wollte ich nach dem de-interlacen noch weiter bearbeiten (Farbanpasssung, Bildstabilisierung, entrauschen etc.) Also anschließend in VDL importieren.

    Ist es da nicht besser, das Videomaterial möglichst lange im unkomprimierten AVI-Format zu belassen......? Oder kann man nach dem de-interlacing bedenkenlos als H.264 weiterarbeiten.......?

  • Die ganze "weitere Bearbeitung" sollte man schon vor der endgültigen Encodierung tun, denn das H.264-Videoformat hätte für weitere Bearbeitung Nachteile: Erstens kann man dann nicht mehr schneiden, wo man will (wegen GOPs), zweitens verliert man bei jedem weiteren Encodieren über die "Generationen" mehr und mehr Qualität.


    Außerdem sollte man sich gut überlegen, welche Anpassungen vor und welche nach dem Deinterlacing besser wirken. Bei QTGMC in AviSynth kann man z.B. das Entrauschen in den Deinterlacing-Prozess integrieren. Bildstabilisierung funktioniert vielleicht hinterher mit progressiven Vollbildern besser. Allerdings weiß ich hier nicht im Detail alles am besten aus praktischer Erfahrung, da werden sicher gern noch andere ihre Tipps beisteuern.

  • Danke für die Infos.......das scheint tatsächlich nicht so einfach zu sein. Ein Beispiel:


    Eine leicht verwackelte Aufnahme mit einem Farbstich kann man recht gut (nach)bearbeiten und somit "zurechtbiegen". Das weiß man allerdings nur wenn das Material De-Interlaced ist.

    De-Interlacing (mit VirtualDub) bläst aber die Datei auf.... wenn ich es als AVI wieder unkompromiert exportiere. Vermutlich handelt es sich um einen Bedienfehler meinerseits.


    Mein Wunsch ist zunächst:


    - Rohmaterial (AVI) komplett zu de-interlacen.

    - Dieses Material wieder exportieren (AVI) und mit einem anderen Schnittprogramm weiter bearbeiten.


    Welches wäre in diesem Fall die einfachste Methode dies zu tun......?

  • Die ganze "weitere Bearbeitung" sollte man schon vor der endgültigen Encodierung tun, denn das H.264-Videoformat hätte für weitere Bearbeitung Nachteile: Erstens kann man dann nicht mehr schneiden, wo man will (wegen GOPs), zweitens verliert man bei jedem weiteren Encodieren über die "Generationen" mehr und mehr Qualität.

    Wenn man nur verlustfrei encoded, dann fallen diese Nachteile weg.


    Ich habe oft vor dem finalen encode eine verlustfreie h264 mkv/mp4 erstellet. Weil wenn der finale encode nicht ganz passt, dann muss man nicht wieder alles mitfiltern. Es kann also einiges an Zeit sparen.




    Zitat

    Mein Wunsch ist zunächst:


    - Rohmaterial (AVI) komplett zu de-interlacen.

    - Dieses Material wieder exportieren (AVI) und mit einem anderen Schnittprogramm weiter bearbeiten.

    Avi + h264 ist nicht zu empfehlen. Würde mkv oder mp4 nehmen. Ansonsten kannst du das so machen.

    Zb mit Avisynth und QTGMC + evtl. stabilisieren, verlustfrei exportieren und dann in einem Programm deiner Wahl schneiden.


    in Vdub2 kannst du ja direkt beim H264 encoder "Lossless" auswählen. WICHTIG ist, dass du bei Menü -> Video -> "fast recompress" auswählst, sonst wird es nach RGB und wieder zurück nach YUV umgewandelt (Vdub Filter brauchen RGB, werden hier aber nicht genutzt). Sonst geht 0.1% Qualität verloren :D