Beiträge von SixdeeBee

    Es ist allerdings möglich, dass jemand, der diesen Effekt noch exakter benennen kann, auch noch eine bessere Lösung kennt.


    ... den Effekt benennen (besser: Eine mögliche Ursache schildern), vielleicht, aber eine bessere Lösung zur Beseitigung habe ich auch nicht.


    Der gezeigte Effekt kann entstehen, wenn eine PAL-Quelle mit einem Videorecorder aufgezeichnet wurde, dessen Farbhilfsträger-Quarz durch Alterung etwas von der Sollfrequenz (4,43361875 MHz) abweicht und der Ziehbereich der Synchronisation durch den Burst (= Farbhilfsträger) nicht mehr ausreicht, diese Frequenz auf +/- 1 Hz genau einzuhalten. Es entsteht dann u. a. eine Schwebung in den B - Y / R - Y Demodulatoren mit der Folge, daß eben solche Farbfehler entstehen können.
    Abhilfe bringt dann nur ein Neuabgleich des Farbträgeroszillators im betreffenden Gerät, um den Fangbereich zu verschieben.


    Möglich ist aber auch, daß der Recorder zwar noch synchronisiert, aber beim Abspielen ein vom Sollwert abweichendes Farbsynchronsignal liefert. Eine analoge CaptureKarte hat dann u. U. das gleiche Problem wie geschildert.



    de newbie:


    Trift es zu, daß die Bilder von einer Bandaufzeichnung stammen ?
    (Die Unschärfe der Beispielbilder könnten von einer FBAS-Quelle stammen)
    #
    Wenn ja, wurde die Aufnahme mit dem gleichen Gerät abgespielt mit dem sie aufgenommen wurde ?
    #
    Sind die gelben Balken stabil, bzw. verändern sich Breite und Lage ?
    #
    Wurde versuchsweise die Aufnahme mit einem anderen Gerät abgespielt ?
    #
    Erscheinen die Farbfehler auch auf einem analogen Fernsehgerät oder erst nach der Digitalisierung ?


    Die Beantwortung dieser Fragen kann nur eine Klärung hinsichtlich der Ursache erleichtern, rückstandslos entfernen lassen sich diese Störungen im Nachhinein leider nicht mehr. :(


    :winken:


    SixdeeBee

    Die Antwort kommt zwar spät ... möglicherweise ist das Problem ja noch nicht gelöst ...


    Versuche mal folgendes: Erstelle ein > Startprojekt <.


    #


    Starte Premiere und stelle sämtliche Parameter so ein, wie gewünscht.


    #


    Speichere das Ergebnis als > Projekt <, beende Premiere und aktiviere den Schreibschutz der Projektdatei. (=> Eigenschaften)


    #


    Starte erneut indem Du die Projektdatei startest, nicht das Programm selbst.
    Jetzt wird Premiere die Vorgaben der Vorlage annehmen.


    #


    Wenn das funktioniert, dann stelle eine Verknüpfung der Projektdatei zum Desktop her. Gib der Icone einen "sinnvollen" Namen und starte in Zukunft ein neues Projekt nur noch über diese Ikone.


    ---


    Wenn ein "echtes" Projekt in Arbeit ist, starte das > Startprojekt < und speichere es nach dem Start von Premiere sofort unter einem anderen Namen ab. Dadurch wird der Schreibschutz des Startprojekts aufgehoben und die automatischen Projektsicherungen können durchgeführt werden.


    Starte eine neue Sitzung anschließend immer über die aktuelle Projektdatei der letzten Sitzung und nicht über einen direkten Programmaufruf von Premiere. Auf diese Weise wird immer mit den aktuellen Einstellungen gestartet.



    :winken:


    SixdeeBee

    Eine Längenbegrenzung von Kabeln basiert immer auf den gleichen "Schmutzeffekten", egal ob das transportierte Signal ein analoges oder ein digitales Signal ist. :(
    Rückflußdämpfung, Gruppenlaufzeitverzerrungen, frequenzabhängige Dämpfung, Kammfiltereffekt bei Fehlanpassungen usw. haben auf digitale Signale die gleiche Wirkung wie in der analogen Welt.


    Unterschied: In der analogen Welt verhalten sich die Effekte eben auch analog, d.h. die Geisterbildung beginnt schleichend und steigt mit länger werdendem Kabel stetig an, während in der binären Welt keine auf dem Bildschirm sichtbaren Geister erscheinen werden.
    Die hängen sich stattdessen an die an- und abfallenden Flanken der Rechtecksignale dran, verbreitern die 1- und verschmälern die 0-Zustände so lange, bis ab einer bestimmten Kabellänge die Verbindung abrupt abreißt


    Mit einer FireWire Verbindung sind 20 m-Verbindungen normalerweise möglich. Es entsteht dabei aber die Gefahr, daß die Verbindung während des Betriebs "ausgeblasen" wird (wie eine Kerze :().


    Ein Übertragungsstandard ist z.B. 400MBits/s. Um die Signale rechteckförmig zu erhalten, muß die Bandbreite aber viel größer als 400 MHz sein, es handelt sich dabei also um ein Breitband-Übertragungssystem.
    Dabei besteht die Gefahr, das äußere elektromagnetische Störungen über das Kabel an den FireWire-Eingang gelangen und intern dann die Parity-Prüfung durcheinander bringen. Dann stopt die FireWire-Karte den Datenempfang und Windows meldet ein fehlendes Gerät.


    Jeder Kontakt-Funken in einem Schalter kann dies bereits auslösen, insbesonders dann, wenn induktive Lasten (Kühlschrank !) ausgeschaltet werden.


    Letztendlich wirkt das lange DV-Kabel wie eine Kurzwellen-Empfangsantenne. Übersteigt die von außen einwirkende elektromagnetische Feldstärke einen kritischen Schwellwert, bricht die Datenübertragung zusammen und verbleibt in diesem Zustand. (=> daher der Begriff "ausblasen") ... Das bedeutet aber, daß eine DV-Verbindung u.U. nicht sicher genug sein kann.


