• Hallo,


    ich möchte auf einem Win10-Rechner auf einer SATA-SSD mit VMWare Windows 7 laufen lassen und dort selbst aufgenommene Filme umwandeln (MPEG2 => x264). Als SSD kommt eine um 500GB preislich in Betracht. In die engere Auswahl sind 2 gekommen:


    Verbatim Vi550 S3 SSD

    Samsung 870EVO


    Jetzt bin ich mir unschlüssig welche ich nehmen soll:


    Pro Verbatim:

    - 12GB mehr

    - 2.000.000h MTBF statt 1.500.000h

    - nur ca, 1,5W statt 3W (kalte Elektronik lebt länger)

    - 360TB TWB (total bytes written bis kaputt) statt 300TB


    Pro Samsung:

    - Etwas höhere IOPS

    - 512MB DRAM als Cache (Verbatim hat garkeinen)

    - Besserer "Ruf"


    Was würdet Ihr empfehlen?


    Gruß


    akapuma

  • die 12GB sind unwichtig, der preiß pro liter entscheidet!

    der cache ist schon etwas wichtiger

    die IOPS haben mich persönlich noch nie interressiert

    MTBF/TBR kam ich nie an die grenzen, aber über 150 sollten die dann doch sein


    die paar watt interressieren auch nicht,

    da die dinger unter last alle heiß werden...

    sata etwas weniger wegen dem 500mbs*-limit

    der ruf bzw. die historisch gewachsene reputation ist dann schon ehr wichtig.


    als kleinen tipp budget sind die western digital ssd's.

    welche mit sandisk verwandt sind. (die haben eigendlich auch einen guten ruf)

    und habe die WD's auch im einsatz


    hier mal eine filterliste nach deinen anforderungen:

    https://geizhals.eu/?cat=hdssd…ols=4930&sort=p&bl1_id=30


    und noch ein vergleich der 3 modelle:

    https://geizhals.eu/?cmp=1965605&cmp=2458833&cmp=1661242


    ansonnsten musst du testberichte wälzen,

    um bei den benchmarks noch die feinen unterschiede zu erhaschen.


    p.s.:

    preis pro gigabyte sind die 1GB modelle ehr atraktiver

    und halten halt länger, weil mehr chips drin sind... :P

  • wenn es eine M.2 sein soll,

    dann wird gerne die "Samsung SSD 970 EVO Plus" erwähnt...

    vielleicht zu unrecht zu viel samsung geschleime,

    aber die billig produzenten haben wahrscheinlich die leute verschrekt.


    Samsung SSD 970 EVO Plus 512GB:

    https://geizhals.eu/a1972733.html?hloc=de


    und hier mal ne filterliste für M.2 (pcie):

    https://geizhals.eu/?cat=hdssd…2_3000%7E252_480%7E4832_3

  • Ich würde, so wie LigH, zu einer M.2-SSD raten. Die Datenübertragungsrate ist ja bei M.2 wesentlich höher. Passende Kühlkörper gibt es auch schon dazu. Samsung stellt zurzeit die schnellsten und ausfallsichersten Chips her. Das gillt auch für die Arbeitsspeicher, in der gleichen Preisklasse.


    Falls dein Mainboard keine M.2-Anschlüsse hat, hier der passende Adapter mit x4 dazu:

    https://geizhals.eu/delock-pci…-nvme-89370-a1112079.html


    Die Samsung SSD 980 PRO (ab 124 €) wäre der Hammer:

    https://geizhals.eu/samsung-ss…mz-v8p500bw-a2361124.html


    Die genannte Samsung SSD 970 EVO Plus 500GB, ist selbstverständlich auch sehr gut.

    Da du Ingenieur bist, gehe ich davon aus, dass du weisst, dass man bei Win. 10 in den Diensten, den Dienst „SysMain“ für SSD-Betrieb, deaktivieren sollte (muss). Bei Win. 7 heisst der Dienst "Superfatch". Außerdem sollte man auch den Samsung NVMe Controller installieren.


    Win. 10 würde ich dann auf die M.2-SSD, als LW C: klonen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das so funktioniert. Erst Win. 10 installieren und dann Win. 7. Normalerweise zerhauts dir da den Windows Boot-Manager.

    Eine Virtual Machine ist zwar ein eigenständiges System, aber ob das so ohne Probleme funktioniert, kann ich icht sagen.

    Habe mich damit noch nicht beschäftigt. VM ist aber sehr sicher.


    Für ein wirklich schnelles Gesamtsystem, braucht man 3x M.2-Anschlüsse.


