Beiträge von Ghitulescu

    Richtig, man muss aber nicht vergessen dass der TBC eigentlich eine Reihe ADC-DSP-DAC ist - die Antwort von Panasonic hat Sinne nur für Camcorder, oder digitalen Playern die Analog gefüttert sind aber mittels digitalem Anschluss (iLink, USB, HDMI etc.) an PC/Mac angeschlossen sind.

    Es ist mir momentan nicht klar wie hast du den DAC angeschlossen: einmal erzählst du von USB, andermal von S/P-DIF.
    Bei TOSLINK (also Optical) sind keine elektrische Störungen übertragen. Wenn ein Kanal rauscht, ist denn der Fehler bei der Quelle (Computer???).
    Etwa mehr Details sind erwünscht, wenn du Antworten anstatt Schätzungen willst.

    Jep, wollte nur sagen dass es in vielen Fachgebiete noch wirkt, je besser der Abspieler desto besser das Ergebnis, nur hier braucht man nicht das beste sondern das originale :) :)
    Das heißt der ahnungslose Nutzer viel Geld in der Reparatur seines alten, mittelmäßigen Videorekorder, obwohl er mit demselben Geld oder sogar viel weniger einen wesentlicher besseren Player oder Rekorder anschaffen könnte.

    Ja, diese Regel kenne ich, was ich nicht weiß ist "aus welchen Gründen ist das originale Gerät besser als ein Ersatzgerät?".


    Diese Idee kam Anfang-Mitte '90er, als die Leute endlich die analogen Aufnahmen digitalisieren können (es gab Speicher, platzsparende Codecs, benötigte Hardware (TV-Karten), software-Spieler etc. und nicht zuletzt das Internet :) ). Damals war ein neues Gerät sichtbar schlechter als ein Bolide der '80er. Bei Milleniumwende, wesentlich schlechter. Als einer der ersten Propheten dieser Idee was Lordsmurf, obwohl er eher zu JVC neigte (für mich ist das Bild von JVC zu weich, zu "prozessiert", ansonsten sehr stabile Geräte).


    Heute aber kann man, im Gegensatz zu den '80-'90 sogar '00er, keinen VCR neukaufen. Man muss also gebrauchte VCRs finden. Der alte Rekorder ist meistens kaputt wegen Nichtbenutzen (Gummis veralten, Öl/Fett verharzen, Mecha und Köpfe verstauben usw), muss also einen neuen gekauft werden, oder der alte repariert (lassen) werden. Heute ist die Reparatur vielfacher teurer als ein Neukauf funktionierendes altes VCR.



    PS: Ich bezeichnete nicht die Leser als Idioten, übrigens blöde Übersetzung, könnte leider mir nicht genau einfallen wie es tatsächlich hisste, sonder die axiomatische Art von Erklärungen.

    Die Idee dass das originale Gerät besser ist als irgendwelches andere. Besonders wenn es um ein billigeres Produkt handelt.


    "Wissen für Idioten" - ja, das ist eine Übersetzung aus Englisch, diese Reihe von gelben Bücher, worin sich nur Statements aber wenig tiefe Erklärungen/Begründung befinden. Etwa in der Art: Es ist so weil ich es so sage.

