Posts by Pro Jo

    Hallo Stefan,

    dass es auf beiden Seiten keinen schwarzen Rand gibt, lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass entweder das Aufnahme-Gerät oder die Capture-Software, die Bildbreite mit 704, statt mit 720 Pixel aufgenommen hat. 704 Pixel wäre kein Bildfehler, sondern wäre das Bild nur ohne Overlay. Das 4:3-Flag dann noch später hinzufügen.

    Leider ist das nicht das originale Videobild von VHS. Ein VHS-Bild hat immer die Bildgröße von 720 x 576 Pixel. Dein Screenshot hat aber die Bildabmessung 1070 x 858 Pixel. Für VHS viel zu groß. Ich vermute, dass da eine billige Capture-Software im Einsatz war, die SD auf Pseudo-HD ausgegeben hat. Richtiges HD wäre z. Bsp. 1280 (960, 4:3) x 720p Pixel. Oder hast du das Bild vergrößert, zwecks Anschauung?

    Nach oben versetzt:

    Die obere Bildseite scheint zu stimmen, da man ein leichtes Overlay sieht. So ein Fehlerbild habe ich noch nie gesehen, das unten noch einmal zwei weitere Bildstreifen zeigt. Der Kopfumschaltbereich im Bild unten, ist auch groß. Aber nach so langer Zeit normal.

    Unten zwei weitere Bildstreifen:

    Diese könnten von defekten Elkos oder von einem nicht kompatiblen Codec stammen. Ein originaler Screenshot könnte uns vermutlich weiterhelfen.

    Grüße von Jo

    Hi Daniel,

    mit so einem defekten Rekorder zu digitalsieren ist nicht empfehlenswert. Das grüne Zahnrad, das zuständig ist, die Kassetten ein- und auszuwerfen, ist völlig kaputt. Es fehlen sehr viele Zähne, und sogar ein Teil vom Zahnrad ist abgebrochen.

    Alle deine Rekorder sind untauglich zu capturen. Funktionierende Geräte sind zurzeit teuer bis sehr teuer. Für einen guten gebrauchten Rekorder, der wirklich funktioniert, muss man heutzutage mit einigen 100 Euros rechnen. Wenn man das nicht ausgeben will, dann hat man solche Ergebnisse.

    Du kannst nur mit etwas Kraft versuchen, mit einer Hand, die Kassette hochzuheben und mit der anderen Hand die Laufwerksklappe vorne öffnen, dass die Kassette herausgeht. Das grüne Zahnrad müsste ersetzt werden, wird aber als Ersatzteil nicht mehr erhältlich sein. Einen Elektroniker dazu, brauchst du aber nicht. Ich gehe davon aus, dass du geschickte Hände hast.

    Grüße von

    Joachim

    Gut, du nimmst mit sehr guter Bildqualität auf, das ist erfreulich. Die meisten Leute zeichnen gleich in hochkomprimiertes H.264 auf, was ein Fehler ist. 10Bit ist der AJA (KONA) v210-Codec.

    Laut Bedienungsanleitung hat dieses Modell von Panasonic keinen TBC.

    Du könntest dir nur ein gleiches defekte Modell von eBay usw. holen und die Teile die du brauchst ausbauen. Aber das ist kompliziert, da müsstest du schon ein Elektroniker, oder zumindest ein guter „Handwerker“ sein.

    Danke für das gut gefilmte Video.

    Was mir aufgefallen ist:
    Das Laufwerk vom JVC fädelt gar nicht ein (Mode Select Schalter defekt / Capstanansteuerung). Der Einschub der Kassette ist etwas hakelig, sollte flüssiger sein. Seitliche Ansicht: Beim grauen Zahnrad sieht es so aus, als ob ein Zahn teilweise abgebrochen ist. Die beiden Gleitlager für die Bandführungsteile, müssten auch etwas eingefettet werden.

    Da es diese Ersatzteile nicht mehr gibt, bräuchtest du einen 3D-Drucker. Aber da wäre der Aufwand zu groß. Es bliebe nur ein Gerät zum ausschlachten. Ich würde mich nach einem anderen JVC umschauen. Ein besseres Bild, hättest du nur von einem Profi-Rekorder oder vom Panasonic NV-V8000E.

