TBC Funktion DVcam Recorder Sony DSR 80

  • Hello again :-)


    Meine "Sammelwut" Hardwarebeschaffungseskapaden haben noch ein weiteres Gerät hervorgebracht:


    Ein DVcam Recorder Sony DSR 80. War ein Dreierpack mit den, in einem anderen Thread thematisierten, Panasonic AG Geräten.


    Jetzt bin ich über die Angabe gestolpert, dass der DSR80 einen integrierten TBC hat. Und es stellt sich mir die Frage, ob man den ggf. zwischenschalten und nutzen kann beim digitalisieren von VHS Kassetten.

    Also das Signal durchschleifen, z.b. S-VHS Eingang und wieder als S-VHS raus oder ob das Humbug ist technisch. Wäre zwar größentechnisch auch grenzwertig den Klopper da einzusetzen, aber er

    ist nun halt mal da.


    gerade gefunden:


    ‘‘Referenz-Videosignale

    Zur Bereitstellung stabiler Video- und Audiosignale

    für den analogen Schnitt muß der eingebaute Time-

    Base-Corrector (TBC) einwandfrei arbeiten. Um dies

    sicherzustellen, ist über die REF. VIDEO IN-Buchse

    die Eingabe eines Referenz-Videosignals erforderlich,

    das mit dem eigentlichen Videosignal synchronläuft,

    und der Abschlußschalter REF. VIDEO IN 75 2 muß

    auf ON gestellt werden.”

    Panasonic NV-HS800

    Panasonic DMR-EH54

    Panasonic DMR-EH10

    Panasonic DMR-EH575

    Sony SLV-T2000

    Sony DCR-TRV110E

    Blackmagic Intensity Extreme

    ADVD 110

    Einmal editiert, zuletzt von holger_beardo ()

  • Jetzt bin ich schon sehr überrascht, dass der Sony DSR 80 einen internen TBC haben soll.

    Ich sehe am Gerät keinen TBC-Schalter, und in der Bedienungsanleitung steht auch nichts darüber geschrieben.


    Die Sache ist ganz einfach:

    Digitale DV-Geräte allgemein haben keinen TBC, da sich die Kopfscheibe mit 9.000 Umdrehungen pro Minute dreht.

    VHS-Geräte dagegen nur mit 1.200 upm.


    Was Sony meint ist ein „D-sub 15-pin, for connection of TBC remote controller“. An dieser Buchse kann ein externer Studio-TBC angeschlossen werden. Dieser ist aber nur optional erhältlich und kostet zusätzlich Geld, ist ja klar.

    Das ist z. Bsp. dafür gedacht, wenn man von einem S-VHS-Rekorder zu dem DSR 80 überspielen möchte, dann kann man vorher mit einem TBC das analoge Bildsignal des S-VHS-Rekorders stabilisieren.


    Dieser REF. VIDEO IN-BNC-Anschluss war damals für Videobildmischer gedacht, bei dem z. Bsp. Bildeffekte ohne Ruckeln möglich waren.

    Das gibt es heutzutage nicht mehr, alleine die Verkabelung würde vermutlich auch einen engagierten Amateur stundenlang beschäftigen.

    Das alles übernimmt jetzt die Videoschnittsoftware.


    Was du gefunden hast, ist nur die allgemeine Erklärung für die Referenz-Signale, so wie man diese damals im Profi-Bereich angeschlossen hat.

    Außerdem ist der DSR 80 nur für NTSC (120V), für Deutschland braucht man den DSR 80P (230V), P steht für PAL.

    DV-, DVCAM- und DVCPRO-Maschinen haben keinen internen TBC.

    Einmal editiert, zuletzt von Pro Jo () aus folgendem Grund: Wortkorrektur

  • ja, ich hatte ja auch zuerst gefragt, ob das jemand weiß. Und wie du schreibst, kann es gut sein, dass ich das auf eine optionale interne Erweiterung oder eine angeschlossene externe Hardware bezieht.


    Habe jetzt die ganzen großen Geräte (AG Reihe + DSR 80) verkauft. Aber natürlich erst nachdem ich an einen Panasonic S-VHS Recorder mit TBC geraten bin 😎


    Danke für deinen fachlichen Input. Hat das berufliche Gründe das ganze Wissen, wenn ich fragen darf?

    Panasonic NV-HS800

    Panasonic DMR-EH54

    Panasonic DMR-EH10

    Panasonic DMR-EH575

    Sony SLV-T2000

    Sony DCR-TRV110E

    Blackmagic Intensity Extreme

    ADVD 110

  • Deinen ersten Satz lasse ich einmal so stehen. Ich habe das so verstanden, dass der Sony DSR 80 einen internen TBC hat.

    Aber egal, das bringt jetzt nichts, sich damit weiter zu beschäftigen.


    Meine Ratschläge sind gern geschehen.


    Schade, dass du mit dem AG ein schlechtes Gerät erwischt hast. Solche Produkte muss man immer, wenn möglich, aus erster Hand kaufen.

    2010 hatte man vielleicht noch die Chance, ein einigermaßen gut erhaltenes Gerät zu erwerben. Das selbstverständlich auch immer seinen Preis hat.

    Für 300 € ist da nichts zu machen, das sollte klar sein.


    Ja, das hat auch berufliche Gründe. Ich besitze ein professionelles Videoschnitt-Studio. Angefangen habe ich aber auch als Amateur in Bezug auf Video.

    Das war im Dezember 1982 zunächst mit Video2000. VHS folgte dann 1985.

    Die professionelle Bearbeitung war ab 1993 mit den ersten AG-7750-Geräten und einem guten Bildmischer (Panasonic WJ-MX 50).


    Später folgten dann noch weitere professionelle Maschinen und Zusatz-Geräte.

    Darunter waren und sind noch professionelle DVCPRO-Maschinen, die sehr teuer waren.

    Da kann ich heute noch MiniDV-, DV-, DVCAM und DVCPRO-Bänder abspielen.


    1983 gab es noch keine AV-Kabel, jedenfalls nicht für europäische Geräte mit DIN-Anschlüssen.

    Meine Arbeitskollegen und ich kopierten damals noch mit einem normalen Antennen-Kabel. Da hatte man mindestens 40% Bildrauschen.

    Das störte zu dieser Zeit niemanden.


    Zuvor 1971 hatte ich das Hobby Hi-Fi.

    Ich besaß 1971 die erste Quadrophonie-Anlage in Deutschland. Jedenfalls sagte das damals der Großhändler für Europa, meinem Hi-Fi-Händler.

    Hatte die Anlage aber schon 1970 bestellt. Leider war der SQ-Matrix-Chip noch nicht richtig funktionsfähig, daher bekam ich die Anlage erst 1971.


    Bei SQ reichten 2 Kanäle in der Schallplatte aus. Bei dem technisch besseren CD-4 waren 4 Kanäle in der Schallplatte.

    Das weiß heutzutage fast kein Mensch mehr. Dolby Digital 5.1 folgte erst in den 90er Jahren.


    Den ersten verfügbaren S-VHS-Rekorder (Telefunken A1200) in Deutschland, hatte ich mir auch im Dezember 1988 gekauft.

    Da lagen noch 5 Stück S-VHS-Bänder von SABA bei. Das sind eben Erfahrungen aus 50 Jahren Multimedia.