    Eine relativ sichere Breitband-Verbindung über große Entfernungen ist halt nur optisch (Glasfaserkabel) zu erreichen (die ist aber auch nicht "Spatensicher" :ani_lol:) . Die des öfteren angebotenen Funkübertragungssysteme arbeiten meines Wissens im unteren Preissegment nur mit FBAS. Damit ist die erreichte Qualität wohl nicht ausreichend.


    :winken:


    SixdeeBee

    @ Gunnar


    Zu Deinem Kabel-Längenproblem noch dies:


    Die Länge des Verbindungskabels hängt sehr stark davon ab, ob das Impedanzniveau eingehalten wird. Weicht die Impedanz in der Kette


    > Ausgangsimpedanz - Kabel - Eingangsimpedanz <


    von den verlangten 75 Ohm ab, dann entstehen im Kabel "stehende Wellen", die sich als Geisterbilder an scharfen vertikalen Kanten bemerkbar machen. Insbesonders der Y-Kanal hat ein Frequenzspektrum bis über 5 MHz.


    Der sog. Verkürzungsfaktor von Koaxkabeln liegt bei 5MHz zwischen 0,66 bis 0,72.


    Es gibt eine kritische Kabel-Länge, die liegt bei Lambda/Viertel mal Verkürzungsfaktor => z.B. 5 MHz => ca 59 Meter Wellenlänge


    Kritische Länge für 5MHz = 59m/4 x 0,66 => ca 9,7 m.


    Weitere kritische Längen treten auf bei 3/4 Lambda x V, 5/4 Lambda x V usw.


    Bei diesen Längen wirkt das Kabel als "Leitungstransformator" und transformiert vom 75 Ohm Wellenwiderstand abweichende Werte extrem stark auf das Leitungsende. Dort wird das HF-Signal reflektiert (weil jetzt fehlangepaßt), läuft zurück zur Quelle, wird dort wieder reflektiert, schwächt sich dabei etwas ab, wird wieder reflektiert usw.
    Das bedeutet, daß jede Reflektion zeitversetzt am Ziel ankommt und da Fernsehen zeitbasiert abläuft, erscheinen die verzögerten Signale rechts vom Ursprungsereignis auf dem Bildschirm (Nachgeister). Das sieht dann auf den ersten Blick so aus, als würden Überschwinger (klingeln, ringing) dem Bild zugesetzt werden, es sind aber keine Überschwinger sondern zeitversetzt
    einlaufende Signale.


    Billige S-Video-Kabel halten erfahrungsgemäß den Wellenwiderstand von 75 Ohm nicht genau ein (PVC-Isolierung). Deshalb gilt hier, daß man einen Sicherheitsabstand von ca 0,33 x Lk einhalten sollte => Max Länge = ca 10m x 0,66 => ca 6,6 m.
    Man muß sich im Klaren darüber sein, daß jede im Videospektrum auftretende Einzelfrequenz ihre eigene kritische Länge hat. Dabei gilt: je höher die Einzelfrequenz desto näher rückt der kritische Punkt an die Quelle heran.
    Außerdem sind die Einzelfrequenzen objektabhängig. Tastet die Kamera den blauen Himmel ab, so ergibt das keine hochfrequenten Einzelsignale. Wird der gleiche Himmel durch eine Gardine gefilmt, dann verurscht das Gardinenraster
    ein hochfrequentes Spektrum, speziel im Y-Kanal. Jede vertikale Kante erhält dann u.U. ihren eigenen "Nachgeist" ...


    Wenn man ein gutes, aber preiswertes 75Ohm Kabel benötigt, dann kann man auch auf Koaxkabel für Satellitenanlagen mit geschäumtem PE-Dielektrikum zurück greifen, Kosten: ca. 1,0 bis 2,0 Euro pro Meter. Das ist zwar dicker als Videokabel, dafür hält es aber den Wellenwiderstand genauer ein.
    Damit ist die Geistergefahr aber noch nicht gebannt. Um geringstmögliche Reflexionen zu gewährleisten, müssen sowohl die Ausgangsimpedanz (Za) der Quelle (Kamera) als auch der Eingangswiderstand (Ze) des Ziels (z.B. Capturekarte) möglichst gut an die Impedanz des Kabels angepaßt sein.


    Jenseits der kritischen Länge treten übrigens noch weitere Schmutzeffekte auf ... z.B. lassen sich die Farben RGB nicht mehr einwandfrei wiederherstellen, da diese durch eine Matrix aus den Augenblickswerten des Y- und C-Signals generiert werden. Folge: Die Geister werden dann auch noch bunt ...:D



    :winken:


    SixdeeBee

    Audio Codecs zu vergleichen ergibt schon einen Sinn, wenn man dies meßtechnisch durchführt.
    Dazu sind aber bestimmte Hard- und Softwarebedingungen erfordelich:



    1. Eine Soundkarte mit hochauflösendem DAC, z.B. die "EWS 24/96" (Terratec)


    2. Eine Software die sowohl dreieck-, sinus-, pulsartige Signale (Dirac) als auch weißes Rauschen erzeugen kann.
    Um das weiße Rauschen "rosa" zu färben, wird noch ein Terzfilter benötigt


    3. Einen softwarebasierten, hochauflösenden Spektrumanalyzer mit der Möglichkeit, verschiedene "Fenster" zu wählen (Gauss, Hanning, Blackmann, Rechteck usw.)


    4) Klirrfaktormessung zur globalen Bestimmung des Quantisierungsgeräuschabstandes.



    Damit können u.a. folgende Messungen durchgeführt und graphisch dokumentiert werden:


    1. Frequenzgang in Abhängigkeit von der SampleRate (rosa Rauschen):


    Kein ("guter") Codec erfüllt die Regel: fo = fs/2 sondern es erfogt eine Begrenzung von fo unterhalb der theoretischen oberen Eckfrequenz.
    Sie wird mit einem Tiefpaß, dessen Wirksamkeit in erster Linie von der Anzahl und Güte (Q) der Polstellen abhängig ist (Flankensteilheit), erzeugt.
    Die Messung mit rosa Rauschen zeigt direkt den Verlauf der Flankensteilheit des Tiefpasses an.