    Da sehe ich keine Anforderungen bei einem neuen PC. Ob die Karte unter Win. 11 funktioniert, kann ich nicht sagen. Scheint eher unter Win. 7 zu laufen.

    Ältere Videospiele:
    Wenn die Videospiele einen Kopierschutz haben, dann nicht. Es gab aber früher Capture-Karten, die über den YUV-Anschluss, den Kopierschutz aushebelten.

    YouTube Videos:
    Diese Filme braucht man nur mit einem Download-Programm herunterzuladen. Capturen braucht man die Videos nicht. Selbstgemachte Videos muss man vorher erstellen, und dann hochladen, ist ja klar.

    Squeeze ist ein selbstständiger Encoder mit Benutzeroberfläche, ist schon eine GUI, kein Kommandozeilenprogramm. Die Algorithmen von ProCoder und Squeeze sind für den Studioeinsatz gedacht, darum haben diese beiden Encoder Codecs, die kompatibler sind, als die von anderen Encodern. Daher kosten diese Software-Encoder so viel Geld. Aber wenn du bei HC 028 bleiben willst, dann verstehe ich das.

    FFmpeg:
    Ich kann jetzt nur darüber schreiben, was ich noch weiß. FFmpeg verwendete ich auch einmal vor ca. 15 Jahren. Die Codecs bieten eine gute Bildqualität und viele Einstellungen. Die meisten Codecs stammen von Google. Das gilt auch für Linux. Als ich im Netz gelesen habe, dass das Programm sämtliche Daten von den eigenen Videostreams zu Google sendet, habe ich die Software sofort deinstalliert. Das geht gar nicht. Es muss jeder selber entscheiden, ob er das möchte.

    Goldwingfahrer hatte vor ca. 15 Jahren schon einmal einen Bildtest von fast allen Encodern gemacht, die es auf dem Markt damals gab. Darunter war auch der Rozet (5000 €) von Grass Valley, und ist der große Bruder von ProCoder 3. Gegenüber dem ProCoder 3, hatte der Rozet keine bessere Bildqualität, bietet aber eine bessere Abarbeitung von Metadaten.

    Der Cinema Craft Encoder, der mehr für den Profi-Bereich gedacht war, hatte eine gute Bildqualität, hatte aber am schnellsten encodiert von allen Encodern. In der Bildqualität, waren aber der ProCoder 3 und der Sorenson Squeeze ab Version 6 besser.

    2008 war das letzte Jahr, bei dem die Algorithmen für SD-Material verbessert wurden. Seitdem werden im SD-Bereich keinen neuen Algorithmen für SD-Streams mehr aktuallisiert, da SD ausstirbt. Das gilt für alle Hersteller von Encodern.

    Der Encoder von Adobe, der den sehr guten Codec Main Concept verwendet, war in der Bildqualität ganz leicht schlechter und brauchte mehr Zeit zum encodieren, als der ProCoder oder der Squeeze. Das lag aber nicht am Codec.

    Laut Goldwingfahrer hatte aber der HC-Enc die beste Bildqualität. Damals war das die Version HC 021. Die Profi-Encoder Cambria und Telestream aus Hollywood wurden nicht geprüft, da diese viel zu teuer waren (ca. 30.000 €).

    Hybrid und XMedia Recode sind aber auch gute Encoder. Ich kann jetzt nur das schreiben, was ich aus der damaligen Zeit noch weiß.
    HQ-LQ, wenn du Interesse hast, einmal den Squeeze auszuprobieren, dann kann ich dir für die Version 8.5 eine legale Lizenz anbieten. Squeeze arbeitet auch Scripte, z. Bsp. mit QTGMC ab, wandelt auch 5.1 und 7.1 zu Stereo. Squeeze kostete damals 900 €.

    Ja, das Material muss bei SD unbedingt als interlace vorliegen, ansonsten wird das nichts mehr. Falls das originale Video nicht mehr vorliegt, musst du damit Leben. Bei der Möglichkeit einer neuen Einspielung, sollte man „Oberes Halbbild zuerst" verwenden. Da ein Schnittsystem bei einem Hartschnitt immer das erste Bild zuerst ausführt. Und immer in unkomprimiert capturen und exportieren. Ein Abgleich zu 16-235 (Limited), wäre auch wünschenswert.

