Interessante Tests zum Thema Haltbarkeit

  • Sehr interessante Gegenüberstellung. Respekt vor dieser Mühe! Das durchzuführen war eine sehr, sehr zeitaufwändige Sache.


    Überrascht mich, dass dieser Beitrag hier nicht auf mehr Interesse gestossen ist. Normalerweise ist ja in jedem dritten Satz von der Langzeithaltbarkeit die Rede. Ist wahrscheinlich aufgrund des "Forum wird geschlossen"-Beitrages etwas untergegangen. :D:D:D



    Die ersten Scans wurden mit einem Liteon-Brenner 832S durchgeführt. Die "2 Jahre später"-Tests wurden mit demselben Brenner und sogar der gleichen Firmware gemacht. Ob das zum Vergleich taugt und korrekte Rückschlüsse auf die Verschlechterung der Rohlinge durch den Alterungsprozess zulässt?


    Bei DVD-Playern leiden abgesehen von der ganzen Laufwerksmechanik besonders der Laser selbst. Dieser weist eine begrenzte Lebensdauer auf. Diese endet wenn eine nicht mehr ausreichende Lichtleistung abgegeben wird. Bis zu diesem Stadium ist es allerdings ein "schleichender Prozess". Je nach Qualität der Bauteile bringen es gute Player auf viele tausende Betriebsstunden, weniger hochwertige Geräte schaffen oft nichtmal einen Bruchteil davon.


    Dieser "schleichende Prozess", die immer schlechter werdende Lichtleistung führt dann z.B. bei DVD-Playern dazu, dass sie mit den Scheiben immer mehr "Probleme" bekommen. Erste Ausfälle sind meistens bei den wiederbeschreibbaren und Scheiben mit schlechterer Reflektivität zu beklagen. Gute Rohlinge und vor allem gepresste DVDs, die dem Player entgegenkommen werden aber noch lange problemlos auf diesem Player laufen. Ich hoffe das war jetzt allgemein und leicht verständlich.



    Wozu nun diese Erklärung?


    Bei DVD-Brennern lässt sich dieses Prinzip im grossen und ganzen gleich anwenden. Die Laserleistung wird laufend schlechter und das sogar sehr viel schneller als bei den Playern. Alleine das führt dann schon dazu, dass höhere Fehlerwerte bei einem Qualitätstest ausgegeben werden. Einen Anteil daran können ebenso Abnutzungen an der Mechanik des Brenners haben.


    Trotz gleichem Brenner und Firmware müssen die Ergebnisse also nicht zwingend vergleichbar sein. War der Brenner im Zeitraum dieser zwei Jahre z.B. für Qualitätstests ständig im Einsatz so sind dies immens viele Stunden die sich dann wie oben beschrieben auswirken können. Bei Rohlingen die dem Brenner "weniger liegen" fallen die Unterschiede dann natürlich sehr viel gravierender aus.



    Betrachte ich mir die Qualitätstests so würde ich dem Benq 1620 trotz seines guten Rufes kaum ein gutes Urteil ausstellen. Die Ergebnisse sind in vielen Fällen doch sehr bescheiden und bei den Minusrohlingen sogar beim 2004-Qualitätstest schon ein Drama. Der Brenner scheint häufig ziemlich daneben gelegen zu sein...


    2 Jahre sind ein Zeitraum der an einem guten Rohling eigentlich so gut wie spurlos vorübergehen sollten. Dennoch sind hier sehr viele Rohlinge zu sehen, deren Fehlerwerte selbst in diesem Zeitraum erheblich zugenommen haben. Wenn sich die PIFs binnen zwei Jahren wie bei manchen Rohlingen vervielfachen dann kann man sich ja vorstellen wo der Rohling in 5-10 Jahren sein wird. Ob diese Werte nur auf die 2 Jahre Alterung zurückzuführen ist? Ich tendiere eher zu nein.


    Überhaupt nicht nachvollziehbar für mich ist das schlechte Abschneiden der TY-Rohlinge. Der Hersteller mit den höchsten Qualitätsrichtlinien an Produktion und verwendeten Materialien stellt Rohlinge her die direkt nach dem Brennen hervorragendste Werte liefern. Nach 2 Jahren liegen die Werte im Aussenbereich des Rohlings jedoch schon bei sehr kritisch. Nicht ganz stimmig. Sehr ordentlich hingegen Verbatim und Ricoh-Rohlinge.


    Werde irgendwie nicht ganz schlau daraus! Vielleicht kann mir das ja jemand leicht nachvollziehbar erklären... :D





    Bis dahin was zum Erschrecken: Rohlinge von 3A Media aus den Jahren 2003 und 2004. Minus 1-2fach. Gebrannt mit dem Toshiba SDR5002. Nachdem sich mein Player an einem davon "verschluckte" habe ich mir einige Rohlinge dieses Types heute genauer angesehen. Viel dazu sagen muss man wohl nicht mehr. Sollte besser aussehen....