    2. Aliasing-Geräuschabstand


    Dazu wird dem Codec ein 10kHz-Dreiecksignal (Spitzenwert=0dBu) zugeführt und über den Ausgang der Soundkarte das Amplitudenspektrum oberhalb von 20 kHz gemessen. (Klirrfaktormessung). Das Meßergebnis muß noch mit der spektralen Energieverteilung des Dreiecksignals korreliert werden. Man erhält damit den "Faltungsverzerrungsabstand" (Aliasing) der Kette:


    10kHz Signal => WAV => Codec (=> Soundkarte)


    Alternativ kann ein Puls-Signal verwendet werden, dessen Oberschwingungsamplituden alle gleich derjenigen der 1. Harmonischen entsprechen (Dirac). Dann entfällt der Korrelierungszwang.


    3) Impulsantwort


    Der Codec wird mit Pulsen (Dirac us=0dBu) gefüttert und die Impulsantwort direkt in einer Audio-Software gezeigt.


    Da AudioCodecs das Audiofrequenzband in kleine Abschnitte (z.B. 256 oder 512) unterteilen, muß der Codec Bandpaßfilter enthalten, die aber "klingeln" (ringing). Die Messung mit Dirac-Pulsen zeigt quantitativ die dabei entstehenden Überschwinger an.


    => Je höher die Ordnungszahl der Bandpaßfilter, desto besser die Trennung aber desto stärker das Polklingeln. Dies hat einen großen Einfluß auf den Inband-Geräuschabstand.


    4. Inband-Geräuschabstand


    Diese Messung entspricht einer herkömmlichen Klirrfaktormessung und zeigt
    den tatsächlichen Oberton-/Geräuschabstand eines Codecs.


    Führt man die Messung mit verschiedenen Eingangsamplituden durch, erkennt
    man, daß mit kleiner werdender Eingangsamplitude die harmonischen Verzerrungen abnehmen während die unharmonischen (Quantisierungsgeräusche) zunehmen.
    Diese Messung zeigt das Verhalten des Codecs im Hörbereich.


    Dabei wird die Spreu vom Weizen getrennt und eine gut - schlechter - Aussage unmittelbar möglich.


    5. Kanaltrennung


    Die sollte eigentlich gegen unendlich streben, aber dem ist nicht immer so.
    Ein Kanal wird mit einem 10kHz/0dBu-Dirac-Signal gespeist und am Ausgang des 2. Kanals wird gemessen. Das Ergbenis ist manchmal verblüffend !
    Die Messung darf nicht über die Soundkarte erfolgen sondern PC-intern über einen Audioeditor.


    6. Referenzmessung mit WAV


    Alle Messungen sollten auch ohne Codec durchgeführt werden, um die Grenzen der Meßreihe aufzeigen zu können.
    Aussagen können dann als zuverläßlich gelten, wenn der Abstand zwischen WAV- und Codec - Messung >40dB ist.



    Das soll jetzt hier keine Werbung sein ...:D aber fast alle diese Messungen lassen sich z.B. mit dem "WellenLabor" einer norddeutschen Firma durchführen (ab vers. 5.0x)


    Und nicht zuletzt: Die Ohren messen auch mit ...:) aber man kann sie täuschen ...:mad:



    Hilft Dir das weiter ? :)


    :winken:


    SixdeeBee

    leguangras


    kann deiner logic nicht ganz folgen ...


    ... Auch im Umgang miteinander gibt es logische Aspekte, die eigentlich einleuchtend sein sollten. Einer davon ist die Höflichkeit. Auch wenn dieses Forum so eine Art Mülltonne für unangebrachte Beiträge ist, die zugehörige Überschrift wird von vielen Forumbenutzern gelesen, deren Beiträge mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dort niemals landen werden. Die sehen aber u.U. auch den erhobenen Zeigefinger, obwohl sie nicht betroffen sind.
    Außerdem wird das Gleitz DVD-Forum von (geographischen) Nachbarn, die der deutschen Sprache mächtig sind, benutzt und ist demnach auch ein Aushängeschild dafür, wie man bei "uns" mit solchen Dingen umgeht.


    ... "so nicht" noch höflich ausgedrückt ... mag zwar im Augenblick des Lesens eines unangebrachten Beitrags, aus dem Bauch heraus gefühlt, richtig erscheinen, im Umgang miteinander kommt man mit einem bestimmten, aber höflichen Ton weiter. :)


    => Es sollte jetzt bitteschön hier kein Disput über den Wert oder Unwert des kleinen Wörtchens > bitte < entstehen. Wer es nicht mag, der möge es bitte auch nicht benutzen ...:D


    :winken:


    SixdeeBee

    Wir haben uns zumindestens in soweit entschlossen das betreffende Forum in seinem Erscheinungsbild nicht mehr so aggressiv erscheinen zu lassen. Für das komplette Entfernen des Forums kann ich mich nicht durch ringen.


    Vielleicht würde das Zauberwort "bitte" das Erscheinungsbild im Vorfeld schon etwas entschärfen:


    > So bitte nicht < klingt wesentlich moderater und vor dem inneren Auge des Lesers erscheint nicht sofort der "preußisch erhobene Zeigefinger" ... Der führt erfahrungsgemäß bei vielen Menschen zur Abneigung (da schließe ich mich nicht aus) und regt zum
    > jetzt erst recht nicht < an. Einer Bitte wird leichter entsprochen als einem Befehl und Aggressionen werden dabei eher abgeschwächt als geschürt ...


    :winken:


    SixdeeBee

    Hallo Leute,


    aus gegebenem Anlaß möchte ich folgendes Thema zur Diskussion stellen:


    Wie verhalte ich mich gegenüber anderen in einem Forum ?


