Posts by Smurf

    Ohne Upscaling sieht es bis auf die zarten vertikalen Streifen am Besten aus. https://slow.pics/c/yCxQ5VcV

    Natürlich muss für ein Upscaling das Material ersteinmal durch den Deinterlacer, daher sind die Beispiele 720p/1080p .mov progressiv mit 50fps. Jedoch ist jeder Frame doppelt, allerdings auch nicht so richtig, denn das Bild bewegt sich zwar nicht weiter aber die Pixel ändern sich trotzdem. Ist das Material progressive und einfach nur interlaced encodiert (wovon ich jetzt bei einer TV-Film-Aufnahme ausgegangen bin), wie zum Beispiel oft bei Filmmaterial, wäre eigentlich nach dem Deinterlacen (mittels Bobbing) jedes Bild exakt doppelt. Ein Deinterlacing ist dann also gar nicht nötig.

    Ich weiß also nicht, was der Sender da Seltsames produziert hat. Habe da aber auch wenig Expertise.

    Habe mal drübergeschaut. Das Deinterlacing von Resolve ist überraschend gut. YADIF oder BWDIF haben keine Chance. QTGMC ist ähnlich gut aber die Lösung von Resolve erhält noch etwas mehr Detail. Ich mag, wie man an der Schwarze Hose leicht Grain sieht. Dafür fehlt nach meinem Geschmack etwas Anti-Aliasing. Ist das "High" Setting bei Resolve, richtig? Wäre interessant mehr darüber zu wissen. Ebenso der Vergleich, wie das Deinterlacing vom DMR-EH495 ist. Die Szene ist natürlich recht nah gefilmt und bietet allgemein eine gute Qualität, könnte sein das QTGMC bei anderen Szenen die Nase vorn hat aber wahrscheinlich nicht - wahrscheinlich lohnt die Mühe für den Vergleich erst gar nicht.

    Ich würde aber allerdings noch was mit den schwarzen Rändern machen, entweder croppen oder mit Schwarz auffüllen. Man könnte auch croppen und auf 2160p resizen. Die Algorithmen sind so gut, dass auch ungerades Upscaling kein Problem ist.

    Wenn die Videos auf Youtube landen soll macht Upscaling natürlich Sinn. Youtube ist dafür bekannt, dass SD- und HD-Material durch deren interne Transcodierung zu stark komprimiert wird. Bei 1440p und höher sieht es da etwas besser aus. Das ist auch der Grund weshalb viele ihre Gamingvideos auf 1440p oder 2160p upscalen, obwohl sie nur in 1080p aufnehmen. Für Premium-User gibt es ja bei 1080p auch einen "enhanced bitrate" Modus.

    Richtig ist, dass sich die Auflösung von SD zu HD zu UHD stets verdoppelt hat. Die Anzahl der Pixel hat sich jedoch sogar vervierfacht. Daher 4K :)

    Ist das Youtube-Beispiel von Resolve deinterlaced worden? Welche Methode denn? Ich finde es sieht leicht nach KI (muss man wollen) aus. (wohl Resolve Neural Engine)

    Oh nice Skatevideos. Ob das Upscaling nach 1080p sinnvoll ist, ist so eine Frage. Das macht dann der Panasonic DMR-EH495 oder wie sieht es da aus? Heißt der deinterlaced und upscaled dann nach 1080p. Ist das State of the Art? Welche Ergebnisse sind denn zu erwarten, wen man selbst mit BWDIF oder QTGMC deinterlaced? Ich denke mal, dass in Sachen Upscaling, Software-Resizer wie Lanczos oder Spline diese Hardwarelösungen mit Abstand übertreffen.

    Da mittlweile 4K TVs Standard sind, wird das die fertige 1080p-Aufnahme durch den Fernseher eh nochmal auf 2160p hochskaliert. Also man kommt mit der Lösung eh irgendwie nicht drum rum. Noch dazu braucht 1080p sehr viel mehr Speicherplatz.

    Wäre interessant zu wissen, was man so mit eigenem Deinterlacing und Resize so rausholen kann.

    Übrigens sind das nur Metainformationen für den Decoder und man muss dafür weder Re-encoden noch Re-muxxen bzw. bei einer MKV kann man die Werte ganz easy nachträglich ändern.

    Mit MKVTOOLNIX/MKVMERGE kann man dies einmal durch Re/Neu-muxxen ändern. Einfach im Programm unter Color Information die entsprechenden Werte eintragten.

