Schwarze Ränder schneiden ohne neues enkodieren?

  • Hallo,


    Hintergrund meiner Anrage: Ich habe hier TV-Aufnahmen von DVB-T2, diese wurden mit einer E2-Box gemacht. Es handelt sich um TS-Dateien mit X265 Codec.

    Eigentlich sind die schon sehr gut komprimiert, also z.B. ein 2-Stunden-Film in FullHD (50 Vollbilder) ist ca. 4 GB groß, da würde ich jetzt ungern nochmal ein verlustbehaftetes ewig dauerndes Encoding drüber laufen lassen.

    Es sind allerdings bei Sendungen, die nicht zufällig in 16:9 sind, schwarze Ränder enthalten. Um noch ein bisschen Speicherplatz zu sparen, würde ich diese jetzt gerne, falls das geht, verlustfrei, also ohne irgendein Neu-Enkodieren, wegschneiden.


    Bisher hat sich diese Frage für mich nie gestellt. Da hatte ich bspw. eine Blu-ray, die mittels X264 neu encodiert wurde und bei der Gelegenheit auch gleich geschnitten. Gerne nehme ich für sowas Hybrid.

    Um bspw. überschüssiges Fimmaterial vorne und hinten von DVB-T2-Aufnahmen abzuschneiden, habe ich bisher immer Avidemux genommen. Modus bei Video und Audio: Copy, framegenau zuschneiden, MKV-Muxer nehmen - fertig.

    Aber schwarze Ränder abschneiden geht im Copy-Modus nicht, das geht nur mit neu enkodieren.


    Ich habe mal was von Lightworks gelesen, andererseits soll das in der Freeware-Version stark funktionsbeschränkt sein.

    Dann gibt es noch VirtualDub, damit kenne ich mich aber überhaupt nicht aus.

    Wenn man das Thema googelt (schwarze Ränder schneiden), kommen eigentlich immer nur die "üblichen" Tipps, Avidemux, XMedia-Recode oder VirtualDub.

    Jetzt dachte ich mir, bevor ich da ewig relativ planlos mit Tools rumprobiere, frage ich mal hier ...

    Weiß jemand, wie ich da am besten vorgehen könnte?

  • Theoretisch kann man bei bestimmten Videoformaten ein Schnitt-Rechteck angeben (so wird z.B. FullHD 1080 in AVC / H.264 eigentlich mit einer Höhe von 1088 Zeilen encodiert, weil durch 16 teilbar, aber ein Crop-Bereich von 1080 Zeilen Höhe eingestellt). Allerdings kenne ich keine Software, die das nachträglich ändern kann.

  • Danke für eure Antworten!

    Hab's schon befürchtet, dass das nicht so einfach geht!

    Aber ein Bildrauschen auf den Balken sehe ich eigentlich überhaupt nicht, und wie gesagt, ich finde die Kompression von HEVC/H265 eigentlich schon sehr gut, von daher ...


    Das verlinkte Tool (Direct264) ist mir nicht so ganz geheuer. Mein Virenscanner (Comodo) schlägt da direkt an, wenn ich das entpacke und sagt, die darin enthaltene CTAACEncoder.exe (und noch eine andere) sei eine bekannte Malware.

    Aber mal davon abgesehen, so wie ich das verstanden habe, funktioniert das Tool sowieso nur für x264?

    Und ob es sich dann unter Windows 10 starten ließe ...


    Egal, ich denke, ich lasse es dann einfach so, und erfreue mich daran, dass ich über DVB-T2 den einen oder anderen Film in sehr guter Qualität quasi schon fertig komprimiert bekomme. Da ich nur die ÖR nutze, muss ich halt nur noch die Vor-/Nachlaufzeit schnell mit Avidemux rausschneiden.