Video 8/VHS Capturing nach Gubel - Verzerrungen/Rauschen

  • Hallo zusammen! Ich habe noch allerhand alte Video 8 und VHS-C Kassetten, die ich mit Hilfe von Gubels Tutorial übertragen möchte bzw. dabei bin, sie zu übertragen. Nach anfänglich größeren Schwierigkeiten, die ich dank des Tutorials lösen konnte, habe ich allerdings weiterhin folgendes Problem. Die Aufnahme weist hohe bildliche „Verzerrungen/Rauschen“ (sorry bin nicht vom Fach) auf und meine Frage dazu ist, woher dies resultiert und ob dies im Nachgang manuell nachbearbeitet werden kann? Dazu habe ich einmal zwei Bilder beigefügt.Falls gewünscht, kann ich auch gerne eine kurze Videosequenz zur Verfügung stellen.

    Meine Geräte:

    Blackmagic Design Intensity Shuttle USB 3.0

    DVD-Rekorder: Panasonic-DMR-EH65

    VHS-Rekorder: SONY SLV-SE 810 (VHS-C Adapter Kassette zum Abspielen)

    Kamera Sony DCR-TRV 120E (Video 8 Abspieler)

    HDMI-Splitter mit HDCP-Bypass

    Qualitativ hochwertige und kurze HDMI-,Cinch- und S-Video Kabel

    SCART Adapter

    Softwareversion: Black Magic und Media Express 10.3.5 (Einstellungen nach Gubel)

    Ich habe für beide Ausgangsquellen (Videokamera und Videorecorder) die Anschlüsse zu dem Splitter sowie DVD-Rekorder (AV3 Anschluss per Cinch + S Video Kabel) 1:1 nach Gubels Tutorial gesetzt. Die Bild- und Tonausgabe funktioniert auch mit Ausnahme der beschriebenen "Verzerrungen" ohne Probleme.

    Ich hab zum Vergleich mal einen alten USB Videograbber von Magix (vor Jahren angeschafft, da hatte ich noch nicht von Gubels Methode erfahren) laufen lassen. Da sind diese Verzerrungen/Bildrauschen nicht enthalten, jedoch ist die Bildqualität im Vergleich zu Gubels Lösung (mit Ausnahme der Verzerrungen/Rauschen) deutlich schlechter.

    Wäre euch super dankbar, wenn ihr mir Tipps geben könntet, wie ich dies beseitigen kann.

    Dafür schon mal vielen Dank!

  • Die einzige: "Verzerrung", die ich da sehe, sind die ganz normalen Halbbilder des Zeilensprungverfahrens, wo man Bildzeilen bei Bewegungen sieht. So sieht analoges Video halt aus.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zeilensprungverfahren

    http://www.100fps.com/

    Auf Fernsehern sieht man die Halbbildzeilen nicht, weil die automatisch deinterlacen (krude Halbierung der sichtbaren Zeilen, indem eine Hälfte der Zeilen weggeschmissen wird, bzw. der Fernseher zeigt abwechselnd 50mal pro Sekunde mal das obere, mal das untere Halbbild mit Wegschmeißen der anderen Hälfte der Zeilen an). Ich nehme stark an, daß das Magixteil dieselbe Billigmethode zum Deinterlacen wie ein normaler Fernseher benutzt (vor allem, wenn das Magixding keine vollen 720 x 576 Pixel capturen kann).

    Mit VirtualDub kannst du Video auch deinterlacen, und zwar besser als Fernseher. Wenn du die typisch häßlichen Videobewegungen behalten willst, wie Videomaterial auf Fernsehern aussieht (aufgrund spezifisch niedriger Menge an Bewegungsunsschärfe), nimmst du in VDub die Deinterlacingmethode Interpolate.


    Wenn du dagegen die harmonischeren Bewegungen von Film (mit der charakterischen Bewegungsunschärfe von 24p, oder von 25p durch modernes, progressives Video) haben willst, nimmst du stattdessen die Methode Blend fields, um zumindest beim Abspielen des Videos in voller Geschwindigkeit den Grad von Bewegungunschärfe von progressiven 24p- und 25-Aufnahmen zu simulieren. (Im Standbild sieht's natürlich nicht hundertprozentig echt aus, aber es geht eben um den Bewegungseindruck beim Abspielen.)