    -> Color Matrix Coefficients: Wert 5 für BT470BG

    -> Color Primaries: : Wert 5 für ITU-R BT.470BG

    > Color Transfer Characteristics : Wert 5 Gamma 2.8 (BT.470 BG?)

    https://mkvtoolnix.download/doc/mkvmerNeumuxxenge.html#d4e2542


    Wenn der Container MKV ist geht das auch ohne Re-muxxen. Dann einfach den Header Editor von MKVToolnix nehmen. Selbes Spiel, einfach die Werte ändern und speichern.

    Hybrid ist ganz gut aber ich finde es wenig intuitiv. Ich würde dir ja erneut zu Staxrip raten, da es um Längen besser ist. Falls du es unter Windows 7 nicht zum Laufen bringen konntest, will ich mal nichts gesagt haben.

    Laut den Infos unter Github läuft es mit ein paar wenigen Einschränkungen auch unter Windows 7. Diese wären: kein ISO-Image und VapourSynth-Support. Eine MKVtoolnix-Version <= v64 ist nötig.

    Wenn dein Windows 7 die 64bit-Version ist, könntest du mal versuchen die aktuelle Staxrip-Version runterzuladen und MKVtoolnix downzugraden. Dazu einfach mkvtoolnix-64-bit-64.0.0.7z runterladen und bei Staxrip den Ordner unter /APPS/SUPPORT/MKVTOOLNIX ersetzen. Das müsste dann schon alles gewesen sein. Falls das nicht funktionieren sollte kannst du auch auf die letzte windows7-kompatible Staxrip-Version zurückgreifen -> StaxRip v2.10.0

    okey,

    Was mich momentan noch interesieren würde ist ob es vlt dadurch kommt dass ich,

    nach QTGMC kein spline&rezize gemscht habe. wegen 54 und 43.

    Resize eher nicht aber nicht zulässiges Cropping in manchen Fällen schon. Zitat: "strange artifacts" unter dem Punkt "Crop restrictions" http://www.avisynth.nl/index.php/Crop

    Hast du denn einen Cropping-Filter genutzt? Falls du vor dem Deinterlacing-Filter croppst, also das Video noch interlaced ist, sollte MOD4 beim vertikalen Croppen berücksichtigt werden. (nötig wenn der Codec den Farbraum/ Chroma Subsampling YUV 4:2:0 / YV12 nutzt). Heißt die vertikale Auflösung sollte glatt durch 4 teilbar sein. Wie ich dir ja im anderen Thread bereits gesagt habe, kann es als Anfänger manchmal besser sein, das Croppen und Deinterlacen zu lassen und einfach nur mit x264 im Interlaced-Modus zu encoden. Mit jedem zusätzlichen Filter können sich nämlich auch Fehler einschleichen.

    Um das genauer beurteilen zu können müsstest du uns Bilder oder kurze Videosegmente deines Encodes zur Verfügung stellen.

    Ich komme mit Staxrip auch erstmal besser klar, wenn ich unter Tools/Settings/User Interface auf "System Colours" stelle und die Default Font auf "Segoe UI".

    Es wird doch einen Sourcefilter geben, der mit dem Matrox-Codec klar kommt? Bei Staxrip Rechtsklick auf Source, dann Source -> DirectShowSource auswählen oder AviSouce. Das müsste doch gehen? Dann müsstest du die .AVI mit Staxrip bearbeiten können? Falls nicht mal den Umweg probieren und mit Mkvtoolnix vorher zur .MKV muxxen.

    Das Material, wie Du ja bereits schon gemacht hast, lossless (PAL 576i) aufzunehmen, ist gut. Wie schon geschrieben, wirst du mit diesem Format Wiedergabeprobleme auf so gut wie allen Bluray-Playern oder Smart-TVs haben. Wenn du das Seitenverhältnis beim Abspielen auf dem PC einfach nur korrigiert haben möchtest, versuch die Datei in Avidemux zu schmeißen und muxxe das ganze in ein MKV-Container. Dazu unter Container-Optionen das Seitenverhältnis erzwingen. (Force Aspect Ratio 4:3).

    Ansonsten bringen wir dein Material in ein endnutzerfreudliches Format, was auch nicht weiter schwer ist :)

    Ist die Aufname wirklich interlaced? (Kammeffekte in jedem Frame sind bei Bewegungen zusehen)

    Dann gibt es genau 2 Optionen. Man encoded das Material wieder interlaced (x264 mit MBAFF) oder man nutzt einen smarten Deinterlacer wie YADIF, BWDIF oder QTGMC und wandelt das Material nach progressiv, wobei für ein wirklich ruckelfreies Abspielen die Framerate verdoppelt werden sollte. Aus jedem Halbild wird also ein Vollbild errechnet. Wandlung nach progressiv ist zeitgemäßer und wird aufjedenfall auch Platz/Bitrate sparen. Jedoch gibt es auch Gründe das Material interlaced zubelassen und das Deinterlacing dem Player zu überlassen. Jedes Softwaredeinterlacing führt nämlich auch zu Qualitätsverlust.