    Der Farbraum ist bei SD:
    BT.601 (REC. 601)

    Color space: YUV passt.

    Audio:
    Format settings: „Big / Signed“, sollte „Little / Signed heißen". "Big Endian" ist für Mac und „Little Endian“ ist für Windows gedacht.

    Ist ein Film dann fertig bearbeitet, kann man den Stream zu „Bottom Field First" wandeln. Das ist zwar die Norm in Deutschland, aber notwendig ist es nicht mehr. Die meisten DVDs aus Hollywood werden auch als „Oberes Halbbild zuerst" erstellt.

    Gruß Jo

    Hi,

    die höchste Bildqualität wirst du dir vermutlich nicht leisten können. Das wären die professionellen Panasonic AG-8600/8700 S-VHS/VHS-Geräte, die das Bild über den YUV-Ausgang ausgeben. Gefolgt von den professionellen JVC-Rekordern. Generalüberholt kosten diese heutzutage aber um die 3000 €. Alle professionellen Videorekorder bieten eine Bildauflösung von 3,5 MHz (Systemende, mehr geht nicht bei VHS).

    In dieser Qualitätsklasse liegen nur noch der Panasonic NV-V8000 E und, man glaubt es kaum, der Grundig VS680 VPT. Beide Modelle haben eine Bildauflösung von 3,35 MHz. Der Panasonic besitzt einen guten TBC mit 3-Kamm-Filter (RGB). Der Grundig hat keinen internen TBC.

    Ein funktionstüchtiger V8000E kostet aber um die 800 €. Den JVC HR-S9600 besaß ich auch einmal. Hat eine gute Bildqualität mit 3,2 MHz-Auflösung. Das ist in Ordnung. Leider hat der 9600er keinen internen TBC, nur eine Bildkorrekturschaltung.

    Zu dem JVC den Bogilein vorschlägt, habe ich keine näheren Erfahrungen. Der Rekorder sollte aber gut sein.

    Den Targa würde ich nicht verwenden, da er nur einen FBAS-Bildausgang (schlechtere Bildqualität) hat. Der Assist 7 ist zwar ein professionelles Gerät, aber capturen würde ich meine Filme immer auf eine HDD/SSD von einem PC. Mit z. Bsp. einer BM-Capturekarte (unkomprimiert). Man braucht ja auch einige Schnittfunktionen, die nur ein Schnittsystem bietet.

    Ja, Ersatzteile zu bekommen, kann man in der heutigen Zeit vergessen. Du könntest nur einmal bei der Firma Dönberg (Hauptsitz in Irland) nachfragen, ob es noch für dein Gerät Ersatzteile gibt. Der Versand der Teile erfolgt in Deutschland in Hamburg.

    Dönberg Electronics:
    Dönberg Electronics - Elektronische Bautelemente und Zubehör

    Oder

    Bei Bürkle Elektronk-Service:

    Reparatur Kundendienst Leipzig Bürkle Elektronik-Service GmbH
    Ihr Spezialist für SAT-Anlagen Installation Leipzig und Umgebung. TV-Kundendienst und Hifi-Geräte Reparatur Thalmässing, sowie für Kleingeräte der Marken:…
    vangerow.de

    Ich kenne nur noch einen guten Service Center in Rendsburg (Schleswig-Holstein, Lübeck).
    Home Entertainment - Panasonic Service Center Rendsburg

    Repariert zwar Panasonic-Geräte, aber nachfragen würde ich trotzdem einmal vorab.

    Viel Glück.

    Bei AviSynth kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Da müssten dir die AviSynth-Spezialisten helfen, melden sich nicht, da du vermutlich ein Konfiguratiosproblem hast. Probiere einmal die Firewall (Defender) auszuschalten. Aber der Defender gibt das normalerweise automatisch frei.

    Hast du den passenden Grafikkartentreiber für Win. 7 installiert? Ein Win. 10-Treiber passt da nicht.

