Video Bitrate und doppelte Frames

  • Grundsätzlich frage ich mich schon seit längerem, warum man immer noch am 25 FPS Standard festhält ? Während sich die Auflösung alle paar Jahre verdoppelt ist der FPS "Standard" immer noch unverändert.

    Inzwische ist die FPS Verdopplung bei der "Restauration" meiner alten Aufnahmen zu (m)einem Standard geworden und trägt zu einem nicht unerheblich Qualitätsgewinn bei.

    Natürlich verdoppelt sich auch die Speicherbeadrf. Aber inzwischen sollte doch bei der aktuellen Datenleitungen und Übertragungsgeschwindigkeiten eine Verdopplung der FPS auch in der TV-Welt technisch realisierbar sein ?

    Oder was spricht grundsätzlich dagegen ?

  • Würde nicht sagen dass sich der Speicherbedarf verdoppelt. Mehr FPS = weniger Änderungen zwischen den Frames. Diese können, je nach Quelle, gut von aktuellen Encodern abgefangen werden. Bei verlustfreien codes sieht das natürlich anders aus.


    Anderer Grund: Studios müssen nun doppelt so viele Bilder bearbeiten, allein das rotoscoping ( also ausschneiden quasi ) ist ja schon sehr zeitintensiv.

  • Ich finds immer lustig wie die "Filmfreunde" ihre 24 fps Ruckelei verehren. Vor 100 Jahren als der Film erfunden wurde, hat man sich auf den kleinsten Nenner geeinigt , weil mehr FPS zu teuer und aufwändig gewesen wäre. Das war eine technische Barriere, die nun ins Positive verklärt wird.

  • tach auch !


    Ich bin nicht ganz sicher, aber es gab vor > 100 Jahren auch 18 FPS.

    Wenn Dein TV bei 24 rucklet ist es sicherlich nicht das Richtige.

    24 fps ist imho in der Spec und sollte ordentlich abgespielt werden.

    Vielleicht sind es die ganzen Verschlimmbesserer, die ein TV so hat.


    Und ich bin kein Fan von 24 fps. 50i ist mir da schon deutlich lieber.


    Avatar 2 sah allerdings echt geil im Kino aus. Das mag an den vielen FPS gelegne haben, oder

    an der Zeit, die man sich für den Film genommen hat.

  • Stichwort: long/short shutter


    Klar sind Bewegungen bei mehr Bildern pro Sekunde flüssiger, weil die Zeitscheiben der Aufnahmen jedes Einzelbildes kürzer und damit die Bewegungsunschärfe für die Dauer jedes Einzelbildes geringer ist. Durch mehr Bewegungsunschärfe haben herkömmliche Kinofilme weichere Bewegungen als moderne HD-Filme mit hoher Framerate, dadurch wirken sie eben auch noch ein wenig "unwirklich".

  • Apropo FPS: bevor es verloren geht, weil es vermutlich nie in ffmpeg aufgenommen wird


    hat schon jemand NVIDIA Optical Flow Accelerator (NVOFA) FRUC ausprobiert?


    Zitat

    The library exposes FRUC APIs that can be used for frame rate up conversion of video files. See https://docs.nvidia.com/video-…gramming-guide/index.html for the API documentation and sample code.


    This is important because NVIDIA GPUs since the Turing generation have hardware support for optical flow-based frame interpolation. MPV already includes --interpolation, but if the GPU supports optical flow-based frame interpolation, this should obviously be preferred for maximum smoothness and quality. I believe NVOFA FRUC only returns interpolated frames, so exactly which frames are interpolated would need to be decided (to match the user's monitor's frame rate, to match to an arbitrary fps, to just interpolate between all frames --> 2x fps, etc.).


    wurde hier im mpv issue besprochen: https://github.com/mpv-player/mpv/issues/11060

    philipl hat auch ein ffmpeg filter dafür geschrieben, der aber wegen den Lizenzen nie offiziell Teil von ffmpeg sein wird.


    https://github.com/philipl/FFmpeg/tree/fruc-me


    Wer es ausprobieren will. Ich würde gerne, man braucht aber eine neuere Nvidia GPU. RTX und so.