    Zuerst dies: Mein Internetzugang ist von den Arbeitsräumen durch eine Etage abgekoppelt. Um einen Forumbeitrag beizusteuern, muß also zwischen der Arbeitsstelle und dem Internet-PC gependelt werden.
    Dadurch ist es z.B. nur schwer möglich, mit anderen Forumbesuchern in "Kurzbrief"-Manier zu kommunizieren. Sucht also jemand Unterstützung zu seinem Problem, dann wird seine Anfrage auf einen USB-Stick kopiert und ab geht es in den Keller ...


    Die Bandbreite an vorhandenem Wissen ist im Forum wohl ähnlich verteilt wie im realen Leben. Deshalb stelle ich mir jedesmal die Frage, was kann ich dem/der Ratsuchenden an Informationen mit der ersten Antwort zumuten ?


    Es gibt da einige Spezialisten, deren Probleme sich in etwa in den Regionen der "Geschwindigkeitsoptimierung der schnellen Fourieranalyse" bewegen und die im "Chat" Modus sich die Infos bröckchenweise im Sekundentakt zuwerfen ... und jeder in der Runde versteht, was der andere meint. Prima, das kann ich akzeptieren und bewundere diese Leute sogar !


    Da gibt es aber auch jene Zeitgenossen, die sitzen wie das Kaninchen vor der Schlange vor ihrem PC, hadern mit der Ungerechtigkeit des Videoschnittprogramms und fragen sich händeringend, welche Taste denn nun die Oma hereinzoomt ...


    Bewährt bei der Beantwortung von Fragen hat sich das Prinzip der "leichten Überforderung". Hat der/die Ratsuchende wirklich Interesse an dem Thema, wird er/sie nachfragen und damit wird ein positiver Dialog gestartet, der (hoffentlich) zur Lösung seines/ihres Problems führt.


    Das wäre der Idealfall.


    In manchen Fällen ist selbst eine leichte Überforderung daran gebunden, Dinge möglichst einfach oder „abgespeckt“ darzustellen. Funktioniert ein Prinzip ohne bestimmte Details, dann lasse ich die zunächst weg, wohlwissend, daß dies


    a) zu nicht "ganz" korrekten Ergebnissen führt und
    b) einige Sprung-auf-marsch-marsch-Vertreter aus ihrer Lauerstellung herausreizen kann.


    So geschehen in einem Thread:


    Bei der Fragestellung geht es um 4:3-Clips, das 16:9-Format, eine bestimmte Videoschnittsoftware und, von mir ergänzt, um das DV-Format.


    Ich hatte einen guten Tag und habe mich dazu entschlossen, der/dem Ratsuchenden einer
    jener "leicht überfordernden" Antworten zu geben, nachdem andere ihm/ihr bei einer bestimmten Frage nicht weiterhelfen konnten. In meiner Antwort ging es darum, wie ein 4:3-Clip in das 16:9-Format als Pillarbox konvertiert werden kann, als Voraussetzung zur Weiterbearbeitung in einer einfachen Schnittsoftware.
    Dabei habe ich einen schlimmen Fehler begangen, ich habe nämlich sämtliche Probleme, die
    bei einer derartigen Konvertierung entstehen, weggelassen ... um den/die Fragesteller(in)
    nicht ganz "zuzumauern" dabei aber einen Wink hinterlassen, daß derartiges mit AVISynth
    sehr gut lösbar sei.


    Die Reaktion der/des Betreffenden kam auch prompt: Er/sie hat sich die Antwort ausgedruckt
    und gemeint, das sei doch schon etwas kompliziert.


    Fein, die leichte Überforderung hat gewirkt ... jetzt bereite ich schon mal den etwas schwierigeren Teil vor ...


    Aber denkste ... Prompt kommt ein Beitrag von einem jener in Lauerstellung, der meint,
    daß dies alles Blödsinn sei .... und im Endeffekt schwachsinnig, sein Fernseher hätte links und rechts Balken ...


    Prima, hat sich bestimmt der/die Ratsuchende gedacht, da gibt es jemanden, dessen Fernseher
    hat links und rechts schwarze Balken und ich habe mir eben Blödsinn ausgedruckt ... und nun ?


    Leider habe ich dann den zweiten unverzeihlichen Fehler begangen: Ich habe versucht den
    Blödsinnschreiber zu bekehren ! Aubacke ... das hatte Folgen ...


    Kurzfristig habe ich mich dazu entschlossen, das Niveau meiner Erklärung noch einmal zu senken, um sozusagen mit einem Schnellschuß, dem Blödsinnschreiber seinen Blödsinn vor Augen zu halten ... Das Ergebnis war leider unbestimmbar, er hat nicht darauf reagiert, möglicherweise befinden sich jetzt aber die beiden Balken woanders ...


    Durchaus der Prozentrechnung für den Tagesgebrauch mächtig, (diesem Trugschluß unterlag ich jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt noch...) war ich mir im Klaren, daß, wenn ich jedesmal
    nur 70,7% der ganzen Wahrheit präsentiere, dem Blödsinnschreiber immerhin noch 50% der Wahrheit zur Verfügung stehen... Egal, dachte ich schon leicht amüsiert, besser Halbwissen als gar keines ...


    Ja ... und damit hatte ich wohl den dritten der drei unverzeihlichen Flüche, äh Fehler begangen, denn jetzt meldete sich ein Rechenkünstler!
    Dem waren nämlich alle die kleinen "Fehlerchen" aufgefallen (Ha, die Kommafehler hat er aber nicht gefunden, die sind alle gut versteckt...) und er hat dann auch massiv meine Prozentrechenkünste angezweifelt. Seitdem bin ich wieder krampfhaft auf der Suche nach meinem Rechenbuch, 4. Klasse, Volksschule, 1959 ...
    Ja ... er hatte noch mehr zu mokieren: Meine Ausführungen enthielten zu viele Zahlen, meinte er. Fein, habe ich gedacht, werde ich halt beim nächsten Male darauf achten und Zahlen durch Schäfchen ersetzen, vielleicht kann er ja nicht bis 3 zählen und braucht den Trick: Da kommen zwei, die haben noch eines (!) bei sich ..., wenn mal zufällig 3 Schäfchen auf ihn zukommen...


