Reparaturservice für JVC HR-S9600

  • DocCoop:
    Ich gehe davon aus, dass sich das Clipping auf die Farben und die Helligkeit beziehen. Beim digitalisieren tritt immer Clipping auf. Deshalb sollte man SD und auch HD immer mit einem Schnittsystem auf 16 - 235 korrigieren. Auf „Limited“ bei BT.601 oder BT.709 abgleichen. Es gibt aber auch Camcorder, meistens nur für den Profibereich, die mit RGB aufnehmen und wiedergeben. In diesem Fall, ist 0-255 richtig.

    Auch beim digitalisieren über Y/C mit Scart, ist dies zu sehen, nur nicht so stark. Es ist kein Fehler von deinem Wiedergabegerät.

    Meiereika:
    Ich sehe die Sache wie Smurf. ProRes rauscht halt etwas mehr, als der DNxHD-Codec (für 4k, DNxHR). Es scheint 1080i50, statt 1080p50 zu sein. Das zeigt nur Mediainfo falsch an, dass es progressive ist. Ja, das originale SD-Video weißt die gleichen Eigenschaften auf.

  • Hallo Pro Jo, Danke für die Antwort.

    Es bezieht sich auf Luma, also helle bis weiße Bereiche, diese "brennen aus", wenn ich den EH495 verwende, ohne passiert das nicht.

    Ich kann diese Bereiche, da übersteuert und verloren (das zeigen mir die Histogramme in VDub und Resolve), später nicht mehr retten, da die Information damit weg ist.

    Daher meine Frage, ob mein EH495 defekt ist oder ob das bekannt ist und ich damit leben muss.

    Da ich dem Tutorial von Gubel folge und mir bei seiner Genauigkeit kaum vorstellen kann, dass er akzeptiert hätte, dass die ca. 5-10% der hellsten Bereiche immer clippen bzw. zu einer reinweißen Fläche übersteuert werden, frage ich mich, was ich falsch mache.

    Bin kurz davor, den EH495 wieder aus der Signalkette zu nehmen und stattdessen meinen alten TBC-Enhancer dazwischen zuschalten, um ohne HDMI direkt mit dem BM Intensity Shuttle zu capturen, das sieht bezgl. Clipping einfach besser aus und ich sehe auch sonst keinen Qualitätsverlust.

    Die Methode von Gubel ist halt an sich sehr elegant, aber schade, dass ich dann Clipping habe und Bildinformationen verliere.

  • Na, ich glaube die Antworten, die ich suche, werden mir hier alle indirekt gegeben, da andere exakt dasselbe Problem haben, wie ich:

    Gubel
    December 7, 2016 at 12:14 AM

    Schade, dann war es das wohl für den EH495...wer clippt, fliegt raus.

  • Hallo DC,

    dass das Bild beim EH495 wirklich sehr hell sein soll, dazu bräuchte ich erst Anschauungsmaterial. Bitte lade mir von den hellsten Stellen der Bilder, eine Sequenz von ca. 5 Sekunden Dauer irgendwo hoch. Bitte in „unkomprimiert“ (mov oder avi). Den Clip brauchst du nicht korrigieren.

    Normalerweise gehen zu helle Bereiche vom Bild nicht verloren, sondern müssen dann mit weniger „Gain" in Resolve korrigiert werden. Dann weisen z. Bsp. Gesichter wenig, oder keine hellen Stellen mehr auf. Sollte aber das ganze Bild zu hell sein, so, dass man auch keine dunklen Bereiche mehr sieht, kann das nicht wieder korrigiert werden. So einen Fall hatte ich auch einmal. Da war aber der Camcorder defekt. Meiner Erfahrung nach, ist der EH495 nicht defekt. Und wenn, dann müssten vermutlich ein- oder zwei Elkos ausgetauscht werden.

    Ich hoffe, du überspielst nicht mit einem Kabel, in dem ein 75 Ohm Widerstand eingelötet ist. Das korrigiert man heutzutage immer mit einem Videoschnittsystem. Das war damals Mitte der 80er Jahre nur ein Notbehelf, weil die Videobildmischer teuer waren. Bei guten Bildmischern konnte man auch 16-235 einstellen.