    Theoretisch müssten AviSynth und VDub mit jedem OS funktionieren. Bei C++ hast du vermutlich die neueste Version installiert. Es kann aber sein, dass AviSynth und VDub auf ältere Versionen von C++ zugreifen.

    Ich habe bei mir auf Win. 7 64Bit und Win. 10 64Bit die Versionen C++ 2008, 2010, 2013 und 2015-2022 installiert. Jede Version in x86 und x64. Das ist wichtig, sonst kann es sein, das die jeweiligen Anwendungen in x86 oder x64 nicht laufen. Achtung, man braucht für ältere Anwendungen unbedingt C++ 2010, dann müsste es klappen. Es gibt aber auch die MSVCP100.dll. Virenscanner ausschalten, ist ja klar.

    RAM 4 GB:
    Es kommt darauf an, wie engagiert du mit der Erstellung von Videos bist. Für nur AviSynth und VDub reichen 4 GB-RAM bei SD-Video. Willst du deine Videos mit einem Schnittsystem bearbeiten, dann empfehle ich schon eine CPU mit 12 Kernen.

    Mit weniger Kernen, stehen dann nur wenige Videospuren in Echtzeit zur Verfügung. Bei Mainboards mit PCI-E 4.0 oder 5.0, könnte man das etwas ausgleichen. Die 3 GHz von der CPU sind in Ordnung. Ein Script in 32 Bit, läuft schneller ab, als mit 64 Bit, das wäre der Vorteil.

    Ja, LigH kann dir bei AviSynth besser weiterhelfen.

    Grüße

    Hallo.

    Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn jedes OS hat seine Vor- und Nachteile. Der Nachteil bei XP 32Bit ist, dass man nur 4 GB-RAM verwenden kann. Dazu bräuchte man XP 64Bit. Auch Server 2003 genannt. Es passen 90% der Treiber von XP 32Bit. XP ist etwas langsamer als Win. 7- oder Win. 10.

    Das schnellste OS, wäre Win. 10 64Bit. Aber durch die vielen internen Tracking- und Report-Programme, und die vielen Updates pro Monat, nur bedingt zu empfehlen. Das könnte so manche Schnitt-Software instabil werden lassen.

    Bevorzugen würde ich Win. 7 64Bit. Das OS führt fast keine Tracking- oder Report-Funktionen aus. Win. 8 64Bit würde auch noch gehen. XP und Win. 7, aus Sicherheitsgründen, nicht mehr mit dem Internet verbinden.

    Welches OS du installieren möchtest, das muss man immer selbst entscheiden. Vielleicht können dir Kollegen hier etwas weiterhelfen und haben andere Erfahrungen gemacht.

    Delta Frames sind Zwischenbilder, diese werden meistens bei hochkomprimierten Streams wie MPEG-2 oder MPEG-4 verwendet, die bei „unkomprimiert“ nicht vorkommen. Wenn man z. Bsp. eine MP4-Datei (Blu-ray oder Stream) mit einem Schnittsystem bearbeiten möchte, dann sollte man aus technischen Gründen solche komprimierten Streams vorher immer, entweder gleich zu unkomprimiert, oder als MP4 (H.264/265) mit nur „i frames only“ wandeln.

    Bei den komprimierten Streams gibt es auch noch „B- und P-frames“. Das sind die eigentlichen Zwischenbilder. Und diese machen auch Sinn, denn dadurch werden die Film-Bilder flüssiger wiedergegeben. Die Norm sind 3 Zwischenbilder. Es kann aber auch vorkommen, je nach Bildmaterial, dass 5 Zwischenbilder flüssiger ablaufen, als 3 Bilder. Mehr als 5 Zwischenbilder bei MPEG-2 (PAL) sind nicht erlaubt. Nur bei NTSC und MPEG-4, sind es etwas mehr.

    Der Sinn dahinter ist, wenn man einen Hartschnitt zwischen den B- oder P-frames ausführt, kann dies zu Rucklern, oder ganz zu einem schwarzen Display führen. Wo B- oder P-frames enden, das weiß man vorher leider nicht, daher immer korrekt zu unkomprimiert oder i frames only wandeln. Dann bearbeiten, und danach wieder normal als MPEG-4-Stream ausgeben.