    Und dann, auwei, ist in dem Thread ein Glaubenskrieg ausgebrochen, Rechenkünstler gegen
    DV-Spezialisten, die dem Rechenkünstler nach allen Regeln der Kunst seinen Irrglauben
    in Sachen Matrixierung austreiben wollen. Ob ihnen das bei so viel Sturheit gelingen wird, wage ich ernsthaft zu bezweifeln!


    Und wo bitteschön ist der/die ursprünglich Ratsuchende geblieben ? Meine Bemühungen um Informationsweitergabe sind kläglich gescheitert, torpediert von Blödsinn und Schwachsinn
    und einem selbsternannten Großrechenmeister.
    Mein schönes "3-Stufenmodell" ist im Eimer, meine heile Welt der angewandten Prozentrechnung zerstört... muß ich jetzt mein Diplom als Elektroingenieur wieder abgeben ?


    Manche(r) wird jetzt bestimmt bei einigen Stellen geschmunzelt haben, aber es ist mir bitterer Ernst. Das Verhalten mancher Forumsteilnehmer läßt leider zu oft sehr zu wünschen übrig.
    Nur etwas in einen Thread hinein zu werfen, um sich in den Mittelpunkt zu drängen, ohne auch nur ein winziges Quäntchen an der Lösung für den Fragesteller beizusteuern, halte ich für schlechte Manieren und ich bezeichne dies als "Autobahnunkultur". Jeder, der vor gewissen Leuten fährt, wird automatisch zum Gegner oder Beutetier und wird gnadenlos gehetzt.
    Aber ich habe auch etwas dazugelernt. Sollte mich mal wieder der Rappel packen und ich möchte jemanden bei seinen techn. Problemen weiterhelfen, werde ich nur noch auf diejenigen eingehen, die etwas zur Lösung des Problems aus der Sicht des Fragestellers
    beisteuern. Alle anderen werden zukünftig ignoriert !
    Wenn andere auch so verfahren würden, dann wären die "Ballermann-Threads" schnell
    trockengelegt ...
    Jetzt brauche ich erst mal eine Auszeit, um mich vom "Ballermann" zu erholen.


    :winken:


    SixdeeBee

    Hier noch ein paar Anmerkungen zur eigentlichen Problematik, kommt zwar etwas spät, aber es gibt ja noch real life ...


    Check It Out


    ... Du scheinst ja die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben, aber glaube mir, Dein Auftritt hier ist keine Glanzleistung.


    Der nachfolgene Nachschlag ist für simone.i bestimmt, übergehe ihn einfach, denn Du weißt es bestimmt wieder besser ...


    @ simone.i


    PAR Angaben basieren auf dem > ITU-R BT.601 < Standard. Dieser wurde eingeführt, um analoge Videosignale in digitale Informationen umzusetzen.
    Der Standard geht sowohl bei PAL als auch bei NTSC von 702 horizontalen Pixeln. Da 702 keine mod 4 konforme Matrizen ermöglicht, wurde dieser Wert auf 704 erhöht.
    Die dazu gehörenden PAR betragen bei 4:3 PAL 12/11 = 1.091 oder 128/117 = 1.094
    Bei 16:9 PAL ist der korrekte Wert 16/11 = 1,4545.


    Dieser Standard wurde mit der Einführung der rein digitalen Bildbearbeitung (Quell- und Zielformat digital) nicht vollständig übernommen, vielmehr darf bei 4:3 PAL die PAR jetzt auch 64/60 = 1,0667 betragen und 16:9 anamorphes PAL verwendet jetzt auch 64/45 => 1,4222.


    Praktisch jede Hobbyschnittsoftware verwendet 1,0667 bzw. 1,4222, professionelle Schnittsysteme bieten aber den alten ITU-Standard auch an.


    720 horizontale Pixel wurden deshalb gewählt,damit die SMW (Sampling Matrix Width) genau 52,33333 usec beträgt.
    Mit 702 Pixeln wäre sie exact 52.0 usec, 702 ist aber nicht mod4 fähig => Probleme mit diversen Encodern.


    Ein Player zeigt 4:3-Material in einem Raster von 768 x 576 Pixeln an, ein 720x576-Pixel-Video erzeugt einen ARS (Aspect Ratio Signalling),
    wobei die 720 horizontalen Pixel auf virtuelle 768 Pixel durch Multiplikation mit 1.0667 gespreizt werden. Dadurch erscheint ein Kreis rund, während er im "echten" 720x576-Format leicht horizontal gestaucht bzw. in die Höhe gestreckt erscheinen würde.


    Ein Raster von 768x576 Pixeln kommt bei der DV-Videobearbeitung grundsätzlich nicht real vor. DV-Kameras liefern sowohl im Fullscreen 4:3 als auch im anamorphen 16:9-Modus 720x576 Pixel, das gilt auch z.B. für DVCPRO, DVCPRO-50 .


    Das non-anamorphe SD 16:9 Widescreen Bild besteht aus 1024x576 Pixeln. Ein Player schaltet beim Erkennen dieses Formats automatisch auf dieses Verhältnis um. Eine Spaltenanzahl von z.B 1050 Spalten ist nicht vorgesehen, weil dieser Wert nicht mit einer 2-er Potenz darstellbar ist => 2^10 = 1024 => 2^11 = 2048 ...


    Will man das 4:3-DV-Format nach 16:9 konvertieren, dann gibt es zwei Möglichkeiten:


    1) Pillarbox-Verfahren
    2) Crop-Resize-Verfahren


    Beim Pillarboxverfahren (darum geht es ja zur Zeit) muß man unterscheiden zwischen DV-Video und 4:3-Einzelbildern von einer digitalen Photokamera. Letztere liefert quadratische Pixel, während DV leicht "gequetscht" ist (PAR...)