    Bitte nicht hochkomprimiertes Videomaterial, nochmals zu einen höchstkomprimierten Stream wandeln.

    Für ca. 60 Euro, gibt es schon günstige HDDs mit über 200 MByte/s Datenübertragungsrate, als Video-Archiv.

    Nie MPEG-2-Streams auf LW C: speichern.

  • hier mal eine filterliste nach deinen anforderungen:

    https://geizhals.eu/?cat=hdssd…ols=4930&sort=p&bl1_id=30

    Normalerweise bin ich idealo-Fan, muß aber zugeben, daß die geizhals-Filterung deutlich besser ist. Die "blaue" WD ist mir tatsächlich durchgegangen.


    p.s.:

    preis pro gigabyte sind die 1GB modelle ehr atraktiver

    und halten halt länger, weil mehr chips drin sind... :P

    Ja, das stimmt. Normalerweise wollte ich eine 250er-haben, die für meinen Zweck sicher ausreichend wäre. Aus den von Dir genannten Gründen ist es eine 500GB geworden.



    Wenn das Mainboard kann, wäre M.2 mit NVMe zu empfehlen; nur die SATA-Schnittstelle mit AHCI ist langsamer.

    Mein System steht im Moment so aus:

    Hauptplatte: 500 GB Samsung 970 EVO Plus M.2 SSD

    Datengrab: 3000GB Toshiba P300


    Win7 habe ich nun als VM installiert. Die vorhandene SSD war mir dafür zu klein. Die Toshiba hat zwar Platz genug, rödelt mir beim Booten und Herunterfahren von WIN7 zu sehr. Ich habe nur einen M.2-Steckplatz, und der ist belegt.


    Falls dein Mainboard keine M.2-Anschlüsse hat, hier der passende Adapter mit x4 dazu:

    https://geizhals.eu/delock-pci…-nvme-89370-a1112079.html


    An sich würde das den Preisrahmen sprengen, meine Systemplatte ist ja eine 500 GB 970 EVO Plus , eine Erweiterungskarte für etwas "Spielerei" ginge zu weit.


    Ich hatte mir solche Adapter mal angesehen, und auf meinem Board hätten die noch ein weiteres Problem:

    - Meine 500 GB 970 EVO Plus hat keinen Kühlkörper, sondern nur die standardmäßig angebrachte Metallfolie. Die Luft strömt dank senkrechter Position von Mainboard und SSD gut dazwischen hindurch. Eine Erweiterung würde genau da den Luftzug behindern.

    - Bei einem Adapter liegt die SSD waagerecht und wird auch schlecht gekühlt.


    Die VM läuft wunderbar. Die Prozessorleistung wird 1:1 durchgereicht, bisher habe ich keine Probleme. Was ganz anderes als früher die DOSBOX.


    Bezüglich DRAM:

    Diesen Post von Holt finde ich sehr interessant. Googelt man weiter nach "Mapping-Tabelle" dann unterstützt das diese Aussage. Verbatim ist damit raus.


    Bleiben noch die blaue WD (57€) und Samsung (63€).


    Gruß


    akapuma

  • Danke LigH für den Link. Das Win Total-Forum kenne ich auch schon länger. Die Sache wird da etwas detailierter beschrieben, als bei Deskmodder.

    Ist aber auch ein gutes Forum, und ist vor allen Dingen unabhängig.


    Das ist mir schon klar, dass Microsoft schreibt, man soll den Dienst nicht abschalten.

    Bei mir zeigen sich auch keine Systemausfälle von Win. 10 bei meiner M.2.

    Im Reiter "Abhängigkeiten" werden auch keine Dienste angezeigt, die, die SysMain unbedingt benötigen.

    Es sind dann aber auch Dateien im RAM, die man z. Bsp. vor 3 Jahren ausgeführt hat, und die man nie mehr braucht.

    Ja gut, es gibt Programme, mit denen sich der RAM-Inhalt löschen lässt.


    Das kann jeder so einstellen, wie er möchte.

    Superfetch Prefetch welche Einstellungen


    Es heißt zwar „WIN XP nachträglich zu WIN 10 installieren“, aber XP wird ja nur durch Win. 7 ersetzt:

    WIN XP nachträglich zu WIN 10 installieren


    Mit einer VM, scheint es doch zu funktionieren. Dass du bereits eine Samsung 970 EVO Plus M.2 als LW C: besitzt, wusste ja keiner, das muss man alles dazuschreiben, sonst tappen die Kollegen im Dunkeln. Ich glaube nicht, dass das eine „Spielerei“ ist, wenn eine M.2 SSD mit 3.500 MByte/s überträgt.