    Meine Empfehlung, encode dein Material ersteinmal mit x264 in AVC/H.264 und belasse es interlaced. Ich würde jedoch gar nicht direkt mit Avisynth herumfummeln, sondern auf Software zurückgreifen, welche das bequem für einen erledigt. Etwa Staxrip.

    Schau dort, dass du unter Filter-Setup "AVS Filter" und nicht "VS Filter" gewählt hast. Als erstes croppst du dein Material um insgesamt 16 oder 18 Pixel links und rechts auf 704/702x576. Mit Rechtsklick fügst du noch den Field-Filter "Assume" und "TFF" (Top Field First) hinzu. (es kann sein, dass dieses Step auch weggelassen werden kann)

    Code
    Crop(8, 0, -8, -0)
    AssumeTFF()

    Wählst als Container MKV und stellst unter Optionen die Aspect Ratio auf 4:3. Die PCM-Tonspur kannst du um Platz zu sparen natürlich auch transodieren, etwa nach AC3 oder MP3 oder was dir beliebt. Unter Optionen jedoch unbedingt den Haken bei "normalize" entfernen.

    Jetzt konfiguriest Du nur noch den Encoder wie folgt:

    Code
    --crf 20 --preset veryslow --profile high --level 3.1 --partitions all --no-fast-pskip --vbv-maxrate 17500 --vbv-bufsize 17500 --weightp 0 --merange 16 --bframes 4 --rc-lookahead 120 --ref 4 --min-keyint 24 --no-dct-decimate --colorprim bt470bg --colormatrix bt470bg --transfer bt470bg --tff

    Wichtig ist hier --tff, damit x264 das Material Interlaced-Modus encoded. (Falls das Ergebnis dann in einem wild auf- und abspringendem Bild resultiert, muss --tff in --bff geändert werden. Ich würde bei recht rauscharmen Material etwa CRF 20 und bei verrauschtem Material CRF 23 wählen. Die finale Bitrate wird dann wahrscheinlich so bei ~5000kbps liegen. Dieser MBAFF (Macroblock-level Adaptive Frame-Field) Modus von x264 ist also recht bitratehungrig. Um das Rauschen zu reduzieren kann auch noch mit dem Parameter --nr experimentiert werden. Etwa --nr 500 könnte passen.

    That's it. Jetzt hast du natürlich noch einen unschönen Overscanbereich (nennt man das so?), also diese unsauberen Kanten. Einige TVs schneiden die sogar automatisch mit ab, die Funktion heißt bei LG zum Beispiel "Just Scan". Das Video wird dann perfekt dargestellt, ob es das bei anderen Geräten auch gibt, weiß ich nicht. Ansonsten kann man die unsauberen Ränder auch noch croppen und mit Filtern wie Addborders oder Letterbox wieder zu 704/702 auffüllen. Es ist aber nicht ratsam, auf irgendwelche exotischen Werte zu croppen und dann nur die 4:3 Aspect Ratio zu erzwingen. Das ergibt exotische Werte für die Pixel Aspect Ratio (PAR) und Player können dann unter Umständen das Seitenverhältnis nicht korrekt darstellen. Hier sind wir wieder bei einem Nachteil bzw. Vorteil des Deinterlacen. Progressives Material können wir resizen und wir würden natürlich das anamorphe Verfahren entfernen. Wir hätten dann eine PAR von 1:1 und das Video würde immer richtig dargestellt werden.

    Viel mehr möchte ich erstmal nicht schreiben. Falls dich auch die Variante mit dem Deinterlacing interessiert, kann ich dir dabei gern noch behilflich sein.

    Dadurch sparen sie in sehr detailarmen Szenen aber leider oft zu viel.

    Das sind auch meine Erfahrungen durchweg bei allen gängigen Codecs. Egal ob x264, x265 oder AV1... nicht nur Color Banding sondern auch Makroblocking, Schärfe und Detailverlust sind Resultate einer zu geringer Bitrate.

    Bei "Standard"-Encodes mit CR-Faktor gibt es zwischen den umfangreichen Szenen(z.B. Grain) und den detailarmen Szenen(neben Dunkelheit auch immer schwierig: Rotlicht, Nightvision, gern auch mal Fade-in/Fade-out's, blendendes Sonnenlicht, Schneeverwehungen... kann echt ganz unterschiedlich sein) eine ziemliche Disbalance. Beispiel: Twin Peaks "Pink Room"; Nighvision-Szene bei Silent of the Lambs, ziemlich gegen Ende.