    Zu beiden Fragen, ja richtig. I frames sind Schlüsselbilder.

    Näheres dazu bei Wikipedia:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bildergruppe

    Deine Konfiguration mit Edius und der Canopus NX-Karte unter Win. 7 64-bit, ist sehr gut. SD-Video (PAL) ist in Deutschland immer in 720 x 576i. In der USA wäre die NTSC-Auflösung 720 x 480i Pixel.

    Die Pixel haben mit einer VHS-C-Kassette nichts zu tun. Das C bei VHS steht für eine Compact-Kassette. Diese ist wesentlich kleiner, als die normale VHS-Kassette. Das hatte den Vorteil, dass die Camcorder kleiner gebaut werden konnten. Es gab aber auch Vollformat-Camcorder, die größer waren.

    VHS-C-Bänder wurden aber auch mit 720 x 576 Pixeln aufgenommen, da es ja PAL war. Bei S-VHS-C war es auch so. 320 x 240 Pixel ist mehr für YT oder Handys gedacht.

    Wenn du möchtest, dann kannst du HuffYUV nehmen, Canopus hat aber auch sehr gute Codecs. Man sollte immer auf „unkomprimiert“ achten. Der BM 4:2:2-Codec ist auch sehr gut. Wenn möglich nie Codecs (Lagarith) mit Delta-Frames verwenden, denn diese basieren auf MPEG-2.

    Ausnahme: Edius müsste den Lagarith-Codec mit "i frames only" importieren. Darüber hatte ich mich einmal mit Goldwingfahrer unterhalten.

    Als Container kann man AVI, MOV, MP4 oder MKV verwenden. Beim MP4-Container darauf achten, dass man z. Bsp. den H.264-Codec nur mit „I only Frames“ einstellt. Das gilt auch für die DV-Codecs. Für die Bearbeitung in Schnittsystemen immer „Oberes Halbbild zuerst“ einstellen. Auch für PAL. Später kann man es normgerecht zu „Unteres Halbbild zuerst“ umwandeln.

    Hallo,

    ich kann dir jetzt nur schreiben, wie meine Meinung ist.

    Der Umschaltbereich von den Bildköpfen bei beiden Rekorden ist gut. Bei der Aufnahme von damals stimmt allerdings die Vormagnetisierung der Bildköpfe nicht. Man sieht am Anfang eine kurzzeitige Farbverschiebung. Das kann man nicht mehr korrigieren. Da das YC-Interface vom Philips schärfer abbildet, als FBAS, zeigt der Philips ein etwas schärferes Bild, dadurch werden auch die Text-Schlieren schärfer sichtbar und länger.

    Ich nehme an, dass die Aufnahme von einer analogen Antenne stammen. Man hätte damals die Antenne etwas nach links drehen sollen, dann würde der Text auch fast ohne Schlieren bei der Bildkontur weg sein. Das kann man vermutlich nicht korrigieren. Vielleicht wissen die AviSynth-Spezialisten mehr darüber, ob das möglich ist.

    Den Farbpixelversatz müsste man vermutlich auf 2- 3 Pixel nach links korrigieren. Den oberen Bildrand mit 8 Pixel abdecken. Mehr kann man wahrscheinlich nicht machen.

    Ja richtig, der Sharp produziert weniger Schlieren, als der Philips. Wenn bei dem Philips einige Elkos defekt wären, dann hätte das bestimmt größere Auswirkungen auf das Bild.

    Messtechnisch hat aber der Philips mit „Digital 3R“ das beste Bild. Aber du kannst ja mit dem Sharp capturen, wenn dich die längeren Schlieren stören.

    Gut, dann bist du einer der wenigen Leute, die das verbessern wollen. Ja klar, bei 24 Bilder/s sollte man nicht den Film zu 25 Bilder/s wandeln. Das sehe ich auch so. Moderne Fernseher geben 24 fps ohne Probleme wieder. Und einen Röhrenfernseher, besitzt heutzutage fast keiner mehr.

