Es kann durchaus sein, dass im 2-pass-Verfahren die Bitrate anders verteilt wird, wenn man z.B. die Größe eines CRF-Ergebnisses für eine 2-pass-Encodierung einstellt. Aber dass CRF deutlich schlechter aussehen soll bei gleicher Größe, ist eine Behauptung, die noch zu beweisen bzw. zu überprüfen wäre - das könnte dann nur an speziellen Kombinationen von Encoder-Version, Optionen und Material liegen...
Mein letzter Test, da es ja irgendwann eine neue x264-Version gab war mit einer 720p-Aufnahme aus dem TV (genauer gesagt "Willow"). Ich habe da eine kleine Szene für einen Bekannten rausgeschnitten.
Mit CRF23: Knapp 36Mb große Datei. Alle Details waren verwaschen, wie man es so halbwegs vergleichbar von SATRips kennt.
Mit 2-Pass: Circa 30Mb große Datei. Alle Details vorhanden, auch bei 2-facher Vergrößerung ist kaum ein Unterschied.
Der Unterschied ist deutlich sichtbar, selbst für das ungeübte Auge. Das mit dem 2-fachen Zoom ist halt mein Qualitätsanspruch - mit etwas Verlust muss man bei einen Reencoding immer rechnen - und da will ich so wenig wie möglich.
Bei einem ganzen Film macht das schon ziemlich etwas aus (auch die Größe). Ich habe die Quelle leider nicht mehr, aber es bestätigt meine vielen, vielen Tests, mit verschiedenen Einstellungen, als ich mit h.264 anfing. Sonst würde ich ja 2-Pass auch nicht nutzen.
Das ist halt meine Erfahrung (und die von Bekannten). Vielleicht liegt es wirklich daran, dass ein 2-Pass die Bitrate natürlich besser verteilen kann, weil das Movie vor dem eigentlichen Encoden ja quasi bekannt ist. Aber ich bin da beileibe kein Technik-Experte - es erscheint jedoch logisch.
Meine Haupteinstellungen sind:
subme 7, bframes 3, refframes 5; mit preset slow und tune film. Das ist also nicht gerade sehr "fancy".
Das war irgendwie der beste Kompromiss zwischen Qualität und Encodingzeit (nicht jeder hat ja ewig Zeit und so läuft ein 1080p in <6 Stunden).
Verglichen habe ich auf meinem Monitor, der native Full-HD ist.
Das gehört jedoch eigentlich in ein Forum zum h.264.
Grüsse.