    Reinweiß ist 255, 235 nicht ganz, ist aber normalerweise bei SD der Standard. Bei YT ist zu 98% bei SD, 255 vertreten.

    Der TBC-Enhancer ist vom Vorbesitzer vermutlich schon besser, wegen der Helligkeit eingestellt. Der Enhancer bietet viele Einstellungen.

    Ich versuche deinen kurzen Clip, einmal mit Avid zu korrigieren. Vielleicht sieht dann das Bild besser aus. Zu „Gain" müsste es dazu bei YT einige Tutorials geben, aber leider nicht zu "16-235".

  • Hallo Pro Jo,

    vielen Dank, für das Angebot, das ist sehr freundlich, allerdings gehe ich nicht davon aus, dass man die geclippten Werte > 235/255 irgendwie zurückbekommen kann - mit welchem Zaubertrick sollte das gehen?

    Den TBC-Enhancer besitze ich jetzt seit 10 Jahren (alle Jahre wieder kommt das Thema "VHS-Digitalisierung" bei mir auf den Tisch und ich habe ihn komplett resettet, falls Du das meinst). Die Einstellmöglichkeiten des TBC-Enhancer sind m.E. begrenzt, da man die meisten Sachen heutzutage eher per Software und dann genauer korrigieren würde (Farbkanäle, ChromaShift, Kontrast, Schärfe, horizontaler Versatz).

    Das einzige, was mir in diesem Fall konkret nützt, ist die Helligkeitsregelung. Die habe ich so eingepegelt, dass das Histogramm nach dem EH495 passt und ich Details in hellen Flächen erhalten kann. Mich stört es aber, ein weiteres Gerät (=TBC-Enhancer) in der Signalkette zu haben, dass intern mit einem A/D-D/A Wandler arbeitet. Das ist für mich in gewisserweise Overkill, nur um die Helligkeitswerte anzupassen. Daher der Ansatz, dass ich entweder nur den TBC-Enhancer, dann aber nicht den EH495, oder nur den EH495 (mit Dämpfungsglied vorgeschaltet), dann aber nicht den TBC-Enhancer verwende.

    Im Moment tendiere ich, wie gesagt, dazu, den EH495 nicht weiter zu verwenden oder mir ein Dämpfungsglied zu bauen, löten kann ich ganz gut.

    Ich bin jetzt allerdings erst einmal eine zeitlang in Urlaub und melde mich, sobald ich zurück bin.

    Viele Grüße, frohe Ostern,

    Thomas

    Edited 3 times, last by DocCoop (March 30, 2026 at 3:21 PM).

  • Hi Thomas,

    ob die Helligkeit von deinen Bildern überhaupt geclippt sind, sehe ich erst, wenn ich deinen kurzen Video-Clip in Media Composer geladen habe. Mit dem Farbfinish-Tool von Avid Symphony, sehe ich alle Farbwerte, ob diese richtig sind oder nicht. Das bietet auch Resolve, ist aber wesentlich komplizierter einzustellen. Premiere und Edius haben nicht diese Möglichkeit, erst mit einem speziellen Plug-in ist das realisierbar.

    Die „Zaubermittel" für eine hochwertige Bildabgleichung heißen „Curves, Gain, Gama, Setup und Farbstärke“. Bildhelligkeit und Bildkontrast werden weniger benötigt. Es kommt immer auf das gesamte Bild an, welche Einstellungen man ausführt. Die anderen Korrekturen, hast du ja schon geschrieben.

    Ja, dass das Histogramm korrekt ist, ist gut. Auch ja, die ganze Bildkorrektion, macht man heutzutage per Software.
    Ich weiß, was du meinst. Technisch würde ich den TBC-Enhancer vorziehen. Ich hatte einmal zwei interne TBC’s von meinen beiden AG-7750-Maschinen hintereinandergeschaltet, war technisch kein Problem, nur das Bild war leicht unschärfer. Kann man aber mit den meisten Software-Filtern wieder schärfen.

    Mehr als das auszuprobieren kann ich auch nicht. Mich würde das nur persönlich interessieren, ob das überhaupt zu korrigieren ist.