    Wenn man 25i zu 25p wandelt, sollte man bei guten Deinterlacern keine Ruckler mehr sehen. Solche Streams sind vermutlich falsch deinterlaced worden. Es könnte aber auch an einem falsch eingestellten Kamera-Shutter liegen.

    Der analoge 35mm Film, ist einer digitalen 4k-Aufnahme in der Bildqualität weit überlegen. Seit neuesten Erkenntnissen, soll der 35mm Film eine Bildqualität von 16k haben. Das wurde aber noch nicht bestätigt.

    Zwischenbildberechnung:
    Bei progressive auf jeden Fall ausschalten, das ist klar.


    Progressive:
    Mit Denoise, Resize, AI-Upscaling, etc. greift man ja in das originale Bild ein. Aber diese Filter kann man auch bei Interlace einsetzen. Bei SD-Material halte ich ein Upscaling auf z. Bsp. 4k für Blödsinn. Aber vielleicht gibt es in einigen Jahren eine Software, die das gut erledigt.

    Overscan:
    Ja, bei den meisten modernen FS kann man das einstellen. Croppen behindert das Interlace nicht, da man nur die Bildränder wegschneidet, nicht aber in das Bild selbst eingreift.

    Wenn man Videos mit einem Schnittsystem bearbeiten will, dann bleibt der Film immer in 720 x 576i Pixel. Denn 704 x 576 Pixel wird man in den meisten Schnittsystemen nicht importieren können. Gecroppt und aufgefüllt wird nur der untere Bildrand, bei dem man den Kopfumschaltbereich sieht. Bei den Schnittsystemen wird aber nur abgedeckt, dadurch bleibt das originale Overlay erhalten.

    Es kann sein, wenn man eine neue Kopfscheibe einbaut, dass man dann überhaupt keinen Kopfumschaltbereich mehr sieht, es sei denn, dieser wurde mit aufgenommen. Außerdem werden an den beiden Bildseiten nie schwarze Pixel aufgefüllt. Und wenn, dann wird nur abgedeckt, nicht gecroppt.

    Das 4:3-Flag sollte keine Probleme bereiten, da alle DVD-Player und Software-Player eine 4:3 Option in den Bildeinstellungen bieten.

    Auf 704 x 576 Pixel wird meistens nur wegen YT gecroppt, dass keine schwarzen Bildränder zu sehen sind. Einige Leute dort, bezeichneten die schwarzen Bildränder als Trauerränder.

    So wie ich das sehe, ist das Bild falsch deinterlaced worden. Ich vermute, dass da die Einstellung „Blend“ verwendet wurde.

    Smurf, ja in beiden Punkten zu meiner Lösung gebe ich dir recht. Die Zukunft liegt bei Vollbild. Dazu braucht man aber einen guten Deinterlacer. Wenn man allerdings Vollbild wieder zu interlaced wandeln möchte, aus welchen Gründen auch immer, dann geht das zu 95% schief. Außerdem haben ziemlich alle modernen Fernseher gute integrierte Deinterlacer eingebaut, die über HDMI wirken. Als Stream würde ich mich jetzt auch für Vollbild entscheiden.

    Bei Video-Tests vom c’t-Magazin, war allerdings interlaced einen Hauch schärfer. Das würde mich aber nicht stören.
    Viele Filme bei Blu-rays werden mit 25fps erstellt, da hat sich noch kein Mensch beschwert, dass der Film nicht flüssig wiedergegeben wird. Aber du hast recht, mit 50fps laufen die Filme flüssiger.

    Solche KI-Ergebnisse kann man natürlich nicht präsentieren, das ist klar.

    Neues Meat Loaf Test-Video:
    https://workupload.com/file/tex5CuaQyt8

    Dieses Video ist in 4:2:2, 50fps, deinterlaced (Yadif) und mit 720 x 576 Pixel. Das Video ist mit VDub auf die Schnelle gemacht. Es hat jetzt nicht die Qualität, die Selur erstellt hat.