    4:3-Einzelbilder von (den meisten) digitalen Photokameras bieten von Hause aus ein Seitenverhältnis von 1,333, also 768x576, 1536x1152, 3072x2304 mit PAR = 1.0 , diese Bilder passen nicht 1:1 in das Raster 720x576 (1.25:1).


    Da die virtuelle horizontale Basis eines 720-Pixelbildes 768 Pixel ist, muß das reale 768-Pixelbild entweder auf 720 h-Pixel herunterscaliert oder die 720 Pixel des DV-Streams auf 768 h-Pixel hochskaliert werden. Danach weisen beide Quellen die gleiche PAR auf, im ersten Fall 1.0667 und im zweiten Fall 1.0, d.h. im zweiten Fall sind die Pixel quadratisch. Die Quellen können danach zusammengeschnitten werden.


    Aufbauend auf Fall 2 (quadratisch), können die DV und Einzelbilder mit jeweils 128 schwarzen (oder auch in anderer Farbe) Spalten auf
    1024 Pixel ergänzt werden und man erhält non-anamorphe 16:9-Quellen mit einem PAR=1.0.


    Ist die Schnittsoftware in der Lage, non-anamorphes Material zu verarbeiten, können die Quellen unmittelbar importiert werden. Ist sie das nicht, dann müssen die Quellen manuell nach anamorph skaliert werden (z.B. mit AVISynth), d.h. sie müssen horizontal wieder so gestaucht werden, daß aus 1024 Spalten 720 (DV-Format) werden, denn dieses Format kann jede Schnittsoftware verarbeiten.


    Wohlgemerkt: Das 16:9-Format mit PAR=1.0 dient hier lediglich als Zwischenstufe innerhalb einer Videobearbeitung zur späteren Erstellung eines normgerechten anamorphen SD 16:9 Formats.


    Dieser Weg ist der ganz genaue ... Man kann aber auch die PAR vernachlässigen und gleich von 720 h-Pixeln ausgehen. Diese Möglichkeit habe ich im ersten Post gewählt, weil ich nicht sicher war, ob die PAR-Problematik für den/die Fragesteller(in) im ersten Anlauf schon von Nutzen gewesen wäre. Mein Hinweis auf AVISynth hätte eigentlich für die Spezialisten genügen sollen zu erkennen, daß da u.U. noch mehr hätte nachkommen können.


    To whom it may concern:


    Bemerkungen wie Blödsinn, Schwachsinn und selbstgefällige Prozentkorinthenkackereien sind kein guter Stil.
    Wenn man von etwas keine Ahnung hat, dann sollte man dies nicht in dieser Form kundtun, so etwas negiert das Niveau und hält andere in Zukunft davon ab, Hilfesuchenden unter die Arme zu greifen.


    Ich melde mich deshalb aus diesem Thread ab.


    SixdeeBee

    @ Check It Out


    576 Zeilen sind im Vergleich zu 432 Zeilen (= 4:3-Letterbox) 576/432 = 1,3333 => 33% mehr.


    Ausgehend von 720 Spalten sind das bei 16:9: 1024/720 Spalten = 1,4222222 also rund 1,43, das sind wiederrum 43% mehr wenn die 720 Spalten als 100% angesehen werden.


    Da sowohl 4:3 als auch 16:9 bei PAL 720 Spalten aufweist, ist das die Basis und gleichzusetzen mit 100%. Wird jetzt das anamorphe Bild im Monitor gespreizt, so entspricht es genau einem 1024-Spalten-Bild und ist somit rund 43% breiter.


    Wie kommst Du auf 1,333 zu 1,777 ? Ein 720x576-Pixelbild hat ein Seitenverhältnis von 1.25 :D und nicht 1,333 .
    Wenn Du 1,777 durch 1.25 teilst => kommt wieder 1.42 heraus.

    Deine 1,333 stammen vom Seitenverhältnis 768/576, dies ist ein "echtes" 4:3 Format, wie es z.B. digitale Einzelbildkameras bereitstellen. Derartiges haben wir aber in der TV-Technik nicht. Hier gilt immer noch 720/576 = 1,25 :)


    Nach Deiner Rechnung müßte die 16:9-Pixelaspektrate 1,333 betragen, das ist aber falsch, sie ist definitiv 1,42.


    Wo also liegt Dein Problem ?


    :winken:


    SixdeeBee

    @ simone.i


    Das sieht auf den ersten Blick sehr kompliziert aus, ist es aber nicht, da der gesamte Vorgang in einem Schritt mit einem (winzig ...) kleinen AVISynth Skript erledigt werden kann.


    @ bergh


    Seit wann ist resizen = neuencoden ??? :grübeln:


    Der aufgezeigte Weg ist in keinster Weise Blödsinn sondern die einzig sichere Methode, z.B. 4:3 Clips mit "echten" 16:9 Clips zusammen zu schneiden und dabei von jeder Quelle das originale Seitenverhältnis beizubehalten ... und dies ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
    Es geht sogar noch weiter: 4:3-BMP-Einzelbilder werden z.B. grundsätzlich vor einer 16:9 Weiterverarbeitung in das Pillarbox-Format, dann in einen 50 fps progressiven 4:2:2 -AVI-Clip gewandelt und schließlich, wenn das Ziel z.B. eine DVD ist, auch noch interlaced. Nur dann kann man Einzelbilder sauber mit vorhandenem DV-Material in einem 16:9 Projekt zusammen verwenden, z.B. als Inserts.
    Dieser Vorgang ist kein Neuencoden und das 4:3 Video wird auch nicht anamorph aufgeblasen, sondern es behält im späteren 16:9 Zielformat seine ursprünglichen Abmessungen bei.
    Es geht hier nicht darum, das 4:3-Format auf einem LCD- oder Plasmaschirm zu betrachten, sondern um Videoschnittbearbeitung, also wie kann 4:3 Material mit bester Qualität mit 16:9 Material zusammen in einer Videoschnittsoftware verwendet werden.
    Das resizen auf anamorph und spätere "reresizen" im Monitor wird bei jeder käuflichen DVD genauso vorgenommen ... da wird nichts neu encodet geschweige denn aufgeblasen.
    Das 4:3-Bild wird zur "Untermenge" eines 16:9-Bildes gemacht, die fehlenden Bildteile werden durch die Ränder ersetzt, durch Setzen des Widescreenbits wird der Monitor in den "true"-Widescreenmodus (1024x576) gesetzt und zeigt das 4:3 Bild in seinen ursprünglichen Abmessungen, was ist daran schwachsinnig ??? :D



