Beiträge von bb

    Vermutlich wurde deine Datei als type-1 DV AVI importiert, bei der Video und Audio in einem AVI-Datenstrom gemultiplext vorliegen. VirtualDub erzeugt beim Speichern ein type-2 AVI mit einem zusätzlichen Datenstrom für den Ton - der Ton ist im type-2 also doppelt vorhanden (aus Kompatibilitätsgründen), daher die größere Datei (üblicherweise ca. 5% größer).


    bb

    [...]
    Um gleichzeitig einen Sender zu schauen und einen anderen aufzunehmen brauchst du einen Receiver mit Twin-Tuner. Die sind allerdings deutlich teurer als Single-Tuner-Receiver.


    Nicht unbedingt - technisch gesehen sollte man mit einem einzigen Tuner alle Sender eines sog. "Bouquets" gleichzeitig ansehen bzw. aufnehmen können. Das sollte für alle DVB-Spielarten gelten. Ich habe z.B. einen DVB-T Receiver von Philips, mit dem ich gleichzeitig eine Sendung sehen und zwei weitere aufnehmen kann. Für DVB-S gibt es Programme, mit denen man auf dem PC mit nur einer DVB-S-Karte alle Sender eines Bouquets auf einmal aufzeichnen kann.


    Natürlich muss das Gerät bzw. dessen Software so etwas unterstützen, und wie's bei verschlüsselten Streams aussieht, weiß ich leider nicht. Möglicherweise würde man mehr als einen CI-Schacht brauchen um mehrere Streams parallel zu entschlüsseln, aber das ist nur eine vage Vermutung.


    bb

    doom9_y1thu :
    Wenn dir der Skript für Multipass zu langsam ist, dann öffne ihn einfach in VirtualDub und speichere das Video Huffyuv-komprimiert (ist ein verlustfreier Codec). Sollten dir die Dateien zu groß werden, dann kannst du z.B. auch wieder via DV-Codec speichern, allerdings musst du dann mit ein wenig Verlust leben.


    Das unkomprimierte (bzw. leicht komprimierte) Video hat dann bereits die Filterkette durchlaufen, und du kannst es direkt, d.h. ohne weitere Filter, als Input für den MPEG-2 Encoder verwenden. So sparst du eine Menge Zeit, weil die Filterkette nicht x-mal berechnet werden muss (x = Anzahl Encoding Passes).


    bb

    Stimmt, LigH, aber nur zur Ergänzung: "M2V" als Dateiendung steht für MPEG-2 Video ohne Ton (sog. "elementary stream"). Beim Echtzeitkonvertieren erzeugt man üblicherweise MPG-Dateien ("program stream" mit Ton), wobei die Endung MPG unglücklicherweise nicht nur für MPEG-2, sondern auch für MPEG-1 verwendet wird. Vom DVD-Rekorder gibt's üblicherweise VOB-Dateien oder speziellere Formate (VRO z.B.).


    Den Ton gibt's üblicherweise als MP2 (MPEG-1 Layer 2, z.B. via MainConcept MPEG Encoder), AC3 (Dolby Digital, z.B. via Panasonic DVD Rekorder) oder LPCM (unkomprimiert).


    bb

    Hallo oztsony,


    willkommen im Forum.


    Du solltest dir zunächst darüber im Klaren sein, dass du bei der Echtzeitkodierung Qualität verlierst. Das Schneiden in MPEG-2 ggü. dem Schneiden in DV fordert mehr Hardware-Leistung, d.h. du benötigst einen schnelleren Rechner. Heutige PCs haben damit allerdings keine Probleme mehr.


    Beim Schneiden werden Teile des Films oder sogar der ganze Film neu kodiert, z.B. beim Einsatz von Filtern und Effekten. Dabei geht wiederum Qualität verloren, und das wirkt sich bei MPEG-2 deutlich stärker aus als bei DV. Zeit sparst du beim Schneiden in MPEG-2 nicht, weil du ja sowieso das ganze Material sichten musst. Ich würde deshalb alles in DV machen und erst ganz am Schluss in MPEG-2 umwandeln, und zwar ganz in Ruhe (2- oder Mehr-Pass) und in guter Qualität.


    Wenn du trotz alledem die Echtzeitkodierung in MPEG-2 via Firewire vorziehst, dann kenne ich als gute Software-Lösung den MainConcept MPEG-2 Encoder. Der hat ein Aufnahmemodul integriert, welches Video u.a. auch als DV via Firewire annimmt (habe ich selbst schon gemacht). Wenn ich's mal "quick and dirty" brauche, dann verwende ich heute aber auch einen DVD-Rekorder - ich habe einen von Panasonic mit DV-Eingang. Wirklich gute Qualität bekommt man so aber nicht.


    bb

    Ursprünglich steht Codec für Compressor / Decompressor. Die gängigen MPEG-2 DirectShow-Filter wie z.B. die von PowerDVD oder WinDVD sind keine Codecs, sondern nur Decoder bzw. Decompressors.