    Die beiden Test-Videos von Selur gefallen dir nicht? Für mich sind das die besten Ergebnisse, die man überhaupt erreichen kann. Sogar bei den Augen, sieht man keinen Unschärfeschleier, wie bei manch anderen Aufnahmen von Leuten. Selur dosiert die Einstellungen auch richtig, nicht zu schwach aber auch nicht zu stark. Meiner Meinung nach, ist das eine hervorragende Bildqualität gegenüber der verrauschten Original-Aufnahme. Solche Ergebnisse sind auch bei den Avid- und DaVinci-Schnittsystemen ziemlich möglich.

    10 Bit Farbtiefe wird eine DVD nicht annehmen. Aber heutzutage werden ja nur noch Streams produziert. Die Test-Videos wirken etwas clean. Ich hätte ein ganz kleines Bildrauschen gelassen. Aber sonst ist alles hervorragend.

    Ich war vor kurzer Zeit bei einem Bekannten. Bei dem war der Fernseher in der Schärfe auf Stufe 6, statt auf Stufe 3 eingestellt. Korrigiert auf 3, ist die Flankensteilheit an den Bildkonturen wesentlich angenehmer. Das Bild wirkt nicht so stechend.

    QTGMC ist klar besser, als der Deinterlacer von DaVinci. Man muss dann aber auch als 25p in DaVinci importieren. Ja, jeder Film hat andere Eigenschaften. Man kann das alles nicht in 2 Stunden lernen, das ist klar.

    Hybrid ist schon ein guter Encoder, man sollte sich halt mit den vielen Einstellungen auskennen. Das ist aber bei XMedia Recode auch so. Ich würde aber die Softwar vorziehen, die Selur genommen hat.

    Es wundert mich, dass VDub bei Verwendung von dem genannten BM-Codec schlechter sein soll. Da ja der BM-Codec die Bildqualität erzeugt. Ich würde für die ganze Videobearbeitung den BM-Codec beibehalten und erst zum Schluss zu H.264/H.265 (mp4) wandeln.

    Encoder-Rauschen:
    Ein Encoder gibt immer das Bildrauschen weiter, das im Bild enthalten ist. Mit dem Encoder-Rauschen ist was anderes gemeint. Dabei geht es darum, wenn man nicht richtig croppt, dass dann der Encoder die schwarzen Bildränder als Rauschen interpretiert.

    Beispiel:
    Man möchte 720 x 576 zu 704 x 576 Pixeln croppen. Ohne schwarze Bildränder z. Bsp. für Youtube.

    Dann sollte man folgende Pixel-Einstellungen verwenden:
    Oberer Bildrand. 8 Pixel,
    Linker Bildrand, 8 Pixel,
    Rechter Bildrand, 16 Pixel und
    Unterer Bildrand, 12 Pixel.

    Sollte der untere Bildrand mehr als 12 Pixel für das Croppen aufweisen, z. Bsp. durch einen größeren Kopfumschaltbereich von 16- oder mehr Pixeln, dann werden die 16 Pixel abgedeckt und danach mit 12 Pixeln gecroppt. Dann sind halt 4 schwarze Pixel am unteren Bildrand zu sehen. Zum Schluss als 4:3 exportieren.

    BFF und TFF:
    Die Norm in Deutschland ist BFF. Aber mittlerweile ist es egal ob es BFF oder TFF ist. TFF sollte man aber immer verwenden, wenn man das Video mit einem Schnittsystem bearbeiten will. Ein Schnittsystem nimmt immer erst das erste Halbbild für einen korrekten Hartschnitt.

    Bei BFF zuerst, würde das erste Halbbild (TFF) fehlen und somit eine falsche Bildreihenfolge erzeugen. Edius macht das automatisch, glaube ich, sonst würde man einen Stroboskop-Effekt bei der Wiedergabe in der Timeline sehen. Darüber hatte einmal Goldwingfahrer berichtet. Aber wie das genau ist, weiß ich nicht mehr, das ist schon zu lange her.

    Du verwendest ja schon den besten Deinterlacer den es gibt. Meistens nehme ich den Deinterlacer von meinem Encoder (Sorenson Squeeze). Da habe ich viele Einstellmöglichkeiten. Es kann immer von Film zu Film unterschiedlich sein. Aber du bleibst am besten bei QTGMC.

