Beiträge von LigH

    Macht es vielleicht Sinn in diesem Fall die Anwendung zu wechseln?

    Gut möglich. HandBrake basiert auf ffmpeg und stellt nur wenige Funktionen zum Deinterlacen bereit. Andere Konverter, die auf AviSynth basieren, können sich durch Plugins und Skripte auch neue Funktionen aneignen. Allerdings kenne ich mich im Angebot von HandBrake nicht aus, das nutze ich selber nie.


    Was genau ist ein Bobber?

    Ein Bob-Deinterlacer wandelt jedes Halbbild in ein Vollbild um. Dabei werden also alle geradzahligen Linien und alle ungeradzahligen Linien eines vorherigen Einzelbildes entsprechend ihrer zeitlichen Abfolge getrennt und durch Zwischenwertberechnung aufgefüllt. Dabei wird auch ein wenig der Höhenunterschied der beiden Halbbilder ausgeglichen. (engl. "bobbing" ~ Kopfnicken beim Laufen)


    Bei echtem Interlaced-Video wird eine flüssige, fortlaufende Bewegung zeitlich nacheinander abwechselnd mit oberen und unterem Halbbild aufgezeichnet. Zeichentrick dagegen hat ein anderes zeitliches Verhalten, hier enthalten mehrere Halbbilder nacheinander im Grunde Inhalt vom selben Zeitpunkt, und dann gibt es zum nächsten Halbbild plötzlich einen starken Zeitsprung.


    Smarte Deinterlacer versuchen, die zeitliche Abfolge mehrerer aufeinander folgender Halbbilder zu nutzen, um Bewegungen zu erkennen und die zeitliche Verschiebung zurückzurechnen (Motion Compensation), um die aufgefüllten fehlenden Zeilen jedes Halbbildes mit zusätzlichen Informationen aus vorherigen und zukünftigen Bildinformationen zu verbessern. Das klappt aber nur bei gleichmäßiger Bewegung. Zeichentrick hat aber eine extrem ungleichmäßige Bewegung, hier würde ein smarter Deinterlacer die Zwischenwerte falsch berechnen und Geisterartefakte erzeugen. Hierfür braucht man also genau die gegenteilige Lösung: Übernahme von Informationen nur aus Bereichen ohne Änderungen.


    Hab ein wenig Geduld, hier kommen sicher noch Vorschläge von Leuten mit mehr praktischer Erfahrung in diesem Bereich.

    Einen Deinterlacer verwendet man nur, wenn man eine natürliche, fortlaufende Bewegung hat. Bei Zeichentrick ist das nicht der Fall. Hier helfen also Deinterlacer, die über mehrere Halbbilder in der Umgebung nach gleichmäßigen Bewegungen suchen, um die Qualität zu verbessern, überhaupt nicht weiter. HandBrake wird wahrscheinlich keine Spezialfilter anbieten, die in der AviSynth-Szene für Anime und sonstigen Zeichentrick entwickelt wurden. Das beste hier ist möglicherweise ein ganz simpler Bobber.

    Ich würde mal stark vermuten, dass es für viele solcher Abmahnungen keinen Auftraggeber, keinen konkreten Geschädigten gibt. Leider ist das mit der DSGVO kompliziert, es braucht für eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO nicht unbedingt einen Geschädigten.


    Die Syntax von ApplyRange ist komplexer, du kannst da nicht bloß einfach den Bereich angeben, ohne auch zu erwähnen, welche Funktion denn in diesem Bereich angewendet werden soll.


    Allerdings könnte es schwieriger sein, Overlay mit ApplyRange zu steuern, da die Übergabe von Clip-Variablen hier schwierig ist. Mehr weiß ich im Moment nicht, mal abwarten, wer bessere Ideen hat...

    Das war nur ein Ausschnitt des Fotos, das ich von HQ-LQ privat erhalten habe. In der Größe fällt auch nicht auf, dass der Code streifenweise ganz leicht zusammengestaucht war, also nicht in der vollen Größe von 93×93 Quadraten gleichmäßig in ein Raster gepasst hat.


    Ich hoffe, du siehst auch, wie viel größer eine SVG-Datei ist: Eine 1-bit-PNG-Grafik (schwarz-weiß) braucht pro Pixel nur 1 bit, und das wird noch komprimiert abgespeichert. SVG ist ein "geschwätziges" Vektorformat auf Basis von SGML (eine Stufe unter XML). Nicht nur braucht ein jedes Quadrat eines QR-Codes eine eigene Farbangabe, sondern auch noch vier Koordinatenpaare für die jeweiligen Ecken, die in Zahlen in Textdarstellung angegeben werden (Binär wäre kleiner). Oder in deinem Fall sind es keine unabhängigen Quadrate, sondern Polygon-"Inseln"; dennoch ist das ziemlich aufwändig. Sehr viel effizienter sind Vektorformate bei schrägen Linien, Kurven und geometrischen Objekten, deren Repräsentation als Pixelgrafik tausenden Pixeln gegenüber steht, und die bei Skalierung deutlich mehr an Qualität verlieren als rechteckige Formen.