    Werden insgesamt wohl so an die 30 Stk. sein die so aussehen. Zumindest die drei heute durchgesehen sehen so aus. Seltsamerweise alle mit dem Toshiba SDR5002 gebrannt und alle als knapp vor kritisch einzustufen.


    Nach dem Brennen war alles wunderbar. 3A-Rohlinge dieser Art, sogar aus derselben Packung die damals mit dem NEC 1300A oder dem Pioneer 105 gebrannt wurden haben nach wie vor Topwerte. Zum Zerfallen neigen lediglich die 3A-Rohlinge die mit dem Toshiba gebrannt wurden. Da ist immer diese massive PIF-Zunahme zu sehen. Also scheint auch der Brenner einen wesentlichen Anteil zu der Langzeithaltbarkeit der Medien beizutragen. Als wäre das ganze nicht schon undurchschaubar genug....

  • Vienna : Allein weil wir schon auf solche Detailsberichte von dir nicht verzichten können, hoffe ich du wanderst mit rüber zu gleitz und lässt es dort auch so richtig krachen, beitragsmässig :)


    Nostalgia.

    Wenn Adam und Eva Asiaten gewesen wären, hätten sie die Schlange gegessen und nicht den Apfel.

  • Tja, ich schreib nun mal gern etwas "breiter".... :D:D:D


    Selbstverständlich werde ich auch im "neuen Forum" meinen Beitrag leisten. Bin dort ja sogar schon registriert! :)

  • Hmm, erst stellst du die Hypothese auf, dass sich die Scanergebnisse schon aufgrund des gealterten Lasers des Brenners schlechter sein müssen und dann schreibst du, dass du selbst schlechte Erfahrungen mit dem Altern von Rohlingen hast.
    Es scheint so, also wärst du von TY enttäuscht, dass die dort so schlechte Ergebnisse lieferten - laut deiner Aussage, hab mir den Beitrag nicht richtig angeguckt weil er mir zu unübersichtlich war.
    Man sollte bedenken, dass alle Rohlinghersteller auch nur mit Wasser kochen. Ritek hat bestimmt nicht mit Absicht solch "leicht verderbliche" Rohlinge produziert.
    Man muss halb selber rausfinden, welche Rohlingscharge/generation langzeitstabil zu sein scheint.
    Meine alten Ritek, Verbatim und Ricoh zeigen noch gute Werte....aber auch mein einziges Exemplar "Princo Budget Yellow".
    Wenn man Daten günstig und langzeitstabil sichern will, sind CD-Rs immer noch die bessere Wahl.

    Pioneer 216D | LG GGW-H20L | Pioneer 215
    LiteOn 16P1S| LiteOn iHAS 422 | BenQ 1640

  • Ich habe auch irgentwo (vielleicht hier ?) gelesen das Rohlinge die mit einem NEC gebrannt wurden eine bessere Langzeithaltbarkeit aufzuweisen scheinen als die Rohlinge die mit anderen Brennern gebrannt wurden. Ich glaube sogar das war ein Ct test.

  • ***** wusste damals genau **********************


    edit by QuiCo:Vorsicht mit solchen Unterstellungen, solche Aussagen sind keinster Weise angebracht. Außerdem können sie dem Forum schaden! Ich bitte das in Zukunft zu beachten.

    Das Leben erlaubt keinen Neuanfang und hat auch kein Happy End!!
    LiteOn LH-18A1H LH09/ BenQ1625 BBIA/LG4120b W117/LG4040b W304/Yamaha CRW F1

  • @ JoeCool


    Ich habe nicht gesagt, dass die Scanergebnisse dadurch schlechter sein müssen, sondern können. Da ich die genauen Hintergründe und die Rahmenbedingungen nicht kenne kann ich also nur Vermutungen anstellen und eventuelle Möglichkeiten in Betracht ziehen. Das habe ich mit diesem Beitrag getan.


    Dass die Laserleistung des Brenners deutlich schlechter geworden ist, wenn dieser die beiden Jahren immer wieder im Betrieb war sollte wohl logisch sein. Dies wirkt sich eben auf die Fehlerwerte aus und kann den Rohlingen bzgl. Fehlerwerte ein schlechteres oder nicht zutreffendes Urteil ausstellen. Warum habe ich erklärt. Ich habe also durch Vermutungen mögliche Erklärungen aufgezeigt und wollte damit zum Ausdruck bringen das es nicht nur an den Rohlingen selbst gelegen haben mag.



    Das ich dabei auch schreibe das ich selbst schlechte Erfahrungen mit der Langzeithaltbarkeit gemacht habe ist so. Das sollte aber keinen Widerspruch zu oben gesagten aufwerfen. Auch bin ich über das Abschneiden der TY-Rohlinge nicht enttäuscht sondern eher überrascht von diesem sehr schlechten Abschneiden. Ich selbst habe TY-Rohlinge 1-2x und 4x die noch sehr viel älter als 2 Jahre sind. Da konnte ich einen solchen Anstieg der Fehlerwerte im Aussenbereich nicht feststellen. Wäre das generell bei diesen Rohlingen der Fall hätte es wohl unter den Kunden schon einen grossen Aufschrei gegeben.


