Sat-TV-Versorgung eines kleinen Hauses

  • Ein Bekannter sucht eine Möglichkeit, ein Haus mit drei Haushalten und je zwei Fernsehern, also insgesamt sechs Receivern, per Satellit mit DVB zu versorgen.


    Bis zu vier sind ja noch relativ üblich per Quad-LNB möglich, aber bei mehr gäbe es doch vielleicht schon aufwändigere Lösungen? "Zwei Schüsseln mit je zwei Quads" wäre die triviale Lösung, aber vielleicht geht es auch kompakter?

  • Wieso Octo LNB + Multischalter?


    Entweder einen Octo LNB, dann hat man 8 Ausgänge, oder einen normalen Quattro LNB + externem Multischalter. Multischalter entsprechend der gewünschten Geräteanzahl dimensioniert.

  • Ja, gute Frage... soweit ich in Sat-Foren gelesen habe, gehen die Meinungen auseinander, was zuverlässiger sei und was bessere Qualität habe. Auf jeden Fall zieht ein MS noch mal extra Strom. Dafür würde er aber auch terrestrischen Funk (z.B. Radio) mit verteilen können.


    Was die Dimension des Spiegels angeht, werden u.a. Sets mit 85 cm angeboten, das soll wohl reichen. Mehr wird hoffentlich auch nicht schaden.


    Ich habe so den Verdacht, dass es langfristig günstiger ist, wenn man da jemanden die Anlage planen und bauen lässt, der sich mit so was auskennt. Ich wüsste im Moment ja nicht mal, wie viele Meter an Kabelage derjenige braucht, um alles bis zu Unterputzdosen zu verlegen.


    Aber zumindest war es hilfreich zu erfahren, welche Alternativen überhaupt existieren, bevor man zum TV-Elektriker geht.

  • Es fehlt natürlich die wichtigste Frage, ansonsten ist die Antwort trivial. Wieviele SAT-positionen brauchen die Einwohner? Nur ASTRA, ASTRA+HotBird (da auch auf Hotbird befinden sich DE Sender), ASTRA+Türksat (sehr beliebt, auch HellaSat ist nicht zu unterschätzen), vielleicht ASTRA 23, da freie HD Sender von England ... usw.

  • Die die ich so kenne haben sich die Schüsseln vor Jahren schon selber Montiert wirklich Probleme gab es dabei anscheinend nicht, allerdings auch nur einfache Systeme ohne externen Multischalter.
    85 cm für mehrere Haushalte ist eventuell schon etwas Sparsam dimensioniert mit einer größeren Schüssel hat man bei schlechtem Wetter noch etwas mehr Reserven.
    Mit Freier Sicht zum Satelliten werden 85 cm eventuell genügen.


    Unser Nachbar (Fernsehtechniker) hat sich ein ~ 100 cm teil in den Garten gestellt.
    Unsere Schüssel hat glaube ich 85 cm und ist bei schlechtem Wetter und Twin LNB gelegentlich schon überfordert allerdings auch in einiger Entfernung mit riesen Baum in der Einflugschneise.


    Wenn der Bekannte keine zwei linken Hände hat dann dann kann er das sicherlich auch selber machen.
    Zumindest in meiner Gegend sind auch einige Fachgeschäfte und Baumärkte die einen sicherlich zwecks Kabel und anderem beraten würden.


    Persönlich genügt mir Astra dort sind eigentlich alle Wichtigen Sender vorhanden ich kenne auch niemanden der noch
    zusätzlich irgendwelche anderen sattelten empfängt.
    Notfalls kann man die Anlage ja auch umrüsten, das aufwendigste ist sicherlich die Kabel zu verlegen.

  • Ich würde auch zu einem Quattro-LNB raten:


    Quad = mit integriertem Multischalter = 4 Ausgänge für 4 Receiver
    Quattro = ohne integrierten Multischalter = 4 Ausgänge Anschluß an Multischalter


    Vorteil:
    - Man muß keine 8 Leitungen durchs Dach / durch die Wand führen.
    - Man kann zusätzliche Signale einspeisen, z.B. UKW, DAB und DVB-T mit einer Multibandantenne. DVB-T funktioniert dann auch, wenn die Schüssel zugeschneit ist.


    Große Schüsseln sind nicht immer besser! Diese haben nämlich 2 Nachteile:
    - Sie haben einen kleineren Öffnungswinkel und erfordern daher eine noch genauere Ausrichtung
    - Sie haben eine größere Windlast
    Die Kombination aus beidem macht besonders bei Sturmböen Probleme.


    In Deutschland sind 60cm ausreichend. 85cm sind bereits doppelt so viel wie 60cm (Fläche), größer würde ich keinesfalls werden.


    Gruß


    akapuma

  • Große Schüsseln sind nicht immer besser! Diese haben nämlich 2 Nachteile:
    - Sie haben einen kleineren Öffnungswinkel und erfordern daher eine noch genauere Ausrichtung
    - Sie haben eine größere Windlast
    Die Kombination aus beidem macht besonders bei Sturmböen Probleme.


    + 3.: machen häufiger rechtliche Probleme. Wobei das ästhetische in dem Fall egal ist, weil es so klang, als wären alle Eigentümer/der Eigentümer einverstanden bzw. der Initiator. Bleibt das Sicherheitsproblem: Nachschauen, ob die Gebäudehaftpflicht zahlt, wenn die (evtl. nicht ausreichend gesicherte) Schüssel bei Sturm vom Dach fällt und dann irgendwas kaputt macht.

  • Die Schüsseln befestigt man eigentlich möglichst tief mit möglichst freier Sicht zum Satellit.
    Kommt natürlich immer auf die Baulichen Gegebenheiten an aber auf dem Dach würde ich auch kein riesen Teil befestigen die wird dann beim nächsten Sturm bestimmt zum UFO :)