    Das klingt irgendwie wie ein generelles Fachbuch (Wissen für Idioten).
    Fängen wir an:
    1. Bildschärfe/Detailwiedergabe - diese sind besser gegeben werden, wenn ein besseres Gerät benutzt wird. Warum? Einfach, die Aufnahme ist wie sie ist, nur das ein besseres Gerät etwas mehr lesen. Es ist wie die Digitalisierung einer Musikkassette mit dem originalen "Shoebox" Rekorder anstatt einem guten Nakamichi.
    2. HQ haben fast alle. HQ ist mit Macrovision verbunden. Beim Abspielen kann HQ etwa einige Vorteile haben - obwohl die Line Masking effekt ist manchmals störend (ich bevorzuge eine weisse Linie anstatt einer fallenden Linie welche das ganze Bild stört).
    3. Bildrauschen - wenn sich die auf die Kassette schon befinden, wird #1 bevorzugt, weil 1. besseres Gerät, und 2. bessere Geräte haben auch NR onboard (nicht besonders nützlich in manche Fälle). Wenn nicht, ein besseres Gerät stört das Bild weniger.
    4. Kanten-artefakte - auch ein besseres Gerät schafft das besser.
    5. Video-pegel. Das Video ist FM kodiert. Also wie FM-Radio, wobei der Pegel weniger wichtiger ist. Nach Dekodierung, sind besseres Geräte im Vorteil, siehe 1-4 oben.
    6. Audio - ein besseres Gerät wird auch hier nicht scheitern.
    7. Audio-kompander - weiss nicht was dass ist. Wahrscheinlich der einzige Grund den alten Rekorder zu nutzen, wenn der Kompander Firmenspezifisch ist. Gsd sind solche Verfahren eher selten.
    8. Tonqualität - das Azimuth ist standard beim VHS, sowohl für audio, als auch für video. Übrigens, wie stellt man das (audio) Azimuth ein? :)
    9. Spurlage Justierung - ja, es sind hier 2 Sachen. 1. Videospur und HiFi-spur. Für 1. Videokopfazimuth ist fest. Für die Spurlage, benutzt man "Tracking". Das einzige Problem ist was passiert wenn die Geschwindigkeiten der Kopftrommel und Capstanmotor etwa variiert (Jitter, Wow&Flutter) was zum nightgeradigen Spurlagen führt. Die Hoffnung das das originale Gerät genau dieselben Geschwindigkeitsfehler beging ist ein Märchen. Es sind Geräte die solchen Spurlagen genau folgen, zB JVC BR-S525. Das originale Gerät spielt so ein Band noch schlechter (diese Fehler addieren sich, anstatt sich zu annullieren). Wenn 2. ist das Problem, das passiert leider überall. Im schlimmsten Fall, werde ich 2 mal das Band digitalisieren, einmal für Video und einmal für Audio, mit verschiedene Tracking werte.
    Und das synch, wenn die Entfernung der Synch-Audio-Kopf (vor der dazugehörigen Videospur) nicht genau wie beim originalen Gerät ist, kann man später in Postprod. korrigieren.


    Zusammenfassend: bessere Köpfe (einem besseren Gerät) lösen Probleme 1, 3, 4, 6, 9; bessere Elektronik lösen Probleme 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8; bessere Mechanik löst Problem 9 und teilweise Probleme 1-4.


    Daher frage ich wieder: warum wird diese Idee noch verbreitet?


    PS: damals als noch VHS war König, war ich bei einer Hochzeit eingeladen. Das Videofilmen wurde von einem Bekannten gedreht. Er wollte nicht meinen Rat folgen, die Kassette einmal hin- und zurückzuspulen, und die Aufnahme hatte einen "Hickup" jeder Rotation. Als er später Kopien für die Gäste fertigen wollte, könnte sein Camcorder, das originale Gerät, die Aufnahme nicht "perfekt" wiedergeben; so auch zahlreiche VCRs der Epoche. Mit meinem trauten Panasonic AG-7600 könnte ich sie aber fehlerfrei abspielen (zumindest für Video, das Audio musste ich nachbearbeiten), auch in meinem HRS-DV1.

    Also es sind definitiv keine VHS-C sondern die großen "normalen" VHS und auf diese wurde nicht mit dem Camcorder aufgenommen sondern es sind überspielte Video8 Filme bzw. Fernsehaufnahmen und Kauf-VHS.



    Allerdings sind einige Video8 und Hi8 Aufnahmen, die ich schon sichten konnte stark beschädigt. Zeilensprung, komplette Farbverschiebung hin zu Schneeweiß usw.