    Ich wollte mit meinem Beitrag eigentlich andere Meinungen und Theorien zu dieser Thematik von den Usern hören, die sich mit dieser Thematik Alterung von Rohlingen konstruktiv auseinandersetzen wollen. Dass man selber rausfinden muss welche Rohlinge langzeitstabil sind wie du anführst wird wohl jedem selbst klar sein. Helfen tut diese Aussage aber keinem und eine Erklärung ist das auch nicht. Damit sind wir bezüglich dieser Thematik dort wo wir immer sind. Mein Bestreben war es andere Meinungen und Theorien dazu zu hören, um eine möglich Antwort auf diese Problematik und ihre Auswirkungen zu finden.


    Warum z.B. sind Rohlinge wie von 3A (abgebildet), Primedisc (Ritek G03) die mit dem Toshiba SDR5002 gebrannt wurden trotz anfänglich sehr passabler Werte heute nicht mehr zu gebrauchen? Warum sind diesselben Rohlinge derselben Packung die zur selben Zeit mit einem NEC 1300 oder einem Pioneer gebrannt wurden nach wie vor tadellos. Warum sterben nur die im Toshiba gebrannten Medien einen schnelleren Tod? Hat der verwendete Brenner stärkenen Einfluss auf die Haltbarkeit der Medien als bisher bekannt? Hält vielleicht ein im LG gut gebrannter Rohling länger als ein im Benq ebenso gut gebrannter Rohling? Ist das möglich und wenn, warum?


    Fürs erste sollte das genug zum Grübeln sein. Wenn einer Ideen dazu hat sollte er sie uns nicht vorenthalten...

  • Zitat von Fantomas

    Ich habe auch irgentwo (vielleicht hier ?) gelesen das Rohlinge die mit einem NEC gebrannt wurden eine bessere Langzeithaltbarkeit aufzuweisen scheinen als die Rohlinge die mit anderen Brennern gebrannt wurden. Ich glaube sogar das war ein Ct test.


    Das ist ja ein gänzlich neuer und sehr interessanter Ansatzpunkt. Wurde da auch eine Theorie geäussert warum und weshalb dies der Fall ist?


    Sind die Auswirkungen der Rohlingsalterung mit eigentlich lächerlichen 2 Jahren dermassen schlimm, wie es an den danach-Scans zu sehen ist kann man sich die ganzen Qualitätstests sparen. Was nutzt mir z.B. heute ein TY-Rohling mit Rekordwerten wenn ich in 2 Jahren hoffen muss, ihn überhaupt noch auslesen zu können. Insgesamt ist da für mich einiges nicht ganz plausibel....

  • Ach so meintest du das...
    Ich denke vor 2-3 Jahren war die DVD+/-R Industrie noch in den Kinderschuhen und mir sind Rohlinge, die mein 811s damals gebrannt hat irgendwie suspekt. Da vertraue ich meinen BenQ 1640 schon viel mehr. Der erste gescheite Brenner auf dem Markt war IMO der NEC 3500, der bei Bekannten immer noch gute Dienste leistet.
    Über die Ursache dafür, dass Rohlinge, die von bestimmten Brenner gebrannt wurden, kann man nur spekulieren. Ich schätze es liegt an der "Deutlichkeit", mit der die Pits gebrannt werden, also wie tief ein Pit ist und wie scharf sein Rand ist.
    Man könnte sich das Altern von Rohlingen wie ein Rauschen vorstellen, das s sich auf den Rohling legt. Denn eigentlich ist das Auslesen und Beschreiben von Rohlingen eine ziemlich analoge Sache und erst ein sog. Entscheider macht aus dem analogen etwas digitales und dann konnt der DVD-Pendent zum EFM und die Fehlerkorrektur.
    Und welcher Brenner nun mit welchem Rohling die schöneren Pits macht, lässt sich offenbar nicht nur an PIEs und PIFs ausmachen. Schade eigentlich ;)
    Aber ein niedriger Jitter ist schon mal ein gutes Zeichen, dann sind die Pits wenigstens schon mal an der richtigen Stelle ;)

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  • Na ja die besagten TY-Scans sahen ( bis auf den einen der dahinten nach 2 Jahren abhaut) auch schon vorher nicht besonders gut aus ...
    Grüße
    erwinsmall

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  • Leider weiß ich nicht mehr wo das stand :cry:
    Ich glaube mich aber zu erinnern das es so in etwa formuliert war: "Aus unerfindlichen gründen sind Rohlinge die mit dem NEC ??? gebrannt wurden haltbarer als Rohlinge die mit Brenner "xy" gebrannt wurden.


    Also eine erklährung warum und weshalb ´wußten die selber nicht.