wie schafft man das?

  • Hallo Community.


    Mich interessiert ernsthaft wie es einige Filmstudios (vinegarsyndrome.com) die sich auf Restauration von alten Filmen spezialisiert haben, es schaffen, Filme aus den 70er und 80er so gut zu restaurieren, dass man meinen könnte, der Film sei aus den 2000er Jahre entstanden, wie funktioniert das genau?


    Wenn ich mir einer meiner Lieblingszombiefilme Dawn oft he Dead von 1978 anschaue, und ich die originale VHS dazu hatte und was heute daraus gemacht wurde, ist ja sehr beeindruckend. Haben die Studios den originalen 35mm Film vor sich und oder wie kann man sich das vorstellen? Und welche Software nutzen die für das ganze restaurieren?


    Oder den Film Scanner Cop, auch nochmal wesentlich verbessert in der Qualität sowie die Bud Spencere Filme auf den 70er. Wie funktioniert das genau?


    (Theatrical Cut)


    Scanner Cop 1&2 (1993-1994) Vinegar Syndrome 4k Ultra

  • Die Peter Jackson Doku wurde meines Wissens nach per Hand coloriert. Nur die "FPS-Verbesserung" ist quasi automatisch, was man auch öfters sieht, da nicht perfekt.


    DeOldify und MyHeritage sind schon beindruckend, aber natürlich auch nicht perfekt.


    Das Upscaling im ersten Video verändert teilweise die Gesichter, aber das sagt der Ersteller aber auch in irgendeinem Video.


    Ich finde es immer noch erstaunlich wie praktisch JEDER damals einen Hut / irgendeine Kopfbedeckung getragen hat.

  • Du musst es anderstherum denken. Das Original war von vorherein gut. Lediglich die darauf folgenden Kopien und deren stetiger Verschleiß sind die Ursache für die mangelnde Qualität ;)

  • Danke für die Antworten. Man könnte ja festhalten, die Filme wurden damals besser aufgenommen, als diese im Kino also auch erst recht im privaten gebrauch, abgespielt werden konnten.

    So sieht es aus.

    Bei Audio Produktionen ist es ähnlich. Selbst in den 50-60 Jahren wurde für Aufnahmen bereits Hig-End Equipment verwendet.

    Um Unterschied zu Video konnte man sich aber so um die 90er Jahre schon High-End Anlagen fürs Wohnzimmer zulegen und kam in den Genuss hochwertiger Audio-Aufnahmen.

    Wobei der limitierende Faktor (bis heute) die Raumakustik ist.

  • Wenn ich noch einige Infos hinzufügen darf.

    Meines Wissens nach, kamen die ersten Schallplatten in Hi-Fi Stereo um 1953 auf den Markt.

    Ich besitze aus dieser Zeit vom Orchester Mantovani ein paar LPs in Stereo.

    Was vielleicht nicht so bekannt ist, schon 1953 - 1956 wurden einige Studio-Bänder von Elvis Presley mit 140 Tonspuren aufgenommen.

    Bei den Original-Bändern wäre 22.2-Ton für 8K kein Problem.


    Damals gab es noch die 2 Zoll Bandmaschienen, die es ja auch für Videoaufzeichnungen gab, nur halt mit reinem Audioton.

    Von einem Tonmischpult aus, wurden drei- oder 4 2 Zoll-Maschienen synchron gestartet und auf ein „Schnürsenkeltonband" als Master-Kopie aufgezeichnet.


    High-End Anlagen kamen schon Mitte und Ende der 70er Jahre auf den Markt. Bestes Beispiel dafür ist der Vorverstärker von Burmester 777, von 1977.


    Fidelity Burmester


    Burmester verwendet auch keine Kondensatoren mehr in seinen Geräten, da diese eine Klangverschlechterung haben.

    Heutzutage gibt es High-End Geräte massenhaft zu kaufen.

    Mit den heutigen High-End Anlagen kann man ein Life-Konzert zu 100% abbilden, das früher vielleicht nur zu 70 - oder 80% möglich war.

    Mit einer Soundbar für 198 Euro, erreicht man so eine Klangqualität nicht, das ist klar. Ja, das ist richtig vodjara, die Raumakustik ist auch entscheidend.


    IMAX 70mm-Film ist ja ein Mittelformat, die von Mittelformatkameras stammt. Eigentlich ist die nutzbare Fläche 60 x 60 mm.

    Die 5 mm an jeder Seite ist für den Fimtransport. 6 x 6 cm ist die vierfache Bildfläche von einem 35 mm Kino-Film. Das ist ganz locker 16K-Qualität.

    So eine Filmrolle für IMAX-Kameras, kostet ein Vermögen.


    Die Steigerung wären dann die Großbildformate mit 13 x 18 cm Linhof Kardan, oder das größte Bildformat, wie z. Bsp. von der Linhof Master Technika-Kamera mit 18 x 24 cm (ca.112K).


    Aber solche Filmkameras mit so einem großen Bildformat, wird es nie geben, da zu teuer.

    Habe aber auch schon gehört, dass es Profi-Camcorder gibt, die solch eine hohe 6 x 6 cm-Qualität als Stream aufzeichnen können.

    Mit 12- oder 16 Bit Farbtiefe. Diese 8K-Qualität setzt sich auch nicht durch, vermutlich wegen einem noch zu hohem Preis.

  • Im folgenden Interview mit Andreas Abb erklärt Colorist Blake Jones wie der Film 2001: Odyssee im Weltraum von ihm selbst "colouriert" wurde. Ich habe mir den Film daraufhin nochmals angeschaut und war doch recht erstaunt, wievel von der damaligen Vision heute bereits schon Realität ist.



    Ich finde das Thema rund um Filmrestauration auch ziemlich spannend. Immerhon wird dadurch (Film)-Geschichte einem noch näher gebracht.