    Dann muss du unbedingt einen TBC haben (obwohl teilweise ineffizient, da teilweise sind die Schaden unkorrigierbar - es gibt trotzdem einige Versuche die verstellten Scanlinien in Software gerade zu arrangieren, also eine Art SoftTBC, die auch solche schon eingebrannte Timingsfehler rein theoretisch korrigieren können). Oder einen VCR mit TBC, wie Panasonic HS1000 usw. Es sind viele Leute die auf JVC schwören, mir ist aber das Bild "weich". Man findet ab und zu Geräte der Reihe AG auf ePay :), nimm eins, besser (meistens im Sinne der Vollständigkeit, also Optionen: wie TBC, NR, YUV, TC, XLR, HiFi etc.) sind die höheren Zahlen, zB AG-8700 hat wirklich alles aber AG-5700 ist nur "Basis".
    Wenn deine Arbeit intensiv ist, muss du unbedingt einen Lossless Codec wie Huffyuv anwenden.

    "Digitalisierung" klingt mir wie ein Zweck und (korrekterweise) ein "Mittel zum Zweck".
    Das "Angebot" an Codecs/Formats/etc. richtet sich am Zweck - wie werde ich die Aufnahmen wiedergeben?
    Da es um VHS/Hi8/Video8 handelt, wird wahrscheinlich alles an SDTV (zB. DVD oder BD-SD, PAL also 576i50) richten. 8mm hingegen ist entweder kein PAL (25/50) sondern 12-18 (24 für Super8), dafür braucht es eine Sondernbehandlung.
    Für Videos der 1. Generation (also direkt vom Camcorder) und die Kassetten noch in Ordnung sind, braucht man nur einen guten Player und einen nicht schlechten DVD-Recorder (fast alle haben ein gutes Bild im 1Std-Modus) - wenn man die kleine Kassetten ((S)VHS-C) hat, braucht der Player quasi-zwingend einen TBC. Dann "rippt" man die DVD-RW, trimmt und "klebt" die MPEG-2 Dateien zusammen, und schließlich kreiert man eine DVD/BD mittels MultiAVCHD oder Nero.
    Sind einige Aufnahmen schlecht, dann muss man diese zuerst reparieren, dafür muss er, je nach Speicher und Qualität, auf einen Codec entschieden, wie zB HuffYUV oder M-JPEG o.a.

    Ja, es ist wahrscheinlich nicht klar - das angehängte Bild ist künstlich bearbeitet, um das Effekt klarer zu darstellen. Mann soll die kleinste Details angucken, winzige schräge Linien (Haare etc.), dort wird man es besser sehen.
    Aber wenn man es nicht sieht, stört auch nicht, oder? :) :) Vor dem CD-Alter wurde man auch vom Bandgeräusch nicht besonders gestört....

    Ich wollte nur sagen dass sich kein Deinterlacing oder irgendanderes (D)Effekt :) einmischen könnte.
    Ich sagte dass, weil viele Nutzer entweder die falsche Reihenfolge (korrekt ist BFF, die einzige Ausnahme, alle anderen sind TFF) oder das falsche Deinterlacing benutzt haben, und dafür das Treppeneffekt blamiert haben.

    Ich habe nie "JPEG-Artefakte" gesehen, auch wenn ich Grass oder Seewellen aufgenommen habe.
    Ja, das Treppeneffekt bei schräge Linien ist das Einzige was mich eigentlich an DV stört.
    Die Farbdefinition von S-VHS ist unverändert, 80 Linienpaare, dh rein theoretisch würde auch 4:1:1 ausreichen.
    Aber "hochbitratige MPEG2" ist leider nicht Schneidfähig wie DV ist (DV wurde als Editierbares Format entwickelt, MPEG2 hingegen als Distribution Format).


    Früher habe ich einige VHS-Kassetten via iLink digitalisiert (mittels eines JVC HR-DVS1), ohne sichtbare Nachteile.

    Ich habe ab und zu mein Android Sony und ein MHL-Kabel (zu HDMI) und natürlich VLC für Android (also .APK) für diese Zwecke erfolgreich benutzt. Die Filmen waren aud SD-Karte. Der FS im Hotel muss natürlich HDMI besitzen. Für unterwegs, also das Abspielen aufs eigene Display, na ja, der Bildschirm ist zu klein.
    Es gibt auch ein Combogerät, MHL/HDMI und USB-Anschluss und SD-Schacht für ein paar € in ebay aus China, somit kann man auch USB-Sticks daran anschließen.