    DaVinci ist eigentlich für professionelle Anwendungen gedacht, weniger für den Amateur. Richtig, die Software ist kompliziert. Aber wenn man das alles erst einmal begriffen hat, ist das schon eine tolle Sache. Es dauert aber einige Zeit. Avid MC und DaVinci werden für Hollywood-Produktionen verwendet. Im professionellen Bereich hört man nichts von Adobe Premiere.

    Ja, wenn es flackert, liegt es an den Einstellungen. Vielleicht ist dazu Yadis in VDub besser geeignet. Das muss man immer ausprobieren.

    Hallo, danke für die kurze Videosequenz. Da habe ich schon wesentlich schlechtere Aufnahmen gesehen. Da bestand das Bild bei Kabel-Betrieb bei einem Bekannten aus 40% Bildrauschen. Das Test-Video ist aber vermutlich eine Originalaufnahme, wenn ich mich nicht täusche, keine Kopie. Der Rec. 601 für SD passt. 720 x 576i Pixel stimmen auch. Die Bitrate mit etwas über 50 MBit/s für 4:2:2 ist auch in Ordnung.

    Bei der Farbpixelkorrektur würde ich auf +1 für die rechte Seite einstellen, statt +2 Pixel. Bei einigen Hartschnitten, ist ein Teil des nächsten Bildes im vorhergehenden Bild zu sehen. Dadurch kehrt sich die Bildreihenfolge um. Aus TFF wird BFF. Das liegt vermutlich an deinem DVD-Rekorder (Elkos).

    Grain:

    Wo hast du das gelesen, dass Grain Artefakte verhindert. Das ist Quatsch. Grain heißt „Korn“. In diesem Fall meint man das Filmkorn, da früher die 35mm Kinofilme ein Filmkorn hatten. Sehr gute Filme wiesen fast gar kein Korn auf und die Bilder wurden sehr scharf abgebildet. Der Nachteil war, dass man sehr lichtstarke Kameraobjektive brauchte. Es gibt auch einen Schwarzschild-Effekt. Aber das wissen die meisten Leute heutzutage nicht mehr.

    Kein tune verwenden, da es ein künstliches Korn im Videobild erzeugt. Bei Zeichentrickfilme kann man bei tune, Anime verwenden, dadurch läuft der Film flüssiger.

    Das wäre meine Lösung:

    workupload - Are you a human?

    Das Test-Video ist auf 16-235 korrigiert. Sollte dir mein Bild nicht „scharf“ genug sein, dann musst du deine Einstellungen nehmen.

    AviSynth mit QTGMC ist der beste Deinterlacer den ich kenne, was besseres wird es kaum geben. Ja, die Fernseher allgemein haben sehr gute Deinterlacer. Das sind aber Eigenentwicklungen von den jeweiligen Herstellern. Artefakte und Bildflimmern darf man auf keinen Fall sehen. Das tritt eigentlich nur auf, wenn die Software falsch eingestellt wurde.

    Bei Artefakten gibt es praktisch nur 3 Möglichkeiten. Entweder ist die Bitrate zu niedrig, die Bildköpfe sind verschmutzt oder einige Elkos beim Wiedergabegerät sind defekt. Klar, dass das Bild bei dem LG OLED-TV anders aussieht, der OLED-TV hat ja eine wesentlich bessere Bildqualität als das Tablet oder der PC-Monitor.

    Um das Bild in interlace an dem TV zu sehen, bräuchtest du einen Scart / FBAS zu HDMI Konverter.

    Zum Bsp. diesen hier:
    https://www.vitecco.de/signalwandler-…r-su-810-a?c=65

    Das Gerät wird dir aber zu teuer sein. Das ist nur ein Vorschlag. Klar, auf keinen Fall vom TV abfilmen. Da hast du dann andere Probleme.

    Achtung:
    Solltest du doch einmal DaVinci Resolve installieren, dazu braucht der PC min. 16 GB-RAM.

    Wenn du möchtest, dann kannst du einmal eine kurze Filmsequenz von 10 Sekunden Dauer, vom originalen Video, irgendwo hochladen. Nicht schon korrigiert. Mich würde interessieren, wie das Bild aussieht. Danke.