    @ scharfis_brain


    ... selbst mit "verarsch"-Kameras, (also etwas seriöser ausgedrückt...): keinen "echten 16:9 Kameras, hat man keine andere Wahl. Ob das Quellvideo ein echtes oder ein "gecropptes" 16:9 Format enthält, ist dem 16:9-Monitor egal. Will man 4:3- mit 16:9-Material zusammenschneiden, gibt es nur diese Möglichkeiten:


    1) Das 4:3-Material ebenfalls croppen => Verlust von Bildinhalt oben/unten.


    2) Das 16:9-Material ins Letterboxformat quetschen: 576 Zeilen => 432 Zeilen resizen + 2x72 Zeilen Balken oben/unten => Verlust von Auflösung (33%).


    3) Das 4:3-Material "pillarboxen" => Erhaltung des originalen Formats innerhalb eines 16:9 Clips => praktisch verlustfrei.


    4) Das 4:3-Material als solches erhalten und dem Monitor das "Stretchen" überlassen => keine Möglichkeit, 4:3 und 16:9 in einem Video gleichzeitig zu nutzen.


    ---


    Generell noch dies zur Betrachtung von 4:3-Material mittels eines 16:9 Monitors: In vielen Fällen (z.B. Philips) werden folgende Maßnahmen bei der 4:3-Wiedergabe getroffen:


    Das 4:3 Original wird differenziell gestretched. Davon bleibt die Mitte des Bildschirms unberührt, d.h. zum linken und rechten Rand wird das Bild immer mehr in die Breite gezogen je näher der Rand ist. Um die daraus resultierenden Bildverzerrungen zu reduzieren, wird das Bild noch in die Höhe gezogen, dabei gehen jeweils oben und unten ca 30 Zeilen verloren.
    Wird dagegen der Monitor in den Widescreen-Modus versetzt und mit einer Pillarbox-Quelle versorgt, entfallen alle diese Maßnahmen und die Wiedergabe erfolgt in originaler Größe und unverzerrt.



    :winken:


    SixdeeBee

    @ simone.i


    16:9 ist ein ideales Bildformat, da es weitgehend dem menschlichen Blickfeld entspricht. Man muß sich halt erst daran gewöhnen, daß gegenüber 4:3 damit 42% mehr Bildbreite zur Verfügung steht und damit auch genau soviel Platz mehr für Bildinhalte.
    Die sauberste Methode, ein 4:3 Video nach 16:9 zu konvertieren, ist das Pillarbox -Verfahren.
    Dabei werden die 720 Spalten des originalen DV-4:3 Videos beidseitig um je 152 schwarze Spalten auf insgesamt 1024 Spalten ergänzt. Zusammen mit den 576 Zeilen ergibt dies ein "echtes" 16:9 Video mit schwarzen Rändern links und rechts. (NICHT oben und unten!)
    Anschließend werden die horizontalen 1024 Spalten auf 704 Spalten resized, dann beidseitig mit je 8 Spalten schwarz wieder auf 720 Spalten ergänzt.
    Das Ergebnis ist ein anamorphes 16:9 Format, welches auf dem PC-Monitor zunächst vertikal in die Höhe gezogen (Eierköpfe...) erscheint.
    Dieses Video kann nun mit jedem Schnittprogramm bearbeitet werden, man muß nur darauf achten, daß es während der gesamten Bearbeitung anamorph bleibt.
    Die Information für den Fernseher, ob ein Video anamorph ist (oder nicht), erhält dieser aus dem Header der MPEG-2 Datei, d.h.: Beim Encodieren von DV nach MPEG-2 muß der Encoder so eingestellt sein, daß er das "Widescreen-Bit" im Header der MPEG-2 Datei auf > 1 < setzt. Daran erkennt später das TV-Gerät, ob es die Pixel mit z.B. 1.067 oder 1.093 (4:3) bzw. 1,43 (16:9) Seitenverhältnis darstellen soll. Mit anderen Worten: Das Widescreen Format entsteht letztendlich erst im Fernseher, dort wird der Resize-Vorgang von 1024 auf 704 (+16x schwarz) wieder rückgängig gemacht. (anamorph = räumliche Kompression)
    Das Authoring Programm übernimmt standardgemäß diese Information von der MPEG-2 Vorlage.
    Der Vorteil des Pillarbox-Verfahrens ist, daß das originale 4:3 Video ohne Veränderung übernommen wird, es gehen also keinerlei Bildinhalte verloren oder werden verzerrt.
    Pillarbox-Clips können problemlos mit anamorphem Fullscreen-Material zusammengeschnitten werden, wie es z.B. eine echte 16:9-Kamera liefert.


    Für den Resize-Vorgang samt der Hinzufügung der schwarzen Ränder ist AVISynth die allererste Wahl ...:ja:


    Diese "aufgearbeiteten" Clips können dann mit allen Ulead Schnittprogrammen bearbeitet werden, man muß sich während der Arbeit halt nur an die Eierköpfe gewöhnen. Auf dem TV-Gerät erscheint aber später alles in allerfeinstem 16:9 ...:cool:
    Einige Schnittprogramme bieten die Möglichkeit, das Schnittfenster auf 16:9 umzustellen. Dann erscheinen die Clips nicht mehr eierköpfig. Man findet die Einstellmöglichkeit in den > Programvoreinstellungen < (bei Ulead meist unter > Datei <) etc.
    Der MPEG-2-Encoder muß auf 16:9 eingestellt sein. Erst diese Einstellung garantiert, daß der Fernseher später erfährt, daß er das Bild horizontal um 42% spreizen soll.