    Für mich ist das unverständlich, wie man 2019 noch solche Tipps zu Widerständen zum einlöten geben kann. Meiner Meinung nach, sind das Leute, die ihr Schnittsystem nicht begriffen haben. Bogilein hatte ja einmal vor langer Zeit, 10 Test-Bilder mit dieser Methode im Forum eingestellt. Nur ein einziges Bild hatte die korrekten 16-235. Entweder war es 0-235 oder 16-255. Der Rest lag dazwischen. Ein SD-Video sollte aber immer gleichmäßig bei 16-235 liegen.

    Du solltest das Bild nicht nur beim EH495 korrigieren, sondern auch bei alle anderen Rekordern.

    Na dann, einen schönen Osterurlaub.

    Auch an dich viele Grüße und frohe Ostern von

    Joachim

  • Hallo Joachim,

    so, nun bin ich ein ganzes Stück weiter:

    Einerseits habe ich festgestellt, dass bei einem relevanten Teil meiner "Clipping"-Probleme doch die Fehlinterpretation 0-255 vs. 16-235 der Grund war. Helligkeitswerte größer 235 wurden also direkt als "Reinweiß" (255) interpretiert und damit "geclippt". Das konnte ich per Software problemlos korrigieren. Bei anderen Videos kam ich damit allerdings nicht hin, hier hat mir das selbstgebaute Dämpfungsglied geholfen.

    Meine Clipping-Probleme sind damit also insgesamt gelöst - vielen Dank noch mal für Deine Unterstützung!

    Viele Grüße

    Thomas

  • Hallo Thomas,

    alles gern geschehen. Normalerweise sind alle Streams auf 16-235 korrigierbar. Nur selten gibt es Bilder, bei denen die gesamte Bildfläche zu hell ist. Das ist dann der Fall, wenn z. Bsp. die Belichtungsautomatik von einer Cam defekt ist. Das kommt aber eher ganz selten vor.

    Mich würden die zu hellen Bilder persönlich interessieren. Wenn du möchtest, dann lade bitte einmal eine kurze Sequenz (unkomprimiert) von ca. 3- oder 5 Sekunden bei https://www.filemail.com oder https://1fichier.com/ (Tor-Netzwerk) hoch. Man braucht sich dort nicht zu registrieren. Ich versuche, die zu hellen Bilder, auf 16-235 zu korrigieren. Dann könnte ich dir sagen, welche Bildfläche du korrigieren solltest.

    Ich habe es ja schon einmal geschrieben. Ein Bild besteht aus der hellen Fläche, aus dem Mittenton und dem dunklen Bildbereich (Schattenbereich). Aber um das zu verstehen, bist du vermutlich noch nicht so weit. Es dauert einige Zeit, das war bei mir auch so.

    Viele Grüße von

    Joachim

  • Hallo Joachim,

    "Ein Bild besteht aus der hellen Fläche, aus dem Mittenton und dem dunklen Bildbereich (Schattenbereich). Aber um das zu verstehen, bist du vermutlich noch nicht so weit. Es dauert einige Zeit, das war bei mir auch so."

    Ich muss jetzt ein wenig Schunzeln - ich bin von Beruf Radiologe und noch mit der alten analogen Filmtechnik vor 35 Jahren groß geworden, habe die komplette Digitalisierungsära mitgemacht, kenne mich also mit Filmentwicklung, Gradationskurven, Konstanzprüfungen, etc. recht gut aus. Bin nebenbei seit Jahrzehnten passionierter Hobbyfotograph mit eigenem SW-Labor und alter Super8-Filmer. Meine ca. 1000 Aufnahmen und 80 Filme sind mittlerweile digitalisiert, wobei ich Restaurationsscripte mit AviSynth oder VapourSynth selber schreibe bzw. abändere.

    Nun ist mein VHS-Bestand dran und wie ich schrieb, brauchte ich bei verschiedenen Aufnahmen ein Dämpfungglied - digital war da nicht weiter zu kommen.

    Das weisst Du natürlich alles nicht, aber wenn hier jemand keine Ahnung von digitaler Bildbearbeitung etc. hat, dann bin ich das vermutlich eher nicht. ;)

    Ganz liebe Grüße und Danke für Dein Angebot

    Thomas

    Edited once, last by DocCoop (April 17, 2026 at 12:42 PM).

  • Den gleichen Gedanken hatte ich auch.