    Ein Mainboard mit liegenden M.2-Anschluss wäre besser gewesen.

    Das ist das Problem, man muss sich immer vorher informieren, sonst gehen manche Dinge nicht.


    Der Beitrag hier, ist vielleicht ganz interessant:

    M.2 SSDs mit Wasserkühlung?


    Ab 8:33. Das war nur ein Test, was man mit einer guten Kühlung erreichen kann. Klar, der Platz bei den meisten Mainboards wird fehlen.

    Ich kühle meine M.2-SSD auch nicht mit Wasser, obwohl es ein E-ATX-Mainboard ist. Ja, ist schon klar. Jeder Kollege hat andere SSD-Favoriten.

  • Ich habe mir mal den 6€ Samsung-Bonus gegönnt und mir eine 500GB 870 EVO bestellt. Hauptsächlich um per DVB-S Filme aufzunehmen, diese zu bearbeiten (Schneiden) etc. Und um Windows 7 / 32 Bit auf VMware laufen zu lassen. Da läuft nämlich noch DOS drauf.


    VMware läuft, wie gesagt, prima, und für meine Zwecke wären 250GB dicke ausreichend gewesen. Es sind die 500GB geworden wegen des günstigeren GB-Preises sowie die ca. doppelt so hohen TBW. Geld für eine 1TB wollte ich nicht ausgeben.


    Die Frage ist jetzt wie sich WIn7 auf einer virtuellen HDD verhält, die eine SSD ist. Nach diesem Artikel würde sich Superfetch ja von allein abschalten. Besser ist aber ich helfe nach wie hier beschrieben.


    FatFaster Die Crucial MX halte ich auch für eine gute SSD. Sie wäre 5€ billiger als die Samsung hat aber nur 180TB statt 300TB TBW (für die 500GB-Version).


    Gruß


    akapuma

  • Die Virtualisierung hat schon einen deutlichen Einfluss in bestimmten Bereichen. Ich hatte mal den Fall, dass der RAM-Benchmark von HWiNFO in einem Gast-Windows in VirtualBox höhere Geschwindigkeiten brachte als auf dem Host-Windows. Wenn du einen virtuellen Datenträger als Datei in dein Gastsystem einbindest, dürfte das Gastsystem recht wahrscheinlich nicht davon ausgehen, dass es eine SSD als Laufwerk hat.

  • Also in Virtualbox kann man eine Disk als SSD markieren. Diese info wird dann an das Gastsystem weitergegeben.

    Bei VMware habe ich eine solche Einstellung nicht gesehen. Ich nehme den VMware Player statt VirtualBox, da hier die Grafikbeschleunigung besser funktioniert. Andere Sachen (z.B. gemeinsame Zwischenablage) haben mir bei der VirtualBox besser gefallen.


    Gruß


    akapuma

  • Die Virtualisierung hat schon einen deutlichen Einfluss in bestimmten Bereichen. Ich hatte mal den Fall, dass der RAM-Benchmark von HWiNFO in einem Gast-Windows in VirtualBox höhere Geschwindigkeiten brachte als auf dem Host-Windows.


    Oha, das habe ich hier auch bei der Platte.

    Links (blau): Hostsystem. 3TB HDD Toshiba P300

    Rechts (grün): Gastsystem. 100GB virtuelle Platte, diese liegt auf der oben genannten HDD


    Ich bin mal gespannt, ob sich am Gastsystem überhaupt etwas ändert wenn es auf die SSD kommt.




    Gruß


    akapuma

  • Die Samsung 870 EVO ist eingebaut und läuft fein (was jede andere SSD auch sicher auch getan hätte).


    Bezüglich des Gastsystems muß ich sagen, daß Benchmarkmessungen hier ziemlich sinnlos sind. Egal ob mechanische Festplatte oder SSD, Benchmarks zeigen deutlich mehr an als die Hardware überhaupt kann. Ich habe einen geteilten Ordner, der sowohl über den Host als auch über das Gastsystem erreichbar ist. Laut Benchmark ist er über das Gastsystem deutlich schneller. Insgesamt ist alles eher unrealistisch. Ca. 800MB Film mit dem mkvtoolnix-CLI muxen dauert ca. 2 Sekunden!


    Als Anhang der Vergleich SSD-M2 (links, 970 EVO Plus) und SSD-SATA (rechts, 870 EVO).



    Gruß


    akapuma