    Ich benutze heute noch JASC Paintshop Pro 9.


    Seit es von Corel übernommen wurde, hat die Benutzerfreundlichkeit für Amateure IMHO wesentlich gelitten; in aktuellen Versionen ist eine Projektverwaltung zum Kern geworden, die ich nicht brauche, wenn ich "nur mal eben ein Bild bearbeiten will".


    Und ja, das ist ein Pixel-Grafikprogramm; auch mit Vektorfunktionen, die aber – das wiederhole ich jetzt zum wievielten Male? – nicht der Kern des Problems in diesem Thema sind. Vektorisieren kann man, nachdem man eine saubere Pixelgrafik hat. Das erstellen der sauberen Pixelvorlage aus einem Foto von einem so abgeriebenen Ausdruck mit schwachen Farbstellen ist hier das Thema:



    Eine solche Vorlage kann man nicht ohne aufwändige Vorarbeit erfolgreich vektorisieren. Da läuft der Kantenfinder Amok.

    Das Problem ist nicht die Erzeugung einer Vektordatei, sondern die saubere Erkennung des Scans, der voller Bildfehler ist, weil der Ausdruck nicht deckend auf dem Papier ist. Klar könnte man alles komplett mit der Hand übermalen. Aber vielleicht kann man es so weit wie möglich automatisiert säubern lassen, bevor man nur noch ein paar übrig gebliebene Reste übermalt? Das war meine Arbeit der letzten Stunden.

    Also das Reinigen eines Fotos oder Scans ist doch mehr Handarbeit als erhofft; vor allem musste ich leichte Gitterverzerrungen verschieben, bis die QR-Pixel exakt an Gittergrenzen lagen. Aber immerhin habe ich in meinem Grafikprogramm eine Funktion "Antikes Mosaik" gefunden, die so eine Art Medianwert größerer Quadratraster erzeugt, und das arbeitet nach ein wenig Nachmalen mit dem Pinsel doch ziemlich sauber.


    Also leider keine zuverlässige automatische Lösung. Aber in dem einen Fall hab ich das Ergebnis privat an HQ-LQ schicken können.

    Wichtigste Voraussetzung: Ein möglichst klares und verzeichnungsfreies Foto hinkriegen. Vor allem Tonnen- und Kissenverzerrung stören, was eher bei Makrolinsen als bei Teleobjektiven passiert; gut, wer einen Flachbettscanner hat.

    Ich mach das jetzt mal selber mit meinem Zertifikat.


    Das zu veröffentlichen sollte doch kein Datenschutzproblem sein, oder? Mehr als daraus ablesen, dass ich geimpft bin, sollte daraus wohl nicht möglich sein? Oder besser zur Sicherheit doch einen Großteil verschleiern?

    Grundsätzlich funktioniert das doch genau so wie bereits angedacht:

    1. Grafik an den Eckmarkierungen in eine quadratische Form ausrichten (Perspektivkorrektur), evtl. säubern (Median o.ä.)
    2. Dimension des 2D-Codes ermitteln (Felder zählen)
    3. Grafik auf Minimalgröße verkleinern (hier wären verschiedene Skalierungskernel denkbar)
    4. 1-bit-Farbreduktion mit Kontrasterhöhung durch Schwellwertgrenze

    Muss man nur noch für jeden Schritt die optimale Variante finden, vor allem so, dass der Schwellwert zwischen schwarz und weiß sicher gefunden wird.

    Ich nehme an, in den QR-Codes könnten auch Uhrzeiten der Erstellung oder andere Metadaten einen Einfluss haben. Vielleicht besteht der Inhalt nicht allein aus den Nutzdaten, die der Autor dort einbetten will. Aber sicher bin ich da nicht.


    Ich habe unter Windows bisher gern die Barcode-Software von ByteScout genutzt. Die unterstützt mehr als nur QR, und der Generator lässt sich ziemlich umfangreich konfigurieren.


    HQ-LQ meint sicherlich: Wenn man einen QR-Code fotografiert, kann er leicht verzerrt sein, die einzelnen Elemente müssen nicht exakt auf Pixelgrenzen im Bild liegen, ihre Breite kann zufällig mal einen Pixel breiter oder schmaler im Bild sein. Um so ein Bild zu vereinheitlichen, müsste man es gerade rücken und auf seine Minimalgröße verkleinern, so dass bestmögliche Mittelwerte einer ganzen Fläche in ein neues Bildpixel eingepasst werden... Vermutlich wäre es am saubersten, wenn man eine Software hätte, die so mitten in der Bilderkennung eines QR-Codes diesen gleich wieder frisch generiert. So eine Art "QR Cleaner". So etwas kenne ich allerdings bisher nicht.