    Ein Codec kann übrigens auch ein Stück Hardware sein, muss nicht notwendigerweise für Videokompression Verwendung finden und muss insbesondere nicht grundsätzlich ein VfW-Codec sein.


    bb

    Och, LigH,


    wenn jemand ein DV-Video mit Premiere ausgeben will, dann ist er hier doch ganz richtig.


    Das Problem ist offenbar tatsächlich kein Qualitätsproblem, sondern das berühmt-berüchtigte Interlacing, welches auf einem progressiven Display (z.B. PC-Monitor) natürlich die besagten Kämme anzeigt, nicht aber auf einem interlaced display (z.B. Fernseher).


    Die beiden Möglichkeiten sind:
    1. Interlaced lassen und interlaced kodieren - sieht auf dem Fernseher am besten aus. Das würde ich auch empfehlen.
    2. Deinterlacen und progressiv kodieren - sieht auf dem Computerbildschirm am besten aus. Beim Deinterlacen gibt's viele Möglichkeiten - die Board-Suche fördert hier viel Interessantes zu Tage.


    Wenn der Camcorder das kann, dann wäre eine progressive Aufnahme auch eine gute Wahl.


    bb

    Wenn du die Datei in PowerDVD korrekt angezeigt bekommst, dann ist sie auch richtig kodiert. Der Software-DVD-Player erkennt das in der Datei enthaltene 16:9 Flag. WMP kann Filme aller Art beliebig verzerrt darstellen...


    Auch bei AVI-Dateien, die 16:9 kodiert sind, kann man - je nach Player - nicht sicher sein, dass sie mit dem richtigen Seitenverhältnis dargestellt werden. Hier liegt's an der fehlenden Standardisierung des AVI-Formats bzgl. display aspect ratio. Empfehlenswert ist z.B. der MediaPlayer Classic.


    bb

    Willkommen im Forum felix,


    bei 16:9-Quellen solltest du bereits das Projekt (File > New) als 16:9 anlegen, z.B. mit dem template "DV 16:9 [PAL, 25 fps, Audio 48kHz]". Wenn du dann das Video erzeugst, gehst du folgendermaßen vor:


    File > Create > Video File, dann im Dialog "Create Video File" den Dateinamen angeben. Unter Dateityp wählst du für DVD-Produktion "MPEG files (*.mpg)" aus. Dann klickst du auf den Button "Options", wo du im Register "General" folgendes eingestellt haben solltest:
    - Data track: Audio and Video ("Video only" nur dann, falls du den Ton separat bearbeitest)
    - Frame rate: 25 frames/second
    - Frame type: Field Order B (oder Frame-based, falls deine Kamera progressiv aufnehmen kann und du das auch eingestellt hattest - die meisten Camcorder können aber leider nur interlaced)
    - Frame size Kasten: auf "Standard 720x576" lassen
    - Display aspect ratio: kann nicht geändert werden (Source frame size); wenn du aber statt MPEG z.B. einen AVI-Export machst, dann solltest du hier "16:9" einstellen.


    Gruß
    bb

    Wir sind eine Community von Leuten, die sich für Video interessieren und ein bisschen mehr machen wollen, als nur ein Programm zu starten um einen Film möglichst automatisch zu konvertieren. Deswegen tun wir hier auch ein bisschen mehr als nur zu sagen "Nimm Programm X und gut".


    Wenn du das nicht zu schätzen weißt, dann solltest du vielleicht besser in einem anderen Forum fragen. Unsere Mitglieder sind sehr engagiert und helfen gerne - aber nur, wenn das auch gewürdigt wird.


    bb

    Koffer vor die Tür, Schloss auswechseln, und wenn die Tür zu schwach ist, dann eine massivere einbauen - das ist billiger, als die "faule Sau" weiter durchzufüttern. Und wenn er Randale macht, dann einfach die Polizei rufen und den Kerl einsperren lassen.


    Vielleicht gibt's ja auch noch 'n paar kräftige Jungs in der Bekanntschaft, die bei dem Problem Überzeugungsarbeit leisten können...


    bb

    Um den Overscan zu kompensieren müsste man schwarze Ränder rund um das Video legen. Der Overscan ist aber je nach Fernseher unterschiedlich; bei Flachbildschirmen kann er u.U. ganz entfallen.


    Ich würde deshalb keine Ränder hinzufügen, sondern lieber mit dem Overscan leben. Ansonsten bereust du das später, wenn du auf einen neueren Fernseher umsteigst.


    bb