    :winken:


    SixdeeBee

    Was jetzt noch fehlt ist eine passende Einstellung für das meiste Quellmaterial zu finden


    Es wird wohl nicht so einfach sein, eine Eier_legende_Wollmilch_Sau.avs zu erstellen :)
    Sobald Du einen anständigen Denoiser dazu packst, streicht Dein PC im Realtime-Modus die Segel. Selbst wenn Du LimitedSharpen etwas mehr ausreizt, wird es schon eng. Erhöhe doch mal das SuperSampling von 1.0 auf 1.5 (ss_x=1.5, ss_y=1.5). damit näherst Du Dich, von oben kommend, schon der kritischen Marke ab der es ruckelt.
    Und mit einem der heutzutage favorisierten, bewegungskompensierten und maskenorientierten, Denoisern (z.B. mit mvTools) erhälst Du nicht mehr als 7 ... 10 fps ...
    Außerdem sind die meisten Filter nur für progressives Quellmaterial brauchbar.
    Schon der noch relativ schnelle Bobber Tdeint(mode=1, order=0) wird den Realtime Erwartungen fast nicht mehr nachkommen können. Und das bischen Reserve reicht dann für die nachfolgenden Filter nicht mehr aus.


    In Deinem Skript stehen ja auch noch > Telecide < und > Decimate <. Du hast also irgendwas mit NTSC vor ... Damit ist die Geschwindigkeit sehr schnell unter 25 fps gesunken.
    Insofern hast Du keine große Auswahl, solange Du das Filterpaket in Realtime benötigst. Der Weg, zu einem sehr guten Ergebnis, führt leider ausschließlich über


    Quelle - filtern - speichern - angucken ...



    :winken:


    SixdeeBee

    fps > 150 ... Alle Achtung, damit könnte man leben, wenn denn die Angabe von Vdub auch stimmt. Habe Dein Skript mal ausprobiert, auf einem Athlon x2 6000+.
    Der fps-Wert stabilisiert sich nach ca 2 Minuten bei ca 75 fps, also die Hälfte. Im Taskmanager springt die CPU-Auslastung beider Kerne zwischen 98% und 100% hin und her, die Speichernutzung ist 1,20 GBytes.
    Wie groß ist denn Deine Auslagerungsdatei ? Auf welchem Laufwerk befindet sie sich ? Wird vom gleichen Laufwerk auch die Video-Quelle gelesen ?
    Wenn dem so ist, so könnte u.U. folgendes Scenario entstehen:


    Die Abarbeitung der Quelle startet, zu Beginn ist genug physisches RAM vorhanden, Vdub zeigt ... 150 fps. RAM läuft voll, der Kernel swapt in die Auslagerungsdatei. Jetzt muß von der Platte gelesen und sofort wieder auf die Platte geschrieben werden. Dann ist aber die Lese- Schreibgeschwindigkeit erheblich kleiner. Reicht sie nicht mehr aus dann streikt das System.
    Selbst wenn AVISynth nicht swapt, der Player legt aber einen Buffer an, damit er ruckelfrei abspielen kann.


    Und dann muß ja noch berücksichtigt werden, daß die fps-Angabe von Vdub auf dem Betrieb ohne Player basiert.


    Aber vielleicht gibt es ja auch einen ganz anderen Grund ...:grübeln:


    Was steht denn im Systemprotokoll ? Zu erreichen über:


    > Start - Einstellungen - Systemsteuerung - Verwaltung - Ereignisanzeige <.


    Wenn Du einen Athlon hast, ist der Treiber von AMD installiert ?


    Dual-Core-Athlons haben folgende Eigenschaft: Bei bestimmten Anwendungen geraten die Taktgeneratoren der Kerne aus der Synchronizität. Es gibt ein Patch, welches einen Eintrag in die Boot.ini schreibt, der genau dies verhindern soll, d.h. die Taktgeneratoren werden dann zwangssynchronisiert.
    Läuft dieser Patch und es ist ein ganz bestimmtes M$-DualCore-Update installiert, dann wird der PC instabil und beendet Programme ohne Fehlermeldungen.


    Hast Du Deinem PC etwa derartiges angetan ? :motz:


    ==> Ist Dein Netzteil leistungsmäßig so ausgelegt, daß es zwei Kerne unter Voll-Last verkraften kann ??


    Stimmen die Timings des RAM ? (im BIOS einzustellen)


    Ich frage nicht, ob der PC übertaktet wird ... :D


    ... Viele Fragen ...


    :winken:


    SixdeeBee

    So, melde mich mal wieder... nachdem ich heute eine richtige Testorgie :D absolviert habe, denn der Bluescreen trat jetzt auch mit dem GaussResizer auf.
    Den Bösewicht konnte ich entnervt nach einigen Stunden identifizieren.
    Hatte vorgestern, entgegen meiner Absicht, probeweise Premiere 6.5 installiert, weil jemand damit Probleme hat und ich diese halt nachvollziehen wollte. Und was soll man dazu sagen ... nach dem Start von Premiere bleibt beim Verlassen eine Datei > AOM.dll < im Speicher zurück und die hat nicht nur Kollisionen mit AVISynth verursacht ...:motz: sondern auch die Rechengeschwindigkeit reduziert :mad: Nachdem ich den Geisterfahrer entfernt hatte, funktionierte auch der SplineResizer ...


    :winken:


    SixdeeBee

    Auf dem K-7 (= ohne MT) funktioniert es ohne Absturz. Dauert halt ein kleine Ewigkeit bis damit ein Clip fertig ist. Mitten in der Nacht hatte ich keine Lust mehr, das Ergebnis abzuwarten (hätte bis 5 Uhr in der Früh gedauert ;D;D), wird heute nachgeholt.


    :winken:


    SixdeeBee