    Wählt man den CR-Faktor so, dass Grain so gut wie vollständig erhalten bleibt, kann es trotzdem sein, dass einige detailarme Szenen zu wenig Bitrate bekommen und dort ein deutlicher Qualitätsverlust entsteht. Obwohl man ersteinmal davon ausgeht die perfekten Einstellungen gefunden zu haben, heißt ja nicht umsonst Constant Rate Factor :)

    Wählt man jetzt den Constant Rate Factor so, dass auch die Problemszenen wenig Qualitätsverlust erleiden, also entsprechend niedriger, explodiert die Bitrate in den detailreichen Szenen natürlich. Jetzt könnte man meinen, dass man zumindest die dunklenen Szenen durch wählen von AQ-Mode 3(auto-variance and bias to dark scenes) qualitativ aufbessern könnte, so muss ich sagen dass das in all meinen Test kaum einen Effekt hatte. Das Verringern der AQ-Strength kann hingegen ein wenig Besserung verschaffen.

    Was hingegen oft schon ganz gut klappt, ist das Deaktivieren von Mbtree(ich würde jedoch strikt davon abraten Mbtree zu deaktivieren, wenn mit festgelegter Zielbitrate encoded wird, sprich One- oder Two-Pass) und das verringern der pb-Ratio von 1.3 auf 1.2. (verbessert die Qualität der Bframes)

    Eine andere Methode die etwas mehr Fleiß erfordert, ist das Definieren von Zonen für die entsprechenden Problemszenen, d.h. man sucht sich die Start- und Endframes und setzt für diesen Abschnitt einen gewünschten CR-Faktor oder Bitrate-Multiplikator.

    Code
    --zones 100,200,crf=15/300,400,crf=16/500,600,b=1.5


    Edit: wenn Qualitätsmägel wie Color Banding schon auf dem Quellmaterial vorhanden ist, hilft natürlich auch eine höhre Bitrate nicht. Hier muss man dann zu einem Debanding-Filter greifen, wie schon erwähnt.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es einen Unterschied macht, ob ein Film nativ mit 24000/1001 FPS aufgenommen wird oder man bei Material, welches eigentlich Informationen für 50 Vollbilder bietet nach 25p wandelt, indem man jeweils jeden 2. Frame auslässt. Ich finde ein Deinterlaceing von 25i zu 25p teilweise sehr ruckelig und bin immer echt überrascht, dass das vielen gar nicht auffällt. Bei nativ Blu-ray ist es wie gesagt nicht so schlimm aber auch nicht optimal.

    Viele Filme bei Blu-rays werden mit 25fps erstellt, da hat sich noch kein Mensch beschwert,

    Oh doch! Schau dir beispielsweise den Kameraschwenk bei Pulp Fiction bei Minute 35:30 (Zeitangabe UHD) an, da kann man die Einzelbilder quasi mitzählen. Das dürft allerdings auch auf Tarantinos Wahl für den 35mm Film zurückzuführen sein. Er wollte ein möglichst feines Korn und somit fiel die Wahl auf sehr langsamen Film.

    Musst natürlich die Zwischenbildberechnung am Abspieler/TV ausschalten.

    Außerdem haben ziemlich alle modernen Fernseher gute integrierte Deinterlacer eingebaut

    Software-Deinterlacing geht immer mit einem Qualitätsverlerlust einher, daher kann ich jeden verstehen, der sein Material auch interlaced belassen möchte. Wenn jedoch ein Denoise, Resize, AI-Upscaling etc. gewünscht ist kommt man um eine Wandlung nach progressive nicht herum oder bin ich da falsch informiert?

    Bei vielen Fernsehern lässt sich sogar die Overscanfunktion einstellen, dann muss man nicht mal die schwarzen Ränder croppen. Beim LG beispielsweise funktioniert das sehr gut. Wobei Cropping ja das Interlacing nicht behindert? Nur die Entzerrung von 5:4 nach 4:3 könnte dann für manche Abspielgeräte probematisch sein, daher füllt ihr die Ränder ja wieder zu 720x576 auf, richtig?

    Das wäre meine Lösung:

    Gutes Ergebnis aber wieso nicht die Fields jeweils zum Vollbild? Den DVD-Video Standard braucht heutzutage doch niemand mehr, mit nur 25fps fehlt es einfach an flüssiger Wiedergabe.

    Mal geschaut was machine learning so kann,..

    Denoise bis alles eine glatte detaillosen Einheitsfläche wird, wers mag... die KI-Variante mit den verunstalteten Köpfen kann man aber wirklich nur als Katastrophe bezeichnen.

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