    Ich bin ausgebildeter Mediengestalter Bild und Ton und seit über 10 Jahren als freiberuflicher Kameramann und Cutter tätig.
    Auch ich bin längst kein Einsteiger mehr auf dem Gebiet der digitalen Videotechnik und Videoverarbeitung.

    Zu deiner Vermutung, dass dein EH495 defekt ist, kann ich nur bedingt etwas sagen.
    Mir ist er bisher beim Digitalisieren bezüglich Clipping nicht negativ aufgefallen. Ich habe aber leider auch keinen Vergleich zu anderen AD Wandlern.

  • Vielen Dank! Wie schon geschrieben, ich habe meine "Probleme" mittlerweile gelöst. Ich hatte Videos dabei, die scheinbar nicht normgerecht aufgenommen wurden, hier brauchte ich ein analoges Dämpfungsglied im S-VHS-Kabel, damit der EH495 nicht clippt, bei allen anderen Videos, bei denen mir Clipping auffiel, lage es weder am Quellmaterial, noch am EH495 (den hatte ich mal zuerst im Verdacht, da es mir hier im Vergleich zu anderen Digitalisierungsmöglichkeiten direkt auffiel), sondern an einer falschen Helligkeitsinterpretation in der Nachbearbeitungsoftware, was man auf verschiedenste Weise softwaremäßig in den Griff bekommt (z.B. in Resolve Datalevels "Video" vs. "Full", gibt aber noch zig andere Wege).

    VG, Thomas

    Edited 2 times, last by DocCoop (April 17, 2026 at 8:45 PM).

  • Hallo Thomas,

    gut, dass du einer der Wenigen bist, die sich auskennen. Dass du so engagiert bist, wusste ich nicht, das stimmt. Aber du weißt ja, man lernt nie aus. Auch ich nicht.

    Ich war früher auch Hobbyfotograf. Gleichzeitig auch Bandtechnik und Hi-Fi. Meine erste Fotoerfahrungen sammelte ich 1968 mit einer Fotokamera Kodak Retina II S mit Schneider-Optik. Danach 1974 fotografierte ich mit einer Contax RTS mit Zeiss-Optik (Oberkochen). Diese hatte damals eine Blende von 1,4 und war die erste Kamera mit einer Viertauselster Verschlusszeit.

    Der führende Wissenschaftler bei Zeiss war damals Ernst Abbe in Jena (Stammsitz). Das weiß jedes Kind in Mitteldeutschland, nur nicht mehr in den alten Bundesländern. Ausgenommen die Optiker.

    Meine letzte analoge Kamera war die Mittelformat-Kamera Hasselblad 500 CM, mit Zeiss Planar-Optik von 1980. Ich möchte behaupten, dass ich mich auch allgemein ganz gut auskenne. Das 6x6cm-Bildformat hat eine Bildauflösung von 64K. Das ist eine Bildqualität, die es in Deutschland bei Fernsehern vermutlich nie geben wird. Deutschland „hängt“ seit Jahren bei 4K fest. In Japan gibt es schon seit 3 Jahren 16K.

    Eine Super8-Filmkamera besaß ich leider nie. Meine Bekannten aber Bauer Nizo und Beaulieu 4008 S.

    Die Restaurationsscripte sind interessant.

    Dämpfungsglied:
    Es wird nicht nur VHS mit 0-255 digitalisiert, sondern auch DV meistens mit einem volldigitalen Bild- und Tonkabel (4- oder 6-Pol). Da müsste man dann ja auch einige Widerstände in die dünnen Kabel einlöten. Dazu kämen noch die professionellen digitalen SDI-Kabel. Im Profi-Bereich wäre das undenkbar, in ein SDI-Digitalkabel Widerstände einzulöten. Da würde dich dein Chef sofort entlassen. Viel Spaß dabei.

    Hollywood-Filme werden nur mit einer Bildsoftware korrigiert, nicht aber mit Widerständen in Bildkabeln. Resolve macht das aber hervorragend. Avid und Resolve werden auch bei Hollywood-Filmen verwendet.

    Das Bild hat 75 Ohm und Audio 50 Ohm, aber das weißt du ja. Was du machst, ist selbstverständlich deine Sache. Da ich kein Test-Video von dir habe, kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Aber in der Zwischenzeit, hast du ja das Problem gelöst.

    Auch an dich liebe Grüße von

    Joachim

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