Beiträge von LigH

    Ja, ab Antwort #15 ging das Thema dann in den Bereich "sinnvolles Endformat" über, ab da war für mich dann das Capturing in Ut-AVI erst mal abgeschlossen...


    Hinweis noch: Die Option "Force keyframes every 25 frames" im Video-Compression-Dialog von VDub2 würde ich beim Speichern mit x264 nicht aktivieren. Längere Abstände komprimieren effizienter, überlassen wir die Auswahl also lieber dem Codec. Und wer kürzere Abstände wegen Kompatibilität mit gewissen Abspielformaten braucht, der sollte besser die Parameter in die "Extra command line" im x264-Dialog eintragen, denn dann wird man wohl eine ganze Gruppe davon angeben müssen.

    Da die enthaltenen Video- und Audio-Streams die gleiche Größe haben, sind MP4- und AVI-Datei auch fast gleich groß. Aber die Inhalte sind unterschiedlich verpackt. Ich bin beinahe überrascht, dass AAC-Audio in einem AVI-Container unterstützt wird und sich auch noch abspielen lässt... da müsste man schon genauer analysieren, was in den beiden Dateien tatsächlich steckt (z.B. mit MediaInfo).


    Der Konfigurationsdialog des x264-Encoders in VirtualDub2 bietet wohl keine Auswahl des Interlacing-Modus an. Du hast aber wahrscheinlich Combing (Kamm-Strukturen von Halbbildern, deren Aufnahme-Zeitpunkt sich innerhalb eines Frames unterscheidet). Da solltest du versuchen, in das Feld "Extra command line (for advanced users)" noch -tff hineinzuschreiben. Ohne diesen Parameter wäre die progressive Encodierung von Interlaced-Videomaterial – gemeinsam mit CRF 16.0 – durchaus eine Ursache, dass das Ergebnis noch sehr groß ist.


    Ein Qualitätswert von 16 ist für Archivierung angemessen. Etwas höhere Werte sind platzsparender, und bei 18 oder gar 20 wirst du die Qualitätsverluste vielleicht noch gar nicht so auffällig bemerken, das sollte fürs Anschauen am Fernseher genügen. Teste einfach mal verschiedene Varianten und vergleiche die Größen mit der übrig gebliebenen Qualität. Finde dein Optimum.

    Ich exportiere nur unkomprimiertes AVI mit VDub.

    In dieser Diskussion hier ging es aber nicht um das Speichern von unkomprimiertem AVI, sondern um das Speichern von MP4 mit AVC und AAC. Mit einem aktuellen VDub2 und nicht einem älteren VDub (2 oder nicht 2).


    Wir sollten schon beide über das gleiche Thema reden, sonst bleibt doli verwirrt zurück. Und "Fast decode" will er bestimmt nicht einschalten.

    Interlacing ist Grundlagenwissen. Du solltest wissen, wie vor Jahrzehnten analoges Fernsehen mit Röhrenmonitoren funktioniert hat, wenn du analoges Capturing betreiben willst. Deshalb habe ich z.B. eine Kopie von Exotisches Interlacing von scharfis_brain für die heutige "Nachwelt" erhalten... ;) — Ein Haken ist an der Sache: Man verwendet diesen Begriff einerseits, um zu beschreiben, wie Video technisch gespeichert wurde, andererseits aber auch, wie das sichtbare Bild sich zeitlich entwickelt. Beides ist aber voneinander unabhängig. Wenn beides nicht übereinstimmt, kann das Ergebnis je nach Videocodec im besten Fall etwas zu viel Platz verschwenden, im schlechtesten Fall katastrophal an Qualität verlieren...


    Croppen: Verwende möglichst geradzahlige Werte (v.a. senkrecht), und am besten so, dass die übrig bleibende Höhe (oder Breite) durch 4 oder gar 16 teilbar ist; letztendlich ist die Optik aber ausschlaggebend. Wenn im Video eine Letterbox etwas weiter reicht als normal, dann schneide eben etwas mehr ab.


    Codec: UtVideo ist ein verlustlos komprimierendes Zwischenformat. Mediaplayer für Endverbraucher (z.B. Smart-TVs) unterstützen den aber nicht. Hier könntest du nach allen Bearbeitungen VirtualDub2 verwenden, als Videocodec x264 wählen (für einen ersten Test interlaced-TFF aktivieren und den CRF-Qualitätswert 18.0 ausprobieren), als Audio-Codec (im "Full processing mode") z.B. FFmpeg AAC (Details zu den Einstellungen später mal...), und dann beim Speichern den Dateityp "MP4 +faststart (*.mp4)". Das sollte effizient komprimierte und recht kompatible Ergebnisse für die meisten Geräte ausgeben.

    Die Virtualisierung hat schon einen deutlichen Einfluss in bestimmten Bereichen. Ich hatte mal den Fall, dass der RAM-Benchmark von HWiNFO in einem Gast-Windows in VirtualBox höhere Geschwindigkeiten brachte als auf dem Host-Windows. Wenn du einen virtuellen Datenträger als Datei in dein Gastsystem einbindest, dürfte das Gastsystem recht wahrscheinlich nicht davon ausgehen, dass es eine SSD als Laufwerk hat.

    Das wird da eigentlich in dem Abschnitt erwähnt: Einerseits gibt es die mechanische Bauform (also die Länge) des Slots, andererseits die Anzahl an elektrischen Verbindungen im Slot.


    Ein PCI-Express-Slot mit elektrisch ×16 (was im Grunde nur Grafikkarten höherer Leistung benötigen) braucht auch eine mechanische Länge von ×16; viele Mainboards haben aber daneben auch Slots mit der Länge von ×16, obwohl elektrisch nur ×4 verdrahtet ist (die restlichen Pin-Platzhalter sind leer), und diese Slots sind u.a. für solche Erweiterungskarten im Videoschnitt. Für Soundkarten, Netzwerkkarten und ähnlichen Kleinkram genügt eine Verdrahtung von PCIe ×1 völlig, und da sind auch die Slots meist kurz.


    Slots mit elektrisch ×8 sind eher selten, kenne ich selber nur für Grafikkarten geringer Leistung (ohne Spiele-3D-Chipsatz). Für Erweiterungskarten neben einer Grafikkarte werden die normalerweise nicht verbaut.